Stadttore in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Linzertor, Erinnerungstafel.jpg|thumb|Erinnerungstafel an das frühere Linzertor an der Kreuzung Linzer Gasse und Wolf-Dietrich-Straße]]
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[[Datei:Linzertor, Erinnerungstafel.jpg|thumb|Erinnerungstafel an das Innere Linzertor an der Kreuzung Linzer Gasse und Wolf-Dietrich-Straße]]
Von den zahlreichen '''Stadtoren in Salzburg''' sind noch einige erhalten geblieben.
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Von den zahlreichen '''Stadtoren in Salzburg''' sind noch einige wenige erhalten geblieben. Die Tore des Mittelalters waren 1620 meist veraltet und wurden unter Paris Lodron artilleriegerecht neu erbaut. Der Großteil dieser Tore fiel nach 1860 dem Verkehr zum Opfer.
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== Einleitung ==
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Stadttore hatten in früheren Zeiten wichtige Aufgaben. Hier wurde überprüft, wer in die Stadt und wer sie verließ. Die Tore wurden während der Nacht in der Regel verschlossen. Wollte jemand nach der Schließzeit in die Stadt, so musste er entweder bis zum nächsten Morgen warten oder wurde jedenfalls nur gegen Bezahlung eines Torgeldes eingelassen. Auch wurden hier [[Steuern und Abgaben|Zölle]] von durchreisenden Händlern erheben (Weggelder). In Kriegszeiten waren die Stadttore wichtige Teile der [[Stadtbefestigung]]. Alle Stadttoren waren in der Regel rund um die Uhr von Wächtern bewacht. Über den Toren befanden sich in der Regel die zugehörigen Wächterwohnungen.
  
==Allgemeines==
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Vielfach wurde im Spät[[mittelalter]] und in der frühen [[Neuzeit]] (2. und 3. Stadtbefestigung) vor allem auf den [[Salzburger Stadtberge|Stadtbergen]] zwischen einem äußeren und dem inneren Stadttor und den zugehörigen [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauern]] Freiräume angelegt, die der Verteidigung dienten und die Stadtmauern verstärkten. Siehe Beitrag  [[Zwinger in der Stadt Salzburg]].  
Stadttore hatten in früheren Zeiten wichtige Funktionen. Man konnte genau kontrollieren, wer in die Stadt wollte oder sie verließ. Diese Tore wurden während der Nacht verschlossen und kam jemand nach der Schließzeit, so musste er entweder bis zum nächsten Morgen warten oder wurde gegen Bezahlung eines Torgeldes, eine Art Strafsteuer, eingelassen.  
 
  
Auch konnte man so einfach [[Steuern und Abgaben|Zölle]] von durchreisenden Händlern erheben. Und in Kriegszeiten dienten manche von ihnen auch als Teil der [[Stadtbefestigungen|Stadtbefestigung]].  
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Oberhalb von Stadttoren oder an sonst wichtigen Stellen wurden auf den Stadtbergen eigene vorragende hochgelegene Wehrbauwerke, die Kavalliere. Siehe Beitrag
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[[Kavallier-Bauten in der Stadt Salzburg]].
  
Alle Stadttoren waren rund um die Uhr von Wächtern oder Wärtern bewohnt. Noch heute kann man bei manchen Toren deren "Wohnungen" über den Toren sehen.
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== Tore um 1000, vor der ersten starken Stadtbefestigung ==
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Über die Tore der frühen Bischofsstadt Salzburg um das und nach dem Jahr 1000 ist wenig bekannt. Bekannt ist heute nur mehr ein einziges Tor dieser Stadt:
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* Die [[Pforte]] im Bereich des heutigen [[Waagplatz]]es als Haupttor der ältesten [[Bischofsburg in Salzburg|Bischofsburg]].
  
==Die Tore==
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== Tore der Ersten Stadtbefestigung um 1280 ==
===Im Altstadtbereich===
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=== Linke Altstadt ===
* [[Bärengässchentor]] im [[Bärengässchen]]
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* Westertor, später [[Schleifertor]] genannt
* die ''Gstättentore'':
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* Niederlegtor, auch [[Niederes Tränktor]] genannt
** ''innere Gstättentor'', das [[Gstättentor|Schleifertor]]  
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* [[Brückentor]], deren es vier im Verlauf der Jahrhunderte im Bereich der [[Altstadt]] gegeben hatte
** ''äußere Gstättentor'', das [[Klausentor]]
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* [[Kumpfmühltor]]
* [[Hagenauertor]], auch ''[[Löchlbogen]]'' genannt, war ein altes Tränktor vom [[Hagenauerplatz]] hinunter zum heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]]
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* Nonntaltor, dessen Lage vermutlich im Süden der [[Kaigasse]] und dessen Aussehen weitgehend unbekannt ist.
  
