VEGA Sternwarte Haus der Natur: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''VEGA Sternwarte Haus der Natur''' in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Nußdorf am Haunsberg]] am [[Haunsberg]] ersetzt die ältere [[Sternwarte Voggenberg]].
  
 
== 2017: Die Astronomische Arbeitsgruppe siedelt vom Voggenberg auf den Haunsberg ==
 
== 2017: Die Astronomische Arbeitsgruppe siedelt vom Voggenberg auf den Haunsberg ==
Es war nur eine Randbemerkung in einem [[SN]]-Artikel über die partielle [[Sonnenfinsternis]]. Dennoch brachte sie die Initialzündung für die neue Sternwarte, die ab Frühjahr 2017 auf dem Haunsberg errichtet werden soll. Damals erwähnte [[Helmut Windhager]], Leiter der Arbeitsgruppe für Astronomie am [[Haus der Natur]], dass man einen Sponsor für eine neue Sternwarte suche. Tatsächlich habe sich daraufhin jemand gemeldet, sagt Windhager.
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Es war nur eine Randbemerkung in einem [[SN]]-Artikel über die partielle [[Sonnenfinsternis]]. Dennoch brachte sie die Initialzündung für die neue Sternwarte, die ab Frühjahr 2017 auf dem Haunsberg errichtet wurde. Damals erwähnte [[Helmut Windhager]], Leiter der Arbeitsgruppe für Astronomie am [[Haus der Natur]], dass man einen Sponsor für eine neue Sternwarte suche. Tatsächlich habe sich daraufhin jemand gemeldet, sagte Windhager.
  
== Projekt kostet 2,5 Millionen Euro ==
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Als Hauptsponsor unterstützte die Logistik-Firma VEGA den Bau der Sternwarte nicht nur mit einem namhaften Betrag, sondern beteiligte sich auch an Gestaltung und Umsetzung. Geschäftsführer Franz Blum konnte dazu das Architekturbüro berger.hofmann und die Baugesellschaft Ebster Bau gewinnen. Alle spendeten Eigenleistungen. Weiters beteiligten sich auch [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]], [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die drei Nachbargemeinden [[Nußdorf am Haunsberg]], [[Obertrum am See]] und [[Anthering]], ebenso wie die oberösterreichische Firma ASA (Astro Systeme Austria), die [[Salzburg AG]] und zahlreiche private Spender im Rahmen einer Bausteinaktion.
2,5 Millionen Euro werden nun investiert, um das Gebäude samt technischer Innereien zu errichten. Die Hälfte kommt von besagtem Sponsor, die andere Hälfte Steuern [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]], [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die drei Nachbargemeinden [[Nußdorf am Haunsberg]], [[Obertrum am See]] und [[Anthering]] sowie die [[Salzburg AG]] hinzu. Eröffnet werden soll das Gebäude im Frühjahr 2018.
 
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Neues Teleskop kommt aus Österreich ==
 
Kernstück der Sternwarte sind zwei Kuppeln, von denen eine ein neues Teleskop beherbergen wird. Das Fernrohr allein wird etwa 250.000 Euro kosten. Es stammt von einem Linzer Hersteller. Es soll einen Durchmesser von 80 Zentimetern und eine Brennweite von 5,4 Metern haben.
 
  
== Öffnung für das Publikum ==
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2,5 Millionen Euro wurden investiert, um das Gebäude samt technischer Innereien zu errichten. Finanziert wurde sie zu fast 70 Prozent von privaten Sponsoren und Spendern, gut 30 Prozent kamen aus öffentlichen Mitteln.  
Die neue Sternwarte soll nicht nur für die Astronomischen Experten, sondern vor allem für das Publikum da sein. Im Erdgeschoss befindet sich ein Veranstaltungssaal für maximal 150 Besucher, dort sollen die Bilder des Teleskopes auch auf eine Leinwand übertragen werden können.
 
