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| − | [[Datei: Kranawetvogl_Hoehenstrassenrennen_1955.jpg|thumb|Wiener Höhenstraßenrennen am 27. März 1955: KTM mit 100 NSU "Fox"-Motoren, v.l.n.r. [[Paul Schwarz]], [[Eduard Kranawetvogl|Edi Kranawetvogl]], [[Albert Brenter]] und ganz rechts die spätere Gattin von Edi Kranawetvogl, Inge Weikinger]] | + | [[Datei: Kranawetvogl_Hoehenstrassenrennen_1955.jpg|thumb|Wiener Höhenstraßenrennen am 27. März 1955: KTM mit 100 [[NSU]] "Fox"-Motoren, v.l.n.r. [[Paul Schwarz]], [[Eduard Kranawetvogl|Edi Kranawetvogl]], [[Albert Brenter]] und ganz rechts die spätere Gattin von Edi Kranawetvogl, Inge Weikinger]] |
| − | '''Inge Kranawetvogl''', geborene Weikinger (* [[1931]]) | + | '''Inge Kranawetvogl''', geborene Weikinger (* [[1931]]), ist eine ehemalige Motorradrennfahrerin. Sie ist mit dem ehemaligen Motorradrennfahrer [[Eduard Kranawetvogl]] verheiratet. |
== Leben == | == Leben == | ||
Inge Kranawetvogl blickt auf 55 Jahre als Rennfahrerin zurück. | Inge Kranawetvogl blickt auf 55 Jahre als Rennfahrerin zurück. | ||
| − | Sie wuchs in [[Grödig]] auf und arbeitete dann in der [[Stadt Salzburg]] im [[Textilhaus Thalhammer]] als Buchhalterin. Oft wurde es abends auch später und Inge Kranawetvogl musste noch mit dem Fahrrad nach Grödig heimfahren. Da bewunderte sie die Motorradfahrer. Als sie schließlich [[1952]] ein Puch-Motorrad um 8.000 [[Schilling]] angeboten bekam, fehlte ihr das nötige Geld für den Kauf. Ihr Vater half aus und so fuhr sie dann täglich mit dem Motorrad in die Arbeit. | + | Sie wuchs in [[Grödig]] auf und arbeitete dann in der [[Stadt Salzburg]] im [[Textilhaus Thalhammer]] als Buchhalterin. Oft wurde es abends auch später und Inge Kranawetvogl musste noch mit dem Fahrrad nach Grödig heimfahren. Da bewunderte sie die Motorradfahrer. Als sie schließlich [[1952]] ein Puch-Motorrad um 8.000 [[Schilling]] angeboten bekam, fehlte ihr das nötige Geld für den Kauf. Ihr Vater half aus und so fuhr sie dann täglich mit dem Motorrad in die Arbeit. In so mancher Mittagspause machte sie damit auch einen kleinen Ausflug auf die [[Gaisbergspitze]]. |
| − | Bei der ersten Gelegenheit, einer Wertungsfahrt, nahm sie dann als einzige Frau unter 18 Startern teil und wurde auf Anhieb Fünfte. | + | Bei der ersten Gelegenheit, einer Wertungsfahrt, nahm sie dann als einzige Frau unter 18 Startern teil und wurde auf Anhieb Fünfte. Ein Jahr später begann sie bei [[KTM]], wo auch ihr späterer Ehemann Edi Kranawetvogl als Rennfahrer tätig war, als Wertungsfahrerin. Sie selbst hatte sich nie etwas dabei gedacht, in einer von Männern dominierten Sportart mitzufahren. Mit zunehmenden Erfolgen fand sie auch immer größeren Respekt bei den männlichen Rennfahrern. |
Bei Wertungsfahrten gab es früher goldene, silberne und bronzene Medaillen – von den bronzenen und silbernen erlangte Inge Kranawetvogl einige, die erste Goldene dann bei der Höhenstraßen-Wertungsfahrt Bisamberg bei Wien. | Bei Wertungsfahrten gab es früher goldene, silberne und bronzene Medaillen – von den bronzenen und silbernen erlangte Inge Kranawetvogl einige, die erste Goldene dann bei der Höhenstraßen-Wertungsfahrt Bisamberg bei Wien. | ||
| − | Das größte Abenteuer erlebte sie [[1957]] bei einer internationalen Wertungsfahrt in Riga, [[Lettland]] (damals noch [[Russland|Sowjetunion]]). Bei schwierigsten Bodenverhältnissen (Sumpf, Sand u. ä.) belegte sie in ihrer Klasse unter zwölf Teilnehmern den zehnten Platz | + | Das größte Abenteuer erlebte sie [[1957]] bei einer internationalen Wertungsfahrt in Riga, [[Lettland]] (damals noch [[Russland|Sowjetunion]]). Bei schwierigsten Bodenverhältnissen (Sumpf, Sand u. ä.) belegte sie in ihrer Klasse unter zwölf Teilnehmern den zehnten Platz. |
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* [[1953]]: auf der [[Trabrennbahn]] in Salzburg-[[Parsch]]: 3. In der Beiwagenklasse bis 250 cm³ zusammen mit ihrem Mann | * [[1953]]: auf der [[Trabrennbahn]] in Salzburg-[[Parsch]]: 3. In der Beiwagenklasse bis 250 cm³ zusammen mit ihrem Mann | ||
* 1955: | * 1955: | ||