* [[Klampferertor]] in der Verlängerung des [[Alter Markt|Alten Marktes]] zur Salzburg
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=== Rechte Altstadt ===
* [[Laufener Tor]], auch ''Lieferinger-'' oder ''Schergentor'' genannt, am Beginn der [[Gaswerkgasse]], [[1962]] abgerissen
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* [[Kotbrücktor]]
* [[Michaelstor]] am [[Mozartplatz]] zur [[Salzach]]
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* Ostertor (später [[Inneres Ostertor]]),
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* seit dem Jahr 1373 Äußeres Ostertor, später [[Inneres Linzertor]]
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* St. Andreas Tor, weil nahe der [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|alten St.-Andrä-Kirche]] gelegen, später [[Sauterbogen]] genannt,
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* [[Lederertor]]
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* das erste der beiden [[Steintor]]e, das [[Inneres Steintor|Innere Steintor]]
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=== Tore auf dem Nonnberg=== 
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* [[Äußeres Nonnbergtor]]
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=== Tore auf dem Mönchsberg===
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* Tor in der [[Bürgerwehr]] auf dem [[Mönchsberg]] (Bauzeit im Hoch[[mittelalter]] fraglich)
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* die beiden Stadttore des Schartenzwingers ([[Mönchsbergscharte]]) beim [[Roter Turm|Roten Turm]] auf den Mönchsberg (Bauzeit im Mittelalter fraglich)
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* Stadttor des [[Bertoldsturm]]es (Jakobiturmes) im Bertoldszwinger (= Unterer Zwinger der heutigen [[Richterhöhe]])
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=== Tor auf dem Kapuzinerberg=== 
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* Tor beim [[Trompeterschlössl]]
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== Die mittelalterlichen Vorstadttore von Mülln ==
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* [[Laufener Tor]], auch ''Lieferinger-'' oder ''Schergentor'' genannt, am Beginn der [[Gaswerkgasse]],  
 
* [[Müllegger Tor]], auch ''Reichenhaller'' oder ''Grimmingtor'' genannt, im heutigen [[Landeskrankenhaus|Salzburger Landeskrankenhaus]]
 
* [[Müllegger Tor]], auch ''Reichenhaller'' oder ''Grimmingtor'' genannt, im heutigen [[Landeskrankenhaus|Salzburger Landeskrankenhaus]]
* [[Salzachtor im Salzachgässchen]] in [[Mülln]]
+
* [[Salzachtor]] im [[Salzachgässchen]]
* [[Kumpfmühlentor]], heute [[Pfeifergasse]] Nr.11
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* Bärengässchentor im [[Bärengässchen]], über das allerdings kaum etwas näheres bekannt ist
* die ''Schanzltore'', auch ''Nonntaler Tore'' genannt, bei der [[Nonnberg-Schanze]] in [[Nonntal]]
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* [[Wartelsteintor]] in der [[Augustinergasse (Salzburg)|Augustinergasse]] 12, im Westbereich des ehemaligen [[Augustinerkloster Salzburg|Augustinerklosters]], das bis zum Beginn des [[19. Jahrhundert]]s bestand
** [[Inneres Schanzltor]]
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** [[Äußeres Schanzltor]]
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== Tore der Zweiten Stadtbefestigung (nach 1465)==
* [[Kajetanertor]] beim heutigen [[Salzburger Landesgericht]]
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=== Linke Altstadt ===
* [[Wartelsteintor]] in der [[Augustinergasse]] 12, Mülln, das bis zum Beginn des [[19. Jahrhundert]]s bestand
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* [[Klausentor]], schon [[1367]] erstmals erwähnt
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* [[Niederes Tränktor]] beim heutigen Sternbräu-Durchhaus zur Griesgasse
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* Oberes Tränktor vom heutigen [[Hagenauerplatz]] zum [[Gries]] und zur Salzach (heute [[Löchlbogen]])
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* [[Rathaustor]] (vor der Verlegung der [[Staatsbrücke|Hauptbrücke]]), Tränktor beim heutigen Rathausbogen
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* [[Klampferertor]], auch drittes Brückentor oder Anländtor genannt
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* [[Inneres Nonntaler Tor]]  
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* [[Äußeres Nonntaler Tor]]
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=== Rechte Altstadt ===
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* [[Äußeres Steintor]], schon [[1419]] erstmals erwähnt
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* [[Inneres Steintor]]  
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* [[Inneres Ostertor]]
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* Äußeres Ostertor, schon [[1373]] erstmals erwähnt, 1614 neu erbaut als [[Inneres Linzertor]]
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* [[Bergstraßtor]] (später auch  ''Lodronbogen'') an der Ecke [[Mirabellplatz]] - [[Paris-Lodron-Straße]]
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* [[Tränktor am Bade]], bis 1599, vom [[Platzl]] zur Salzach führend
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* möglicherweise weitere ein bis zwei weitere kleine Tränktore zur Salzach hin zwischen Innerem und Äußerem Steintor
  
