Benutzer Diskussion:Wolfgang: Unterschied zwischen den Versionen

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== Hagenauer ==
 
  
Hallo Wolfgang!
 
  
Bist du dir sicher, dass die "Ur-Hagenauer" sich bereits als Hagenauer "von Hagenau" ausgaben? Auch mit dem "von" zwischen Vor- und Nachnamen habe ich ein Problem, da das für diese Zeit und das entsprechende Gebiet untypisch war (zB. "Lorenz von Hagenauer"). Es gibt jedoch genealogische und heraldische Literatur, die meistens aus dem Übergang des 19. und 20. Jahrhunderts stammt, in der gerne bei angesehenen Personen (der Originalquelle und den Urkunden jedoch nicht entsprechend), die keine Adelsprädikate im Namen führten, ein "von" zwischen Vor- und Nachnamen eingefügt wurde. In einem alten Schreiben wird z.B. einer der ehemaligen Elixhausnerwirte, ein Gmachl, Bauers- und Wirtssohn, sogar als "von Gmachl" bezeichnet.
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== ein paar einführende worte ==
  
Aber das soll schließlich kein großes Problem sein, wichtiger sind die anderen biographischen Daten bei den Hagenauers, wo du ja schon viele Artikel mit sehr guten Informationen erweitert hast.
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wolfgang, nachdem du jetzt mit der geschichte der [[Hagenauer]]s auf der startseite unter "lesenswert" stehst, magst du vielleicht auf deiner [[Benutzer:Wolfgang|benutzerseite]] ein paar einführende worte über deinen benutzer (oder besser: über dich) einstellen, damit der link nicht rot bleibt, bittet [[Benutzer:Mecl67|mecl67]] 07:27, 9. Okt. 2008 (UTC)
  
Gruß [[Benutzer:Heimatforschung im Salzburger Land|gruch]] 18:31, 8. Feb 2008 (CET),
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== datum ==
  
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wolfgang, kannst du bitte wenn du ein datum einfügst den monatsnamen verwenden. also statt 4.1.1700 4. Jänner 1700 schreiben, bittet [[Benutzer:Mecl67|mecl67]] 16:36, 19. Okt. 2008 (UTC)
  
  
Hallo Gruch!
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machte ich bereits (zumindest meistens), wurde mir aber leider manchmal geändert. mfG [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] 16:41, 19. Okt. 2008 (UTC)
  
Zu den Urhagenauern von Hagenau: Soweit die Kirchenbücher und Steuerlisten im Rupertiwinkel zurück gehen, finden wir in verschiedenen Urkunden Mitglieder der Familie Hagenauer immer wieder als "Hagenauer von Hagenau" bezeichnet (s. Georg Hunklinger: Beiträge zur Geschichte der Höfe in Ainring, im "Das Salzfass - heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel" 16.JG. 1982). Ein anderes mal finden wir in einer Kirchenbucheintragung bezüglich einer Hochzeit am 24. April 1672 einen Paul Hagenauer aus Strass, der als Hagenauer de Hagenau genannt wird.
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== Staufer ==
  
Zu den "von Hagenauer": Das ein "von" damals für nichttitulierte Adelige in Salzburg untypisch war, bzw. es meist als die Herkunftsbezeichnung verwendet wurde, dem stimme ich absolut zu. Doch wurde das "von" im Falle der Hagenauers in einigen historischen Urkunden verwendet. Auffällig ist, daß es vor allem bei den Hagenauers auftaucht, die nicht in Salzburg waren. So finden wir in Triest, in Wien oder in Passau immer wieder die Namensbezeichnung als "von Hagenauer". Beispiel dafür ist das von Joseph Edler von Kurzbeck herausgegebene Werk: "Unterricht von der Proportion des Menschen, von Perspektive ...." in dem der Autor als "Johann Bapt. v. Hagenauer, Direktor der ....." genannt wird. Ferner finden wir verschiedene Kirchenbucheintragungen über Hochzeiten, Begräbnisse, Briefe an Dominikus v. Hagenauer etc.. Aber auch ich sehe das hier als kein dramatisches Problem, aber ich möchte historische Daten korrekt wiedergeben, trotz unterschiedlicher Quellen.  
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Vielen Dank für Deinen Beitrag! Was ich sagen will: Die Staufer hatten schon vor ihrem endgültigen Aufstieg einen Geschlechternamen gepflegt, wenn auch einen anderen. Vermutlich war es damals - modern formuliert - "guter Stil, wenn man dazu gehören wollte". Nette Grüße! --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 12:39, 3. Dez. 2015 (CET)
  