  
== Quelle ==
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Die Sternwarte wurde auf einem Grundstück der Familie [[Mayr-Melnhof]] auf dem Haunsberg errichtet. Die Großspende zur Errichtung der neuen Sternwarte stammt vom Flachgauer Unternehmerehepaar Elisabeth und Franz Blum. Sie kamen für die Hälfte der Errichtungskosten auf.
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Eröffnet wurde das Gebäude offiziell am [[9. August]] [[2018]], ein ''Tag der offenen Tür'' fand am Samstag, den [[11. August]] 2018 statt.
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== Technik ==
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Die Sternwarte verfügt über zwei unterschiedliche Kuppeln und zwei ASA-Teleskope. Die Teleskope alleine kosteten etwa 250.000 Euro und stammten von einem Linzer Hersteller.
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Das größere Teleskop ist ein ''Ritchey-Chrétien-Cassegrain''-Teleskop (kurz RC-Teleskop) und hat einen Spiegeldurchmesser von 1 000 Millimetern. Auch das ''Hubble Space Telescope'' oder das ''Very Large Telescope'' des Paranal-Observatoriums in Chile sind Teleskope dieser Bauart. Die Brennweite beträgt 7nbsp;000 Millimeter. Daraus ergibt sich eine bis zu tausendfache Vergrößerung, man könnte beispielsweise die Astronauten sehen, die gerade aus der Internationalen Raumstation ISS aussteigen.
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Das kleinere Teleskop ermöglicht immerhin 300-fache Vergrößerungen. Es wird für die Erforschung und Fotografie näherliegender Himmelskörper genutzt. Hersteller ASA ist die einzige Firma weltweit, die sämtliche Komponenten der "Riesen-Fernrohre" selber herstellt: Entwicklung von Hardware, Software, Steuerungs-Elektronik und sogar das Schleifen der Spiegel alles "made in Austria".
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== Eine Sternwarte für alle ==
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Das Astrolabor wird für wissenschaftliche Arbeiten genutzt. Es bietet bis zu 20 Arbeitsplätze. Im Veranstaltungssaal finden bis zu 150 Personen Platz. Eine Besonderheit der audiovisuellen Anlage ist die Möglichkeit, Bilder der Teleskope direkt auf die große Leinwand im Saal zu übertragen. Zwei Tage pro Woche sind allein für die Öffentlichkeit reserviert: Jeden Montag- und Dienstagabend gibt es Führungen. Einen Schwerpunkt bildet auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ein Praktikum für Studierende in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg ist gerade in Vorbereitung.
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Die Sternwarte ist auch für Firmen und verschiedenste Institutionen offen, die mit Bezugnahme auf die Sternwarte, die Astronomie und die Weltraumforschung diverse Feiern, Produktpräsentationen und Empfänge abhalten können. Ziel ist es mit Hilfe des Veranstaltungsbetriebes die Betriebskosten der Sternwarte soweit als möglich abzudecken. [[Choros Concept GmbH]] ist Partner des Hauses der Natur für den Betrieb der Sternwarte als ''[[Event]]location''.
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== Adresse ==
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==Bildergalerie==
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Datei:Neue Haunsbergansicht mit der Sternwartekuppel.jpg|Ansicht des Haunsbergs 2018 mit den Sternwartekuppeln
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Datei:Haunsberg-Sternwarte mit Michaelbeuern im Hintergrund.jpg|Haunsberg-Sternwarte mit Michaelbeuern im Hintergrund
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Datei:Rohbau der Sternwarte mit Schautafel, Nordansicht.jpg| Rohbau der Sternwarte mit Schautafel, Nordansicht
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Datei:Sternwarte Montage-Kuppel24051801(1).jpg| Sternwarte am Haunsberg, Montage der Kuppe im Mai 2018
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=== weitere Bilder ===
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{{Bildkat|Sternwarte Haunsberg}}
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== Weblink ==
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* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.924186&mlon=13.007480#map=17/47.924186/13.007480&layers=N openstreetmap.org]
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== Quellen==
 
* {{Quelle SN|21. Dezember 2016}}
 
* {{Quelle SN|21. Dezember 2016}}
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* ORF-Bericht 15. November 2017
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* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/millionenspende-fuer-neue-sternwarte-unternehmer-hat-ein-herz-fuer-die-sterne-20535208 SN-Bericht am 16.11.2017]
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* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=60284 9. August 2018]
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{{homepage|https://www.hausdernatur.at/de/sternwarte.html}}
  
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
[[Kategorie:Flachgau]]
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[[Kategorie:Nußdorf am Haunsberg]]
 
[[Kategorie:Forschung]]
 
[[Kategorie:Forschung]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
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[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
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[[Kategorie:Astronomie]]

Aktuelle Version vom 8. November 2025, 21:19 Uhr

Sternwarte Haunsberg
Eingang bei der Vega-Sternwarte am Haunsberg
Sternwarte Haunsberg
Blick auf eines der beiden ASA-Teleskope

Die VEGA Sternwarte Haus der Natur in der Flachgauer Gemeinde Nußdorf am Haunsberg am Haunsberg ersetzt die ältere Sternwarte Voggenberg.