===Sonderfall===
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=== Tore auf dem Festungsberg ===
* Das [[Sigmundstor]] war kein Stadttor im herkömmlichen Sinn, sondern verband die [[Altstadt]] mit der [[Riedenburg]].
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* [[Keutschachbogen (Festung Hohensalzburg)|Keutschachbogen]] zur besseren Sicherung der östlichen Zufahrt auf die mittelalterliche Burg
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* Tor mit Torturm im Westen der Burg Hohensalzburg zur Sicherung des einstigen westlichen Zufahrt auf die Burg   
  
===Im Neustadtbereich===
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=== Tore auf dem Mönchsberg ===
* [[Bergstraßentor]] (auch: ''Lodron-Bogen''), das sich an der Ecke [[Mirabellplatz]] - [[Paris-Lodron-Straße]] befand
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* Äußeres und Inneres Tor der [[Bürgerwehr]], wohl auf Resten der ersten Stadtbefestigung erbaut
* die ''Lederertore'':
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* Ausfalltor vom Falkenzwinger (Oberen Zwinger, heutige Richterhöhe) nach Westen
** [[Äußeres Lederertor|Äußere Lederertor]], auch ''St. Vitals-Tor'' genannt
+
* Ausfalltor im Bertoldszwinger (Unterer Zwinger der heutigen Richterhöhe) nach Osten
** [[Ledertor|Innere Ledertor]], wo heute die [[Theatergasse]] ist
+
* Die beiden Stadttore im Schartenzwinger beim Roten Turm und beim Abtsturm
* die ''"Linzertore"'', <br/> früher auch ''Ostertore'' (von ''nach Osten führend'') genannt, die unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] verstärkt und deren Zahl im Rahmen der Erweiterung der [[Stadtbefestigungen]] von zwei auf vier erhöht wurde:
+
 