Leider ist bisher noch nicht der Autor Arnold Hagenauer erwähnt: der ja immer wieder in Salzburg, der Stadt seiner Vorfahren gelebt hatte, und auch einen historischen Biedermeierroman über Salzburg (Der Knabe Leonhard) geschrieben hat. Leider ist er vor Veröffentlichung seines geplanten Geschichtsroman über die Zeit der Salzburger Erzbischöfe gestorben.
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== Holz- bzw. Stein-Lehm-Holz-Bauweise vor, während und nach den Ungarneinfällen ==
Ein größeres Problem sind für mich die Anzahl der Geschwister von dem Architekten Wolfgang Hagenauer, denn in den Mitteilungen der Salzburger Geschichte sind sie mit neun aufgelistet, in anderer Literatur, z.B. den Tagebücher des Abtes Dominikus mit elf.... noch viel zu erforschen
 
  
Freundliche Grüße
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Hallo @Wolfgang, vielen Dank für Deine umfassende Arbeit! Ein paar Anmerkungen zum Begriff "Holzbauweise" bei Verteidigungsbauten... Rein chronologisch gesehen gibt es für das frühe Mittelalter viele Vorbilder aus keltischer Zeit wie die Pfostenschlitzmauer und andere Bauweisen, die anteilig eher aus Stein und Lehm/Erde, als aus Holz bestehen. Spätestens durch die römische Okkupation kommen umfassende Beispiele für Stein-Mörtel-Bauwerke dazu. Wenn man in Süddeutschland und Österreich bei militärischen Bauten des Mittelalters von einer reinen oder überwiegenden Holzbauweise ausgehen würde, wäre das verteidigungstechnisch ein deutlicher, eigentlich nicht zu erklärender, Rückschritt. Freilich wird bei einigen Rekonstruktionen dieser Weg beschritten und eine Verallgemeinerung nahe gelegt. Ein Beispiel ist die "Bachritterburg Kanzach" [http://www.bachritterburg.de/dieburg.html] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bachritterburg_Kanzach] .  Diese Rekonstruktion, oder genauer gesagt die Verallgemeinerung ihrer baulichen Merkmale, ist vermutlich irreführend, da diese Bauweise weder für Verteidigungs-, noch für Repräsentationszwecke sehr geeignet war und so eher die wirtschaftlichen Verhältnisse einiger der niedrigen Ministerialen reflektiert. Für Verteidigungszwecke ist diese Bauweise aufgrund des Brandschutzes wirklich nicht sehr geeignet, außerdem fehlt bei den Rekonstruktionen zweifellos der, ursprünglich auf allen unter Dachtraufen geschützen, äußeren Holzflächen vorhandene, sehr kräftige Lehmputz. Wenn man archäologische Funde auf frühen Burganlagen ansieht, deutet außerdem Vieles auf Fachwerkgebäude bzw. Fachwerkgeschosse für Wirtschafts- und Wohnzwecke hin. Ein Beispiel wären die ursprünglichen Wirtschaftsgebäude auf den Burgen der Staufer. Aber zurück zu den "ungarnzeitlichen" Verteidigungsbauwerken: Es scheint nach einigen jüngeren archeologischen Untersuchungen so zu sein, daß die ottonischen, sprich "ungarnzeitlichen" Befestigungen, nach alter Stein-Erde-Bauweise mit wenig Holz errichtet worden sind. Vermutlich waren sie gar nicht so viel anders als ihre alten Vorbilder. Rekonstruierte Bauwerke der keltischen Art findest Du beispielsweise unter [http://www.kelten-creglingen-finsterlohr.de/] und [http://www.finsterlohr.de/tourist.php] . Creglingen und Finsterlohr liegen bei Rothenburg ob der Tauber, also im alten fränkischen Königsland. Zur Zeit der Ungarneinfälle wurden viele alte Fliehburgen und damit sehr große, "flächige" Befestigungsanlagen reaktiviert. Dabei wurden offensichtlich bestehende Stein- und Erdwälle erneuert, ausgebaut und erweitert, die mit Holz- und Fachwerkbauten ergänzt wurden.
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Dazu kam typischerweise ein kleiner, befestigter Ministerialensitz, in der Regel als Motte ausgeführt. Burgställe von Motten, die ich bisher gesehen habe, deuten auf eine ursprünglich mindestens gemischte Bauweise aus Steinen, Lehm und Holz hin. Bei einigen Motten spricht Manches sogar für die sehr frühe Errichtung eines steinernen Wohnturms, ggf. mit einem Fachwerkobergeschoß. Natürlich wird in späteren Bauphasen stets der Anteil an Stein-Mörtel-Bauwerken ausgebaut, so daß die Rekonstruktion der ursprünglichen Anlage sehr viel Platz für Spekulationen läßt. Wenn man sich die alten römischen Limes-Wachtürme ansieht, wird klar, daß diese Vorlage sicher eine wichtige Rolle gespielt haben dürfte. Die "Best-Construction-Practice" für reine Verteidigungsbauten war zweifellos im gesamten Mittelalter die massive Steinbauweise, soweit sie sich einigermaßen verwirklichen hat lassen. Lediglich wirtschaftliche Zwänge oder die enorme Notsituation durch die Ungarneinfälle haben preiswerte und schnell zu errichtende Verteidigungsbauten umfassend begünstigt. Reine Wohn- und Wirtschaftsgebäude wären aus Gründen der Wärme-Isolation in jedem Fall getrennt zu betrachten, hier ist eine Holz- oder Fachwerkbauweise für den Bauherren immer attraktiv gewesen. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 11:44, 4. Dez. 2015 (CET)
  
