Rotfuchs: Unterschied zwischen den Versionen
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Er ernährt sich vorwiegend von Mäusen, jagt aber auch [[Feldhase|Hasen]] und [[Murmeltier]]e und frisst bodenbrütende Vögel und Reptilien. Auch Aas, Beeren und Obst stehen auf seinem Speiseplan. Ist die Beute so reichlich, dass er sie nicht in einem vertilgen kann, vergräbt der Rotfuchs den Rest bis auf Weiteres. | Er ernährt sich vorwiegend von Mäusen, jagt aber auch [[Feldhase|Hasen]] und [[Murmeltier]]e und frisst bodenbrütende Vögel und Reptilien. Auch Aas, Beeren und Obst stehen auf seinem Speiseplan. Ist die Beute so reichlich, dass er sie nicht in einem vertilgen kann, vergräbt der Rotfuchs den Rest bis auf Weiteres. | ||
Bewegungsmäßig ist der Fuchs ein sportlicher Allrounder. Er ist ein guter Schwimmer, kann klettern und bis zu 50 kmh schnell laufen. Beim Mäusefang gelingen ihm Sprünge bis zu fünf Meter. Sein buschiger Schwanz dient ihm dabei – waagrecht ausgestreckt – als Steuerorgan. Seine normale Fortbewegungsweise wird als | Bewegungsmäßig ist der Fuchs ein sportlicher Allrounder. Er ist ein guter Schwimmer, kann klettern und bis zu 50 kmh schnell laufen. Beim Mäusefang gelingen ihm Sprünge bis zu fünf Meter. Sein buschiger Schwanz dient ihm dabei – waagrecht ausgestreckt – als Steuerorgan. Seine normale Fortbewegungsweise wird als "Schnüren" bezeichnet und meint seinen über längere Strecken erfolgenden Trab. | ||
==Lebensraum und Fortpflanzung== | ==Lebensraum und Fortpflanzung== | ||
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==Verbreitung== | ==Verbreitung== | ||
Der Rotfuchs ist im ganzen Bundesland verbreitet und bewohnt in Gebirgslagen Höhen bis zu 2.600 m. Daher ist er in allen Großlandschaften bis weit über die Waldgrenze hinauf anzutreffen. Ein wanderndes Tier wurde einmal am [[Rauriser Sonnblick]] in 3.106 m Seehöhe beobachtet. | Der Rotfuchs ist im ganzen Bundesland verbreitet und bewohnt in Gebirgslagen Höhen bis zu 2.600 m. Daher ist er in allen Großlandschaften bis weit über die Waldgrenze hinauf anzutreffen. Ein wanderndes Tier wurde auch schon einmal am [[Rauriser Sonnblick]] in 3.106 m Seehöhe beobachtet. | ||
==Fuchs und Mensch== | ==Fuchs und Mensch== | ||
Der Fuchs gilt als schlau, aber auch als notorischer Hühnerdieb, der auch in ungenügend geschützte Hühnerställe einbrechen kann. In alten bildlichen Darstellungen werden Rotfüchse gerne mit einem Huhn im Maul gezeigt. Auch Tollwut und Fuchs werden gedanklich meist miteinander verbunden, da der Fuchs landläufig als Hauptüberträger dieser im Falle der Nichtbehandlung tödlichen Krankheit gilt. Auch wegen des Fuchsbandwurmes besteht eine gewisse Angst vor dem Rotfuchs. Tatsache ist aber, dass weltweit die meisten Tollwutinfektionen beim Menschen durch Hunde erfolgen. Wildlebende Säugetiere wie der [[Goldschakal]], der Waschbär oder der Rotfuchs sind nur selten die Überträger der Tollwut. Hierzulande gilt die Tollwut aufgrund von wirkungsvollen Impfaktionen durch Feldimmunisierung mittels Köder als ausgerottet. | Der Fuchs gilt als schlau, aber auch als notorischer Hühnerdieb, der auch in ungenügend geschützte Hühnerställe einbrechen kann. In alten bildlichen Darstellungen werden Rotfüchse gerne mit einem Huhn im Maul gezeigt. Auch Tollwut und Fuchs werden gedanklich meist miteinander verbunden, da der Fuchs landläufig als Hauptüberträger dieser im Falle der Nichtbehandlung tödlichen Krankheit gilt. Auch wegen des Fuchsbandwurmes besteht eine gewisse Angst vor dem Rotfuchs. Tatsache ist aber, dass weltweit die meisten Tollwutinfektionen beim Menschen durch Hunde erfolgen. Wildlebende Säugetiere wie der [[Goldschakal]], der Waschbär oder der Rotfuchs sind nur selten die Überträger der Tollwut. Hierzulande gilt die Tollwut aufgrund von wirkungsvollen Impfaktionen durch Feldimmunisierung mittels Köder als ausgerottet. | ||
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*[[Eberhard Stüber]], Robert Lindner, [[Maria Jerabek]], Die Säugetiere Salzburgs. Salzburger Natur-Monographien – Band 2, Verlag [[Haus der Natur]], Salzburg 2014, S. 180-182. | *[[Eberhard Stüber]], Robert Lindner, [[Maria Jerabek]], Die Säugetiere Salzburgs. Salzburger Natur-Monographien – Band 2, Verlag [[Haus der Natur]], Salzburg 2014, S. 180-182. | ||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||
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[[Kategorie:Biologie]] | [[Kategorie:Biologie]] | ||
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[[Kategorie: | [[Kategorie:Säugetiere]] | ||
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[[Kategorie:Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Hohe Tauern]] | ||
[[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] | ||