2017: Die Astronomische Arbeitsgruppe siedelt vom Voggenberg auf den Haunsberg

Es war nur eine Randbemerkung in einem SN-Artikel über die partielle Sonnenfinsternis. Dennoch brachte sie die Initialzündung für die neue Sternwarte, die ab Frühjahr 2017 auf dem Haunsberg errichtet wurde. Damals erwähnte Helmut Windhager, Leiter der Arbeitsgruppe für Astronomie am Haus der Natur, dass man einen Sponsor für eine neue Sternwarte suche. Tatsächlich habe sich daraufhin jemand gemeldet, sagte Windhager.

Als Hauptsponsor unterstützte die Logistik-Firma VEGA den Bau der Sternwarte nicht nur mit einem namhaften Betrag, sondern beteiligte sich auch an Gestaltung und Umsetzung. Geschäftsführer Franz Blum konnte dazu das Architekturbüro berger.hofmann und die Baugesellschaft Ebster Bau gewinnen. Alle spendeten Eigenleistungen. Weiters beteiligten sich auch Land, Stadt Salzburg, die drei Nachbargemeinden Nußdorf am Haunsberg, Obertrum am See und Anthering, ebenso wie die oberösterreichische Firma ASA (Astro Systeme Austria), die Salzburg AG und zahlreiche private Spender im Rahmen einer Bausteinaktion.

2,5 Millionen Euro wurden investiert, um das Gebäude samt technischer Innereien zu errichten. Finanziert wurde sie zu fast 70 Prozent von privaten Sponsoren und Spendern, gut 30 Prozent kamen aus öffentlichen Mitteln.

Die Sternwarte wurde auf einem Grundstück der Familie Mayr-Melnhof auf dem Haunsberg errichtet. Die Großspende zur Errichtung der neuen Sternwarte stammt vom Flachgauer Unternehmerehepaar Elisabeth und Franz Blum. Sie kamen für die Hälfte der Errichtungskosten auf.

Eröffnet wurde das Gebäude offiziell am 9. August 2018, ein Tag der offenen Tür fand am Samstag, den 11. August 2018 statt.

Technik

Die Sternwarte verfügt über zwei unterschiedliche Kuppeln und zwei ASA-Teleskope. Die Teleskope alleine kosteten etwa 250.000 Euro und stammten von einem Linzer Hersteller.

Das größere Teleskop ist ein Ritchey-Chrétien-Cassegrain-Teleskop (kurz RC-Teleskop) und hat einen Spiegeldurchmesser von 1 000 Millimetern. Auch das Hubble Space Telescope oder das Very Large Telescope des Paranal-Observatoriums in Chile sind Teleskope dieser Bauart. Die Brennweite beträgt 7nbsp;000 Millimeter. Daraus ergibt sich eine bis zu tausendfache Vergrößerung, man könnte beispielsweise die Astronauten sehen, die gerade aus der Internationalen Raumstation ISS aussteigen.

Das kleinere Teleskop ermöglicht immerhin 300-fache Vergrößerungen. Es wird für die Erforschung und Fotografie näherliegender Himmelskörper genutzt. Hersteller ASA ist die einzige Firma weltweit, die sämtliche Komponenten der "Riesen-Fernrohre" selber herstellt: Entwicklung von Hardware, Software, Steuerungs-Elektronik und sogar das Schleifen der Spiegel alles "made in Austria".

Eine Sternwarte für alle

Das Astrolabor wird für wissenschaftliche Arbeiten genutzt. Es bietet bis zu 20 Arbeitsplätze. Im Veranstaltungssaal finden bis zu 150 Personen Platz. Eine Besonderheit der audiovisuellen Anlage ist die Möglichkeit, Bilder der Teleskope direkt auf die große Leinwand im Saal zu übertragen. Zwei Tage pro Woche sind allein für die Öffentlichkeit reserviert: Jeden Montag- und Dienstagabend gibt es Führungen. Einen Schwerpunkt bildet auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ein Praktikum für Studierende in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg ist gerade in Vorbereitung.

Die Sternwarte ist auch für Firmen und verschiedenste Institutionen offen, die mit Bezugnahme auf die Sternwarte, die Astronomie und die Weltraumforschung diverse Feiern, Produktpräsentationen und Empfänge abhalten können. Ziel ist es mit Hilfe des Veranstaltungsbetriebes die Betriebskosten der Sternwarte soweit als möglich abzudecken. Choros Concept GmbH ist Partner des Hauses der Natur für den Betrieb der Sternwarte als Eventlocation.

Adresse

Hochberg 3
5162 Obertrum am See (postalische Anschrift)
Telefon: (0676) 4 67 69 90

Bildergalerie

weitere Bilder

  VEGA Sternwarte Haus der Natur – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

Quellen