Wolfgang [[Benutzer:192.168.232.33|192.168.232.33]] 12:52, 9. Feb 2008 (CET)
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* Hallo [[Benutzer:Hagenau|Hagenau]], Danke für diese umfassenden und interessanten Informationen. Leider gibt es ja von diesem Sitz meines Wissens nach bisher keinerlei schriftliche Beschreibungen, Bodenfunde oder Hinweise irgendwelcher Art, um Rückschlüsse auf die Bauweise machen zu können. Dadurch hatte ich natürlich automatisch an eine befestigte "Holzbauweise" gedacht. Wie Du aber schreibst, gab es früher oft steinerne Fundamente, Mischbauformen oder gar einen steinernen Wohnturm. Wahrscheinlich sollte man die Beschreibung des Stammsitzes der Hagenauer bei Schrobenhausen anders formulieren als: "eine verstärkte und wahrscheinlich "hölzerne" Feste"... Irgendwelche Vorschläge? meint [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 15:09, 4. Dez. 2015 (CET)
  
Wolfgang [[Benutzer:192.168.232.33|192.168.232.33]] 12:52, 9. Feb 2008 (CET)
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** Vielen Dank! Die Formulierung ist an sich schon zutreffend, da zumindest ein Teil der Anlage aus Holz errichtet worden sein dürfte - gut denkbar wäre ein Stein-Erde-Wall mit Holzaufbauten aus großen Balken, und stabiles, lehmverputztes Fachwerk auf Steinsockeln für die Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Glatte und flache bzw. gesägte Bretter, wie sie bei Rekonstruktionsversuchen mancher Anlagen auftauchen, sind unwahrscheinlich, massive Balken und robuste Fachwerkkonstruktionen aufgrund des Holzreichtums des Forstes dagegen sehr plausibel. Die geologisch verfügbaren Baumaterialien vor Ort wären auch passend... Der Boden direkt im heutigen Weiler Högenau ist sehr sandig, es gibt in der Umgebung Lehm, Flußschotter und Geschiebe-Geröll. Es ließe sich an verschiedene Bauformen und Bauweisen denken, eine reine Stein-Mörtel-Bauweise ist unwahrscheinlich. Andererseits kann man ein "Festes Haus" aus Stein auch für diese Zeit nicht völlig ausschließen und die (Wohn-)Turmbauweise ist bei so einer Anlage ein zentraler Punkt. Zu allem Überfluß stehen in der weiteren Umgebung, in Richtung Königslachen und Edelshausen, alte Steingebäude, was für ein "Recycling" der Baumaterialien einer Burganlage aus Stein sprechen kann. Mein Eindruck ist, daß der alte Weiler Hagenau/ Högenau in einem engen Bezug zu Königslachen steht und Baumaterialien mindestens in diese Richtung abtransportiert worden sein könnten, wobei ich bisher keine Fakten über die Ortsgeschichte und Eigentumsverhältnisse erhalten konnte. Der Abbruch einer steinernen Burg hätte in jedem Fall in einer viel späteren Ausbaustufe stattgefunden, so daß direkte Rückschlüsse nicht möglich sind. Bis sich Genaueres in Erfahrung bringen läßt, schlage ich eine Formulierung vor wie: "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und Holzbalken errichtete und verstärkte Feste" bzw. in Langfassung "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und massiven Holzbalken, vermutlich in teilweiser Fachwerkbauweise errichtete, für die Umstände der Zeit zweckmäßig befestigte Burganlage". Ob das historisch stimmt ist unklar, aber eine gute Plausibilität hätte es. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 17:11, 4. Dez. 2015 (CET)
  