| − | : Wintertourenfahrt des ÖAMTC: Bronze | + | : [[6. Februar]] [[1955]]: Wintertourenfahrt des ÖAMTC: Bronze, sie fuhr auf KTM 125 als einzige Motorradfahrerin die Wintertourenfahrt; |
| − | : Salzburger Frühjahrswertungsfahrt: 5. Platz in der Klasse bis 125 cm³ (ihr Mann wurde 2 | + | : Salzburger Frühjahrswertungsfahrt: 5. Platz in der Klasse bis 125 cm³ (ihr Mann wurde 2.) |
: [[2. Oktober]]: [[Gaisberg-Wertungsfahrt]]: 5. Platz in der Klasse bis 125 cm³ | : [[2. Oktober]]: [[Gaisberg-Wertungsfahrt]]: 5. Platz in der Klasse bis 125 cm³ | ||
* 1957: Gaisberg-Wertungsfahrt: Bronze | * 1957: Gaisberg-Wertungsfahrt: Bronze | ||
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| + | * [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/sport/motorsport/ein-ehepaar-mit-motorsport-pioniercharakter-81319642 4. Jänner 2020]]: ''Ein Ehepaar mit Pioniercharakter'', ein Beitrag von [[Joachim Glaser]] | ||
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Aktuelle Version vom 15. Oktober 2025, 22:40 Uhr
Inge Kranawetvogl, geborene Weikinger (* 1931), ist eine ehemalige Motorradrennfahrerin. Sie ist mit dem ehemaligen Motorradrennfahrer Eduard Kranawetvogl verheiratet.
Leben
Inge Kranawetvogl blickt auf 55 Jahre als Rennfahrerin zurück.
Sie wuchs in Grödig auf und arbeitete dann in der Stadt Salzburg im Textilhaus Thalhammer als Buchhalterin. Oft wurde es abends auch später und Inge Kranawetvogl musste noch mit dem Fahrrad nach Grödig heimfahren. Da bewunderte sie die Motorradfahrer. Als sie schließlich 1952 ein Puch-Motorrad um 8.000 Schilling angeboten bekam, fehlte ihr das nötige Geld für den Kauf. Ihr Vater half aus und so fuhr sie dann täglich mit dem Motorrad in die Arbeit. In so mancher Mittagspause machte sie damit auch einen kleinen Ausflug auf die Gaisbergspitze.
Bei der ersten Gelegenheit, einer Wertungsfahrt, nahm sie dann als einzige Frau unter 18 Startern teil und wurde auf Anhieb Fünfte. Ein Jahr später begann sie bei KTM, wo auch ihr späterer Ehemann Edi Kranawetvogl als Rennfahrer tätig war, als Wertungsfahrerin. Sie selbst hatte sich nie etwas dabei gedacht, in einer von Männern dominierten Sportart mitzufahren. Mit zunehmenden Erfolgen fand sie auch immer größeren Respekt bei den männlichen Rennfahrern.
Bei Wertungsfahrten gab es früher goldene, silberne und bronzene Medaillen – von den bronzenen und silbernen erlangte Inge Kranawetvogl einige, die erste Goldene dann bei der Höhenstraßen-Wertungsfahrt Bisamberg bei Wien.
Das größte Abenteuer erlebte sie 1957 bei einer internationalen Wertungsfahrt in Riga, Lettland (damals noch Sowjetunion). Bei schwierigsten Bodenverhältnissen (Sumpf, Sand u. ä.) belegte sie in ihrer Klasse unter zwölf Teilnehmern den zehnten Platz.
Inge war oft schneller als ihr Mann Edi und manch einer fragte sich, ob dies auf Inges geringeres Gewicht zurückzuführen war.
1959 heiratete sie Edi und hörte mit der aktiven Rennlaufbahn auf. Doch noch bis 2009 konnte man Inge Kranawetvogl bei Oldtimer-Veranstaltungen im Sattel von Motorrädern erleben.
Rennerfolge
Auszug:
- 1952: Bahn-Skijöring in Salzburg bei starkem Schneesturm: Edi wurde auf Skier von Inge am Motorrad gezogen – Sieger in der Klasse bis 250 cm³
- 1953: auf der Trabrennbahn in Salzburg-Parsch: 3. In der Beiwagenklasse bis 250 cm³ zusammen mit ihrem Mann
- 1955:
- 6. Februar 1955: Wintertourenfahrt des ÖAMTC: Bronze, sie fuhr auf KTM 125 als einzige Motorradfahrerin die Wintertourenfahrt;
- Salzburger Frühjahrswertungsfahrt: 5. Platz in der Klasse bis 125 cm³ (ihr Mann wurde 2.)
- 2. Oktober: Gaisberg-Wertungsfahrt: 5. Platz in der Klasse bis 125 cm³
- 1957: Gaisberg-Wertungsfahrt: Bronze
Bildergalerie
Inge und Edi Kranawetvogl beim Festakt 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße 2015 in der Residenz in der Stadt Salzburg.
weitere Bilder
Inge Kranawetvogl – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblink
- Salzburger Nachrichten vom 4. Jänner 2020]: Ein Ehepaar mit Pioniercharakter, ein Beitrag von Joachim Glaser
Quellen
- "Salzburger Woche", Ausgabe "Tennengauer Nachrichten", 5. Juni 2014