** [[Inneres Ostertor]], früher auch ''Osterpforte'' oder ''Österreichertor'' genannt; es war etwa dort, wo sich heute in der [[Linzer Gasse]] das [[Gablerbräu]] befindet
+
== Tore der Dritten Stadtbefestigung (erbaut unter Paris Lodron) == 
** [[Äußeres Ostertor|Äußere Ostertor]], später das ''Linzertor'', ''Inneres Linzertor'' oder ''Sebastianstor'' genannt; es war nach der [[St.-Sebastian-Kirche]] stadtauswärts in der [[Linzer Gasse]]
+
=== Linke Altstadt ===
** [[Äußeres Linzertor|Äußere Linzertor]] oder ''St. Rupertustor''; es lag am Ende der [[Linzer Gasse]] nach dem Äußeren Ostertor stadtauswärts
+
* Die beiden Gstättentore
** [[Äußerstes Linzertor|Äußerste Linzertor]], auch ''Ravelintor'' genannt; es befand sich bereits außerhalb der Stadtbefestigung auf einem Vorwerk in [[Schallmoos]]
+
: Inneres Gstättentor, das [[Gstättentor|Schleifertor]] alter Bestand, erneuert unter [[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems]]
* [[Mirabelltor]], auch ''Virgiltor'' genannt, stand etwa dort, wo heute die [[Franz-Josef-Straße]] beim [[Mirabellgarten]] beginnt
+
: Äußeres Gstättentor, das [[Klausentor]], altes Stadttor, mehrfach erneuert
* die ''Steintore'':
+
* [[Fleischtor]], auch Wassertor genannt, ein Tränktor und Anlandtor in der Mitte der [[Alte Thürnitz|Alten Thürnitz]]-Kaserne
** [[Innere Steintor]] in der [[Steingasse]]
+
* Brückentor von der Hauptbrücke zum 'Rathausplatz und weiter in die Rechte Altstadt
** [[Äußeres Steintor|Äußere Steintor]], [[1477]], auch ''Pyrglsteinstor'' ([[Bürglstein]]) genannt, beim heutigen [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]]
+
* Klampferertor in der Verlängerung des [[Alter Markt|Alten Marktes]] zur Salzach; es hieß - soweit bekannt - nach dem Brunnenheiligen am Alten Markt auch Florianstor;
* [[Tränktor beim Bad]]<ref>[[Salzburger Badehäuser]]</ref>, dort, wo heute sich die [[Staatsbrücke]] befindet
+
* [[Michaelstor]] am heutigen [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] zur [[Salzach]]
 +
* [[Kajetanertor]], auch ''Erentrudistor'' genannt, im Osten des [[Kajetanerplatz]]es
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=== Rechte Altstadt ===
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* [[Lederertor]], auch ''St. Vitals-Tor'', altes Tor, mehrfach erneuert; es besaß mit seinen drei Zugängen eine langgestreckte Form und befand sich am heutigen Südende der [[Theatergasse]] am Beginn der [[Lederergasse]];
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* Die drei [[Linzertor]]e:
 +
: [[Inneres Linzertor]] oder ''St. Sebastianstor'' genannt; es befand sich östlich der [[St.-Sebastian-Kirche]] am Ende der [[Linzer Gasse]]; zuvor stand hier das Äußere Ostertor
 +
: [[Äußeres Linzertor]] oder ''St. Rupertustor'';  
 +
: [[Äußerstes Linzertor]], auch ''Ravelintor'' genannt; es stand sich auf einem [[Bollwerk|Vorwerk]], dem Sebastians-Ravelin am äußeren Rand der Stadtbefestigung in [[Schallmoos]]
 +
* [[Mirabelltor]], nach dem dortigen [[St. Virgil Bollwerk]] auch ''Virgiltor'' genannt
 +
*die beiden ''Tore am Stein'':
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: [[Inneres Steintor]] in der [[Steingasse]], auch ''St. Johannistor'' genannt; neu erbaut durch Fürsterzbischof Paris Lodron anstelle älterer Vorgängerbauten
 +
: [[Äußeres Steintor]], auch ''Pyrglsteinstor'' ([[Bürglstein]]) genannt, beim heutigen [[Äußeren Stein]], altes Bauwerk, mehrfach erneuert
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===Tore des Nonnbergs ===
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* [[Äußeres Nonnbergtor]] (altes Stadttor) 
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===Tore des Festungsberges===
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* [[Lodronbogen (Festung Hohensalzburg)|Lodronbogen]], 1. Sperrbogen der weiter ausgebauten [[Festung Hohensalzburg]]  
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* Keutschachbogen, 2. Sperrbogen 
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===Tore des Mönchsberges===
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* [[Augustinerpforte (Mönchsberg)|Augustinuspforte]] im [[Bollwerk St. Augustin]], heute [[Müllner Schanze]]
 +
* [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] im Bollwerk St. Augustin 
 +
* zwei (mitelalterliche) Ausfalltore nächst der heutigen [[Richterhöhe]]
 +
* Tor im Bertoldsturm (äußeres Tor des Bertoldszwingers)
 +
* Inneres Tor im Bertoldszwinger (Militärwachhaus, Georgsturm im Bertoldszwinger der heutigen Richterhöhe)
 +
* [[Peterswachtpforte]], auch Mönchsbergpforte genannt, im Raum des heutigen [[Toscaninihof]]es
 +
* [[Römertor]] am Fuß des Mönchsberges als Begrenzung der Vorstadt Nonntal gegen die [[Riedenburg]]
 +
 