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***  Nachtrag: Es gibt einige rekonstruierte keltische Gebäude in Hundersingen an der Donau/ Baden-Württemberg, Informationen unter http://www.heuneburg.de/ und http://www.heuneburg-keltenstadt.de/ --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 14:53, 22. Dez. 2015 (CET)
  
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**  Hallo [[Benutzer:Hagenau|Hagenau]], danke sehr für die info. Ich werde deine Beschreibung in den Text einbauen. Ist ein wirklich interessantes Thema. LG [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 11:41, 5. Dez. 2015 (CET)
  
:Hallo Wolfgang!
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***  Vielen herzlichen Dank [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]]! --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 14:19, 5. Dez. 2015 (CET)
  
:Ich denke, dass bei den "Urhagenauers" das "von" (bzw. lat. "de") als eine Herkunftsbezeichnung zu sehen ist. Paul Hagenauer, der 1672 heiratete, war Bauer und Wirt (Pfarre Ainring). Ich kann mir ehrlich gesagt wirklich nicht vorstellen, dass das "de Hagenau" nach dem normalen Namen eine Art Adelsbezeichnung ist - auch wenn es eine Ausnahme wäre. Hagenau war (bzw. ist) ja ein Ort bei Hammerau / Ainring.
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== Hinweis auf SALZBURGWIKI-Stammtisch ==
  
:Dass spätere Hagenauers (wie Joh. Baptist, Direktor in Wien, als Joh. Baptist "von Hagenauer") als "von Hagenauer" bezeichnet werden, ist wahrscheinlich (zumindest bei manchen Hagenauers) keine herkömmliche Herkunftsbezeichnung mehr. Da aber bei keinem Schreiben bezüglich einer Verleihung eines Adelsprädikats oder auch bei keinem Wappenerweiterungsschreiben erwähnt ist, dass der Betreffende berechtigt ist, sich als "von Hagenauer" auszugeben, denke ich, dass es in diesen Fällen eher eine Art Weiterführung dieser Bezeichnung ist, die die betroffene Person zum Beispiel von ihrem Vater bzw. Großvater übernahm. Doch um dieses Problem zu lösen müsste man wohl von jeder Person den Taufmatrikeneintrag aus den Matriken heraussuchen.
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Es gibt wieder einen SALZBURGWIKI-Stammtisch. Details und Anmeldung unter:
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[https://www.sn.at/wiki/SALZBURGWIKI:Stammtisch#Di.2C_20._Juli_2021 SALZBURGWIKI-Stammtisch 20. Juli 2021]
  
:Der Arnold Hagenauer ist mir noch unbekannt - du könntest ja gelegentlich irgendwann einmal einen Artikel über ihn anlegen oder ihn (den Arnold) in der Begriffserklärung "[[Hagenauer]]" erwähnen.
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Das SALZBURGWIKI-Team freut sich auf dein Kommen!
  
