Bürgermusik Saalfelden: Unterschied zwischen den Versionen
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Erstmals erwähnt wird der Vorläufer der Bürgermusik Saalfelden, eine 19-Mann-Musiziergruppe mit Blas- und Saiteninstrumenten, am [[31. März]] [[1841]]. Offiziell wurde die Bürgermusik jedoch im Jahre [[1872]] gegründet. Ab diesem Jahr sind durchgehend Aufzeichnungen dokumentiert. | Erstmals erwähnt wird der Vorläufer der Bürgermusik Saalfelden, eine 19-Mann-Musiziergruppe mit Blas- und Saiteninstrumenten, am [[31. März]] [[1841]]. Offiziell wurde die Bürgermusik jedoch im Jahre [[1872]] gegründet. Ab diesem Jahr sind durchgehend Aufzeichnungen dokumentiert. | ||
Im Jahre [[1886]] vereinigten sich die die Veteranenmusik und die | Im Jahre [[1886]] vereinigten sich die die Veteranenmusik und die [[1874]] von Oberlehrer [[Franz Müller (Oberlehrer)|Franz Müller]] gegründete Bürgermusik zur vereinigten Bürgermusik Saalfelden. Nur fünf Jahre später konnte die Bürgermusik Saalfelden eine 40-Mann-starke Blasmusik verzeichnen, was für die damalige Zeit einen stolzen Klangkörper darstellte. Doch leider brach dann der [[Erster Weltkrieg|1. Weltkrieg]] aus, viele Musikanten wurden eingezogen, einige kehrten nicht mehr heim, das Musizieren wurde fast unmöglich. | ||
Das 50-jährige Bestehen der Kapelle wurd im Jahr [[1922]] mit einem großartigen Fest begangen. Nach kurzem wirtschaftlichem Zwischenhoch folgte die dunkle Vorzeit des [[Zweiter Weltkrieg|2. Weltkrieges]]. Kaum löste sich Österreich ins Deutsche Reich auf, wurde die Bürgermusik wie viele Kapellen für politische Zwecke missbraucht. Obwohl ab [[1939]] der Zweite Weltkrieg tobte und dazu viele Musiker eingezogen wurden, von denen einige nicht mehr heim kamen, blieb die Bürgermusik durch großen Einsatz, vor allem von Kapellmeister Brandstätter, spielfähig. | Das 50-jährige Bestehen der Kapelle wurd im Jahr [[1922]] mit einem großartigen Fest begangen. Nach kurzem wirtschaftlichem Zwischenhoch folgte die dunkle Vorzeit des [[Zweiter Weltkrieg|2. Weltkrieges]]. Kaum löste sich Österreich ins Deutsche Reich auf, wurde die Bürgermusik wie viele Kapellen für politische Zwecke missbraucht. Obwohl ab [[1939]] der Zweite Weltkrieg tobte und dazu viele Musiker eingezogen wurden, von denen einige nicht mehr heim kamen, blieb die Bürgermusik durch großen Einsatz, vor allem von Kapellmeister Brandstätter, spielfähig. | ||
Im Jahre [[1947]] übernahm [[Leo Ertl]] den Dirigentenstab, trotz großer Not ging es auch mit der Kapelle wieder bergauf. Im Jahre [[1952]] üebrgab Leo Ertl die Leitung der Bürgermusik Saalfelden an Ing. [[Gottfried Plohovich]]. Mit Kapellmeister Plohovich erlebte die Kapelle im Jahre [[1962]] bei einem bundesweiten Blasmusikwettbewerb einen musikalischen Höhepunkt ihrer Geschichte. | Im Jahre [[1947]] übernahm [[Leo Ertl]] den Dirigentenstab, trotz großer Not ging es auch mit der Kapelle wieder bergauf. Im Jahre [[1952]] üebrgab Leo Ertl die Leitung der Bürgermusik Saalfelden an Ing. [[Gottfried Plohovich senior|Gottfried Plohovich]]. Mit Kapellmeister Plohovich erlebte die Kapelle im Jahre [[1962]] bei einem bundesweiten Blasmusikwettbewerb einen musikalischen Höhepunkt ihrer Geschichte. | ||
Nach zehn Jahren legte Plohovich den Taktstock nieder, in den folgenden 60er Jahren übernahmen mehrere Kapellmeister für kurze Zeit die musikalische Leitung, bis dann [[1969]] die Ära Herzog begann. Unter seiner Leitung wuchs die Bürgermusik durch intensive Nachwuchsarbeit zu einem starken Klangkörper. Ein bemerkenswerter Auftritt für viele sei hier erwähnt: Im Jahre [[1995]] trat die Kapelle bei einer Marschmusikwertung in Stufe E an und konnte einen ausgezeichneten Erfolg ergattern. | Nach zehn Jahren legte Plohovich den Taktstock nieder, in den folgenden 60er Jahren übernahmen mehrere Kapellmeister für kurze Zeit die musikalische Leitung, bis dann [[1969]] die Ära Herzog begann. Unter seiner Leitung wuchs die Bürgermusik durch intensive Nachwuchsarbeit zu einem starken Klangkörper. Ein bemerkenswerter Auftritt für viele sei hier erwähnt: Im Jahre [[1995]] trat die Kapelle bei einer Marschmusikwertung in Stufe E an und konnte einen ausgezeichneten Erfolg ergattern. | ||
