Siebenstädter-Stiftung: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Collegium der Siebenstädter''' war eine Stiftung zur Unterstützung studierender Bürgersöhne aus den Städten des [[ | Das '''Collegium der Siebenstädter''' war eine Stiftung zur Unterstützung studierender Bürgersöhne aus den Städten des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]]. | ||
==Die Stiftung== | ==Die Stiftung== | ||
Die Stiftung wurde von [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] (* 1643 | Die Stiftung wurde von [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] (* 1643; † 1709) im Jahr [[1702]] zugleich mit dem [[Collegium Virgilianum|Virgilianischen Kollegium]] errichtet. Er selbst steuerte 12000 [[Gulden]] bei. | ||
Aus der Stiftung sollte jeweils sechs unbemittelten, ehelich geborenen, wohlgesitteten und begabten Bürgersöhnen ein philosophisches oder juridisches Studium ermöglicht werden. Hiezu wurden sie nach vollendeter Rhetorik in das [[Collegium Virgilianum|Virgilianische Konvikt]] aufgenommen und in diesem bis zur Vollendung ihrer Studien verpflegt, auch in den adeligen Übungen unterrichtet. Nach Auflassung des Konvikts wurde die Unterstützungsleistung in einen Geldbetrag umgewandelt. | Aus der Stiftung sollte jeweils sechs unbemittelten, ehelich geborenen, wohlgesitteten und begabten Bürgersöhnen ein philosophisches oder juridisches Studium ermöglicht werden. Hiezu wurden sie nach vollendeter Rhetorik in das [[Collegium Virgilianum|Virgilianische Konvikt]] aufgenommen und in diesem bis zur Vollendung ihrer Studien verpflegt, auch in den adeligen Übungen unterrichtet. Nach Auflassung des Konvikts wurde die Unterstützungsleistung in einen Geldbetrag umgewandelt. | ||
Die Kandidaten waren von den sechs Städten des alten Erzstiftes, nämlich | Die Kandidaten waren von den sechs Städten des alten Erzstiftes, nämlich Salzburg, [[Hallein]], [[Radstadt]], [[Laufen]], [[Tittmoning]] und [[Mühldorf am Inn]] − als siebente Stadt war das salzburgische, wenn auch [[Ausländische Herrschaften|"ausländische"]] [[Friesach]] vorgesehen (daher der Name "Siebenstädter") − zu präsentieren. Sollte Mühldorf vom Erzstift getrennt werden, so würde die Stadt Salzburg an seine Stelle treten. Jede der genannten Städte hatte 2000 Gulden unter eigener Bürgschaft auf Zinsen zu 5 Prozent anzulegen. | ||
Die begünstigten Alumnen durften nicht länger als sechs Jahre in dem Konvikt bleiben und hatten aus Dankbarkeit vorzüglich in erzbischöfliche Dienste zu treten. | Die begünstigten Alumnen durften nicht länger als sechs Jahre in dem Konvikt bleiben und hatten aus Dankbarkeit vorzüglich in erzbischöfliche Dienste zu treten. | ||
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==Stipendiaten== | ==Stipendiaten== | ||
Zu den Stipendiaten der Stiftung gehörte auch noch der Salzburger Jurist und Politiker [[Georg Lienbacher (Politiker)|Georg Lienbacher]] (* 1822 | Zu den Stipendiaten der Stiftung gehörte auch noch der Salzburger Jurist und Politiker [[Georg Lienbacher (Politiker)|Georg Lienbacher]] (* 1822; † 1896).<ref>Artikel "[[Georg Lienbacher (Politiker)|Georg Lienbacher]]".</ref> | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
* [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]]: ''Beschreibung der hochfürstlich erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte, Zweiter Band (Statistik)''. Salzburg, [[Oberer'sche Druckerei|F. X. Oberer]], 1793. [http://books.google.at/books?id=kWYAAAAAcAAJ&pg=PA543&lpg=PA543&dq=%22Siebenst%C3%A4dter%22+Collegium%22#v=onepage&q=%22Siebenst%C3%A4dter%22%20Collegium%22&f=false S. 543 f.] | * [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]]: ''Beschreibung der hochfürstlich erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte, Zweiter Band (Statistik)''. Salzburg, [[Oberer'sche Druckerei|F. X. Oberer]], 1793. [http://books.google.at/books?id=kWYAAAAAcAAJ&pg=PA543&lpg=PA543&dq=%22Siebenst%C3%A4dter%22+Collegium%22#v=onepage&q=%22Siebenst%C3%A4dter%22%20Collegium%22&f=false S. 543 f.] | ||