:Das mit den Geschwistern des Architekts Wolfgang Hagenauer ist für mich weniger ein großes Problem: Ich denke, dass er elf Geschwister hatte. Wahrscheinlich sind einige davon bereits im Kindesalter oder gar bei der Geburt verstorben. Wahrscheinlich kannten die "Mitteilungen der Szbger. Geschichte" nur 9 Geschwister, da sie sich vielleicht nicht so genau mit den Hagenauers beschäftigten - oder sie ließen zwei früh verstorbene Kinder einfach weg, was ja in manchen Familienübersichten und sogar Familiengenealogien ab und zu gemacht wird. Sind in der Fellner´schen Chronik die Vornamen dieser zwei Hagenauers, die in den Mitteilungen der Szbger. Geschichte nicht erwähnt werden, verzeichnet?
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Peter (--[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 10:36, 5. Jul. 2021 (CET))
 
 
:Mit freundlichen Grüßen, [[Benutzer:Heimatforschung im Salzburger Land|gruch]] 18:28, 9. Feb 2008 (CET)
 
 
 
== ein paar einführende worte ==
 
 
 
wolfgang, nachdem du jetzt mit der geschichte der [[Hagenauer]]s auf der startseite unter "lesenswert" stehst, magst du vielleicht auf deiner [[Benutzer:Wolfgang|benutzerseite]] ein paar einführende worte über deinen benutzer (oder besser: über dich) einstellen, damit der link nicht rot bleibt, bittet [[Benutzer:Mecl67|mecl67]] 07:27, 9. Okt. 2008 (UTC)
 
 
 
== datum ==
 
 
 
wolfgang, kannst du bitte wenn du ein datum einfügst den monatsnamen verwenden. also statt 4.1.1700 4. Jänner 1700 schreiben, bittet [[Benutzer:Mecl67|mecl67]] 16:36, 19. Okt. 2008 (UTC)
 
 
 
 
 
machte ich bereits (zumindest meistens), wurde mir aber leider manchmal geändert. mfG [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] 16:41, 19. Okt. 2008 (UTC)
 

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ein paar einführende worte

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datum

wolfgang, kannst du bitte wenn du ein datum einfügst den monatsnamen verwenden. also statt 4.1.1700 4. Jänner 1700 schreiben, bittet mecl67 16:36, 19. Okt. 2008 (UTC)


machte ich bereits (zumindest meistens), wurde mir aber leider manchmal geändert. mfG Wolfgang 16:41, 19. Okt. 2008 (UTC)

Staufer

Vielen Dank für Deinen Beitrag! Was ich sagen will: Die Staufer hatten schon vor ihrem endgültigen Aufstieg einen Geschlechternamen gepflegt, wenn auch einen anderen. Vermutlich war es damals - modern formuliert - "guter Stil, wenn man dazu gehören wollte". Nette Grüße! --Hagenau (Diskussion) 12:39, 3. Dez. 2015 (CET)