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Hans Herzog beendete [[2001]] nach über 30 Jahren seine Tätigkeit als Kapellmeister. Seit [[2006]] ist Hannes Kupfner der musikalische Leiter der Bürgermusik Saalfelden. | Hans Herzog beendete [[2001]] nach über 30 Jahren seine Tätigkeit als Kapellmeister. Seit [[2006]] ist Hannes Kupfner der musikalische Leiter der Bürgermusik Saalfelden. | ||
== Kapellmeister == | === Kapellmeister der Veteranenmusik === | ||
* Johann Pfeffer | * [[1872]]–1881: Johann Pfeffer, Schuhmachermeister | ||
* Friedrich Oisternigg | * [[1881]]–1884: Friedrich Oisternigg, Ökonom | ||
* Helmut Weissbacher ( | * [[1884]]–1885: Helmut Weissbacher | ||
* Johann Trigler ( | * [[1886]]–1888: Friedrich Oisternigg (erneut) | ||
* [[Eduard Wurzinger]] | * [[1888]]–1901: Johann Trigler | ||
* [[Albert Oisternigg]] | |||
* [[Karl Obisch]] | === Kapellmeister der Bürgermusik === | ||
* Florian Pfannhauser | * [[1874]]–1884: [[Franz Müller (Oberlehrer)|Franz Müller]], Oberlehrer der [[Volksschule Saalfelden I|Volksschule Saalfelden]] | ||
* Christian Brandstätter | * [[1884]]–1919: [[Eduard Wurzinger]], Kapellmeister der Bürgermusik, seit 1901 der "vereinigten Bürgermusik", Organist und Chorleiter... | ||
* [[Leo Ertl]] | * [[1919]]–1926: [[Albert Oisternigg]] | ||
* [[Gottfried Plohovich]] | * [[1926]]–1935: [[Karl Obisch]], auch Kapellmeister der [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]]-Kapelle | ||
* Hans Hirschbichler | * [[1935]]–1936: Florian Pfannhauser, Bauer am Wiesinggut | ||
* [[Josef Seidl]] | * [[1936]]–1947: Christian Brandstätter, Schulwart | ||
* [[Hans Herzog]] | * [[1947]]–1952: [[Leo Ertl]], [[Liste der Salzburger Militärkapellmeister|Salzburger Militärkapellmeister]], Österreichischer Bundeskapellmeister, ... | ||
* Jürgen Blauensteiner | * [[1952]]–1962: [[Gottfried Plohovich senior|Gottfried Plohovich]], Organist und Lehrer an der [[Musikum Saalfelden|Musikschule Saalfelden]], Komponist und Arrangeur | ||
* [[Hannes Kupfner]] (seit | * [[1962]]–1965: Hans Hirschbichler, Herzogbauernsohn aus Saalfelden | ||
* [[1965]]–1969: [[Josef Seidl (Saalfelden)|Josef Seidl]], Mitglied des [[Mozarteumorchester]]s, Musiklehrer am [[Musikum Salzburg|Salzburger Musikschulwerk]], Landeskapellmeister-Stellvertreter von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] | |||
* [[1969]]–2001: [[Hans Herzog]], Bezirksstabführer und Bezirkskapellmeisterstellvertreter des Pinzgaues | |||
* [[2002]]–2005: Jürgen Blauensteiner, Unteroffizier bei der [[Militärmusik Salzburg]] | |||
* [[2006]]–2016: [[Hannes Kupfner]], Musiker | |||
* [[2017]]–2018: [[Peter Schwaiger (Lehrer)|Peter Schwaiger]], Pädagoge und ehemaliger Bezirkskapellmesiter des Pinzgaus | |||
* seit [[2018]]: [[Wolfgang Schwabl]], Musiker | |||
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[[Kategorie:Kultur]] | [[Kategorie:Kultur]] | ||
[[Kategorie:Kunst]] | [[Kategorie:Kunst]] | ||
[[Kategorie:Musik]] | [[Kategorie:Musik]] | ||
[[Kategorie:Blasmusik]] | [[Kategorie:Blasmusik]] | ||
[[Kategorie:Trachtenmusikkapelle]] | [[Kategorie:Trachtenmusikkapelle]] | ||
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[[Kategorie:Verein]] | [[Kategorie:Verein]] | ||
[[Kategorie:Musikverein]] | [[Kategorie:Musikverein]] | ||