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=== Tore des Kapuzinerberges ===
 +
* [[Franziskuspforte]] an der [[Linzer Gasse]], altes Tor, im Kern bereits [[15. Jahrhundert]], als Torbogen ausgebaut und erneuert [[1617]]) 
 +
* [[Felixpforte]]
 +
* Torbogen beim Haus [[Imbergstiege]] 1 (Steingasse 7), erbaut [[1620]], erneuert 1671, 1751, 1863(64
 +
* [[Kapuzinerwachestöckl]]
 +
* Ausfalltor im Süden des [[Franziski-Schlössl]]s
 +
* kleines Ausfalltor im Süden des [[Kapuzinerberg]]es
 +
 
 +
== Tore des 18. Jahrhunderts ==
 +
* [[Sigmundstor]]
 +
* [[Tor am Hannibalplatz]] (von ca. 1790–ca. 1855)
 +
 
 +
== Tor des 19. Jahrhunderts ==
 +
* [[Bürgermeisterloch]]
  
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
* [[Walter Kirchschlager|Kirchschlager, Walter]]: ''Salzburger Stadttore, ein historischer Spaziergang entlang der Stadtmauern'', Edition Salis, Verlag der [[Salzburger Druckerei]], 1. Auflage, 1985, ISBN 3-85338-149-9 (Seite 30 u. 31) <ref>[http://data.onb.ac.at/rec/AC00787794 Österreichische Nationalbibliothek / AC00787794 ]</ref>
+
* [[Walter Kirchschlager|Kirchschlager, Walter]]: ''Salzburger Stadttore, ein historischer Spaziergang entlang der Stadtmauern'', Edition Salis, Verlag der [[Salzburger Druckerei]], 1. Auflage, 1985, ISBN 3-85338-149-9
  
== Weblinks zu historischen Karten ==
+
== Weblink  ==
Historisches Kartenmaterial über die Stadt Salzburg:
+
* [https://www.arcanum.hu/hu/online-kiadvanyok/OsterreichischerStadtatlas-osterreichischer-stadteatlas-1/salzburg-3CA2/wachstumsphasenkarte-mit-legende-3D36/ Wachstumsphasenkarte mit Legende, von den Anfängen bis 1830]
* [http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/#OV_48_1 Österreichischer Städteatlas/Salzburg]
+
: → [[Österreichischer Städteatlas Salzburg]] → bezüglich Aktualität siehe [[Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg]]
* [http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/salzburg/view/salzburg_06.ecw/?zoom=2&lat=-3885&lon=5476.5&layers=B Wachstumsphasenkarte mit Legende, von den Anfängen bis 1830]
 
  
==Quellen==
+
== Quellen ==
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
+
* Walter Kirchschlager  Salzburger Stadttore, Edition Salis, Sbg. Druckerei, Sbg. 1985
* [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]]: ''Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte', Erster Band (Topographie), Salzburg 1792. [http://books.google.at/books?id=m3IAAAAAcAAJ&pg=PA359&&lpg=PA359 S.&nbsp;359&nbsp;f.]
+
* [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]]: ''Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte', erster Band (Topographie), Salzburg 1792 [http://books.google.at/books?id=m3IAAAAAcAAJ&pg=PA359&&lpg=PA359 S.&nbsp;359&nbsp;f.]
 
 
==Fußnoten==
 
<references/>
 
  
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:Kunst]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:historische Gebäude]]
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[[Kategorie:Verteidigungsanlage]]
[[Kategorie:nicht mehr existierende Gebäude]]
+
[[Kategorie:Tor]]
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 

Aktuelle Version vom 11. Mai 2024, 17:02 Uhr

Erinnerungstafel an das Innere Linzertor an der Kreuzung Linzer Gasse und Wolf-Dietrich-Straße

Von den zahlreichen Stadtoren in Salzburg sind noch einige wenige erhalten geblieben. Die Tore des Mittelalters waren 1620 meist veraltet und wurden unter Paris Lodron artilleriegerecht neu erbaut. Der Großteil dieser Tore fiel nach 1860 dem Verkehr zum Opfer.

Einleitung

Stadttore hatten in früheren Zeiten wichtige Aufgaben. Hier wurde überprüft, wer in die Stadt und wer sie verließ. Die Tore wurden während der Nacht in der Regel verschlossen. Wollte jemand nach der Schließzeit in die Stadt, so musste er entweder bis zum nächsten Morgen warten oder wurde jedenfalls nur gegen Bezahlung eines Torgeldes eingelassen. Auch wurden hier Zölle von durchreisenden Händlern erheben (Weggelder). In Kriegszeiten waren die Stadttore wichtige Teile der Stadtbefestigung. Alle Stadttoren waren in der Regel rund um die Uhr von Wächtern bewacht. Über den Toren befanden sich in der Regel die zugehörigen Wächterwohnungen.