Holz- bzw. Stein-Lehm-Holz-Bauweise vor, während und nach den Ungarneinfällen

Hallo @Wolfgang, vielen Dank für Deine umfassende Arbeit! Ein paar Anmerkungen zum Begriff "Holzbauweise" bei Verteidigungsbauten... Rein chronologisch gesehen gibt es für das frühe Mittelalter viele Vorbilder aus keltischer Zeit wie die Pfostenschlitzmauer und andere Bauweisen, die anteilig eher aus Stein und Lehm/Erde, als aus Holz bestehen. Spätestens durch die römische Okkupation kommen umfassende Beispiele für Stein-Mörtel-Bauwerke dazu. Wenn man in Süddeutschland und Österreich bei militärischen Bauten des Mittelalters von einer reinen oder überwiegenden Holzbauweise ausgehen würde, wäre das verteidigungstechnisch ein deutlicher, eigentlich nicht zu erklärender, Rückschritt. Freilich wird bei einigen Rekonstruktionen dieser Weg beschritten und eine Verallgemeinerung nahe gelegt. Ein Beispiel ist die "Bachritterburg Kanzach" [1] und [2] . Diese Rekonstruktion, oder genauer gesagt die Verallgemeinerung ihrer baulichen Merkmale, ist vermutlich irreführend, da diese Bauweise weder für Verteidigungs-, noch für Repräsentationszwecke sehr geeignet war und so eher die wirtschaftlichen Verhältnisse einiger der niedrigen Ministerialen reflektiert. Für Verteidigungszwecke ist diese Bauweise aufgrund des Brandschutzes wirklich nicht sehr geeignet, außerdem fehlt bei den Rekonstruktionen zweifellos der, ursprünglich auf allen unter Dachtraufen geschützen, äußeren Holzflächen vorhandene, sehr kräftige Lehmputz. Wenn man archäologische Funde auf frühen Burganlagen ansieht, deutet außerdem Vieles auf Fachwerkgebäude bzw. Fachwerkgeschosse für Wirtschafts- und Wohnzwecke hin. Ein Beispiel wären die ursprünglichen Wirtschaftsgebäude auf den Burgen der Staufer. Aber zurück zu den "ungarnzeitlichen" Verteidigungsbauwerken: Es scheint nach einigen jüngeren archeologischen Untersuchungen so zu sein, daß die ottonischen, sprich "ungarnzeitlichen" Befestigungen, nach alter Stein-Erde-Bauweise mit wenig Holz errichtet worden sind. Vermutlich waren sie gar nicht so viel anders als ihre alten Vorbilder. Rekonstruierte Bauwerke der keltischen Art findest Du beispielsweise unter [3] und [4] . Creglingen und Finsterlohr liegen bei Rothenburg ob der Tauber, also im alten fränkischen Königsland. Zur Zeit der Ungarneinfälle wurden viele alte Fliehburgen und damit sehr große, "flächige" Befestigungsanlagen reaktiviert. Dabei wurden offensichtlich bestehende Stein- und Erdwälle erneuert, ausgebaut und erweitert, die mit Holz- und Fachwerkbauten ergänzt wurden. Dazu kam typischerweise ein kleiner, befestigter Ministerialensitz, in der Regel als Motte ausgeführt. Burgställe von Motten, die ich bisher gesehen habe, deuten auf eine ursprünglich mindestens gemischte Bauweise aus Steinen, Lehm und Holz hin. Bei einigen Motten spricht Manches sogar für die sehr frühe Errichtung eines steinernen Wohnturms, ggf. mit einem Fachwerkobergeschoß. Natürlich wird in späteren Bauphasen stets der Anteil an Stein-Mörtel-Bauwerken ausgebaut, so daß die Rekonstruktion der ursprünglichen Anlage sehr viel Platz für Spekulationen läßt. Wenn man sich die alten römischen Limes-Wachtürme ansieht, wird klar, daß diese Vorlage sicher eine wichtige Rolle gespielt haben dürfte. Die "Best-Construction-Practice" für reine Verteidigungsbauten war zweifellos im gesamten Mittelalter die massive Steinbauweise, soweit sie sich einigermaßen verwirklichen hat lassen. Lediglich wirtschaftliche Zwänge oder die enorme Notsituation durch die Ungarneinfälle haben preiswerte und schnell zu errichtende Verteidigungsbauten umfassend begünstigt. Reine Wohn- und Wirtschaftsgebäude wären aus Gründen der Wärme-Isolation in jedem Fall getrennt zu betrachten, hier ist eine Holz- oder Fachwerkbauweise für den Bauherren immer attraktiv gewesen. --Hagenau (Diskussion) 11:44, 4. Dez. 2015 (CET)

  • Hallo Hagenau, Danke für diese umfassenden und interessanten Informationen. Leider gibt es ja von diesem Sitz meines Wissens nach bisher keinerlei schriftliche Beschreibungen, Bodenfunde oder Hinweise irgendwelcher Art, um Rückschlüsse auf die Bauweise machen zu können. Dadurch hatte ich natürlich automatisch an eine befestigte "Holzbauweise" gedacht. Wie Du aber schreibst, gab es früher oft steinerne Fundamente, Mischbauformen oder gar einen steinernen Wohnturm. Wahrscheinlich sollte man die Beschreibung des Stammsitzes der Hagenauer bei Schrobenhausen anders formulieren als: "eine verstärkte und wahrscheinlich "hölzerne" Feste"... Irgendwelche Vorschläge? meint Wolfgang (Diskussion) 15:09, 4. Dez. 2015 (CET)
    • Vielen Dank! Die Formulierung ist an sich schon zutreffend, da zumindest ein Teil der Anlage aus Holz errichtet worden sein dürfte - gut denkbar wäre ein Stein-Erde-Wall mit Holzaufbauten aus großen Balken, und stabiles, lehmverputztes Fachwerk auf Steinsockeln für die Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Glatte und flache bzw. gesägte Bretter, wie sie bei Rekonstruktionsversuchen mancher Anlagen auftauchen, sind unwahrscheinlich, massive Balken und robuste Fachwerkkonstruktionen aufgrund des Holzreichtums des Forstes dagegen sehr plausibel. Die geologisch verfügbaren Baumaterialien vor Ort wären auch passend... Der Boden direkt im heutigen Weiler Högenau ist sehr sandig, es gibt in der Umgebung Lehm, Flußschotter und Geschiebe-Geröll. Es ließe sich an verschiedene Bauformen und Bauweisen denken, eine reine Stein-Mörtel-Bauweise ist unwahrscheinlich. Andererseits kann man ein "Festes Haus" aus Stein auch für diese Zeit nicht völlig ausschließen und die (Wohn-)Turmbauweise ist bei so einer Anlage ein zentraler Punkt. Zu allem Überfluß stehen in der weiteren Umgebung, in Richtung Königslachen und Edelshausen, alte Steingebäude, was für ein "Recycling" der Baumaterialien einer Burganlage aus Stein sprechen kann. Mein Eindruck ist, daß der alte Weiler Hagenau/ Högenau in einem engen Bezug zu Königslachen steht und Baumaterialien mindestens in diese Richtung abtransportiert worden sein könnten, wobei ich bisher keine Fakten über die Ortsgeschichte und Eigentumsverhältnisse erhalten konnte. Der Abbruch einer steinernen Burg hätte in jedem Fall in einer viel späteren Ausbaustufe stattgefunden, so daß direkte Rückschlüsse nicht möglich sind. Bis sich Genaueres in Erfahrung bringen läßt, schlage ich eine Formulierung vor wie: "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und Holzbalken errichtete und verstärkte Feste" bzw. in Langfassung "eine wahrscheinlich mit Steinen, Lehm und massiven Holzbalken, vermutlich in teilweiser Fachwerkbauweise errichtete, für die Umstände der Zeit zweckmäßig befestigte Burganlage". Ob das historisch stimmt ist unklar, aber eine gute Plausibilität hätte es. --Hagenau (Diskussion) 17:11, 4. Dez. 2015 (CET)
    • Hallo Hagenau, danke sehr für die info. Ich werde deine Beschreibung in den Text einbauen. Ist ein wirklich interessantes Thema. LG Wolfgang (Diskussion) 11:41, 5. Dez. 2015 (CET)

Hinweis auf SALZBURGWIKI-Stammtisch

Es gibt wieder einen SALZBURGWIKI-Stammtisch. Details und Anmeldung unter: SALZBURGWIKI-Stammtisch 20. Juli 2021

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Peter (--Peter (Diskussion) 10:36, 5. Jul. 2021 (CET))