Vielfach wurde im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit (2. und 3. Stadtbefestigung) vor allem auf den Stadtbergen zwischen einem äußeren und dem inneren Stadttor und den zugehörigen Stadtmauern Freiräume angelegt, die der Verteidigung dienten und die Stadtmauern verstärkten. Siehe Beitrag Zwinger in der Stadt Salzburg.

Oberhalb von Stadttoren oder an sonst wichtigen Stellen wurden auf den Stadtbergen eigene vorragende hochgelegene Wehrbauwerke, die Kavalliere. Siehe Beitrag Kavallier-Bauten in der Stadt Salzburg.

Tore um 1000, vor der ersten starken Stadtbefestigung

Über die Tore der frühen Bischofsstadt Salzburg um das und nach dem Jahr 1000 ist wenig bekannt. Bekannt ist heute nur mehr ein einziges Tor dieser Stadt:

Tore der Ersten Stadtbefestigung um 1280

Linke Altstadt

Rechte Altstadt

Tore auf dem Nonnberg

Tore auf dem Mönchsberg

Tor auf dem Kapuzinerberg

Die mittelalterlichen Vorstadttore von Mülln

Tore der Zweiten Stadtbefestigung (nach 1465)

Linke Altstadt

Rechte Altstadt

Tore auf dem Festungsberg

  • Keutschachbogen zur besseren Sicherung der östlichen Zufahrt auf die mittelalterliche Burg
  • Tor mit Torturm im Westen der Burg Hohensalzburg zur Sicherung des einstigen westlichen Zufahrt auf die Burg

Tore auf dem Mönchsberg

  • Äußeres und Inneres Tor der Bürgerwehr, wohl auf Resten der ersten Stadtbefestigung erbaut
  • Ausfalltor vom Falkenzwinger (Oberen Zwinger, heutige Richterhöhe) nach Westen
  • Ausfalltor im Bertoldszwinger (Unterer Zwinger der heutigen Richterhöhe) nach Osten
  • Die beiden Stadttore im Schartenzwinger beim Roten Turm und beim Abtsturm

Tore der Dritten Stadtbefestigung (erbaut unter Paris Lodron)

Linke Altstadt

  • Die beiden Gstättentore
Inneres Gstättentor, das Schleifertor alter Bestand, erneuert unter Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems
Äußeres Gstättentor, das Klausentor, altes Stadttor, mehrfach erneuert

Rechte Altstadt

  • Lederertor, auch St. Vitals-Tor, altes Tor, mehrfach erneuert; es besaß mit seinen drei Zugängen eine langgestreckte Form und befand sich am heutigen Südende der Theatergasse am Beginn der Lederergasse;
  • Die drei Linzertore:
Inneres Linzertor oder St. Sebastianstor genannt; es befand sich östlich der St.-Sebastian-Kirche am Ende der Linzer Gasse; zuvor stand hier das Äußere Ostertor
Äußeres Linzertor oder St. Rupertustor;
Äußerstes Linzertor, auch Ravelintor genannt; es stand sich auf einem Vorwerk, dem Sebastians-Ravelin am äußeren Rand der Stadtbefestigung in Schallmoos
Inneres Steintor in der Steingasse, auch St. Johannistor genannt; neu erbaut durch Fürsterzbischof Paris Lodron anstelle älterer Vorgängerbauten
Äußeres Steintor, auch Pyrglsteinstor (Bürglstein) genannt, beim heutigen Äußeren Stein, altes Bauwerk, mehrfach erneuert

Tore des Nonnbergs

Tore des Festungsberges

Tore des Mönchsberges

Tore des Kapuzinerberges

Tore des 18. Jahrhunderts

Tor des 19. Jahrhunderts

Literatur

Weblink

Österreichischer Städteatlas Salzburg → bezüglich Aktualität siehe Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg

Quellen

  • Walter Kirchschlager Salzburger Stadttore, Edition Salis, Sbg. Druckerei, Sbg. 1985
  • Hübner, Lorenz: Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte', erster Band (Topographie), Salzburg 1792 S. 359 f.