Hans Lerch: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Hans Lerch.jpg|thumb|Hans Lerch]]'''Hans Lerch''' (* [[28. Februar]] [[1950]] in [[Neukirchen am Großvenediger]], [[Pinzgau]]) ist seit [[1986]] Gebietsbetreuer für den [[Oberpinzgau]]er Teil des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]].
[[Bild:Hans Lerch.jpg|thumb|Hans Lerch]]'''Hans Lerch''' (* [[28. Februar]] [[1950]] in [[Neukirchen am Großvenediger]], [[Pinzgau]]) ist seit [[1986]] Gebietsbetreuer für den [[Oberpinzgau]]er Teil des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]].


==Vorgestellt==
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Auf dem Boden seines neuen Büros im Nationalparkzentrum türmen sich Aktenberge, alle paar Minuten kommt irgendein Bauarbeiter und stellt Fragen und auf dem Tisch liegen zwei Handys, die abwechselnd läuten. Die Arbeit mit der Natur stellt man sich anders vor.
Auf dem Boden seines neuen Büros im Nationalparkzentrum türmen sich Aktenberge, alle paar Minuten kommt irgendein Bauarbeiter und stellt Fragen und auf dem Tisch liegen zwei Handys, die abwechselnd läuten. Die Arbeit mit der Natur stellt man sich anders vor.
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In der Arbeitsgruppe entwarf Lerch die geschnitzten Hinweisschilder. Sie stehen heute im ganzen Nationalpark. Sein handwerkliches Geschick kam nicht von ungefähr. Der gelernte Maschinenbauer war damals noch Betriebsleiter bei der Firma [[Kesselbau Eder]] in [[Bramberg]]. ''"Aber im Inneren war ich immer mehr bei der Natur als beim Kesselblech"'', gesteht Lerch.
In der Arbeitsgruppe entwarf Lerch die geschnitzten Hinweisschilder. Sie stehen heute im ganzen Nationalpark. Sein handwerkliches Geschick kam nicht von ungefähr. Der gelernte Maschinenbauer war damals noch Betriebsleiter bei der Firma [[Kesselbau Eder]] in [[Bramberg]]. ''"Aber im Inneren war ich immer mehr bei der Natur als beim Kesselblech"'', gesteht Lerch.


In Neukirchen wird Lerch noch heute manchmal "Lichthauser" genannt. Sein Vater war Betriebswärter im E-Werk der Gemeinde. Die Familie mit fünf Kindern wohnte auch dort. Nach der Schule machte Lerch bei den [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernkraftwerke]]n in [[Kaprun]] eine Lehre zum Schlosser. Nur am Wochenende fuhr er mit der [[Pinzgaubahn]] nach Hause. ''"Pendeln war damals nicht üblich. Der Sprit war teuer."'' Erst nach der Lehre besuchte Lerch die HTL in [[Salzburg]].
In Neukirchen wird Lerch noch heute manchmal "Lichthauser" genannt. Sein Vater war Betriebswärter im E-Werk der Gemeinde. Die Familie mit fünf Kindern wohnte auch dort. Nach der Schule machte Lerch bei den [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernkraftwerke]]n in [[Kaprun]] eine Lehre zum Schlosser. Nur am Wochenende fuhr er mit der [[Pinzgaubahn]] nach Hause. ''"Pendeln war damals nicht üblich. Der Sprit war teuer."'' Erst nach der Lehre besuchte Lerch die HTL in der [[Stadt Salzburg]].


Aber schon als Kind spielte die Natur eine wichtige Rolle bei ihm. Mit acht Jahren arbeitete er im Sommer zum ersten Mal bei einem Bauern. "Es gab ein Taschengeld und Essen. Die Eltern waren froh, wenn ein Esser weniger da war", erinnert sich Lerch.
Aber schon als Kind spielte die Natur eine wichtige Rolle bei ihm. Mit acht Jahren arbeitete er im Sommer zum ersten Mal bei einem Bauern. ''"Es gab ein Taschengeld und Essen. Die Eltern waren froh, wenn ein Esser weniger da war"'', erinnert sich Lerch.


Mit 13 wurde ihm seine Liebe zur Natur fast zum Verhängnis. Er stürzte auf einer Alm aus sechs Metern Höhe von einer Zirbe und erlitt lebensgefährliche innere Verletzungen. "Sie haben mich mit einer schnell gezimmerten Trage ins Tal geholt. Es hat sieben Stunden gedauert, bis ich im Krankenhaus [[Mittersill]] war. Bis [[Zell am See]] hätte ich es nicht geschafft." Zwei Monate lag er im Spital. Dennoch hätte er sich für das SN-Porträt gerne mit einer Zirbe fotografieren lassen. Aber beim Nationalparkzentrum gibt es keine.
Mit 13 wurde ihm seine Liebe zur Natur fast zum Verhängnis. Er stürzte auf einer Alm aus sechs Metern Höhe von einer Zirbe und erlitt lebensgefährliche innere Verletzungen. ''"Sie haben mich mit einer schnell gezimmerten Trage ins Tal geholt. Es hat sieben Stunden gedauert, bis ich im Krankenhaus [[Mittersill]] war. Bis [[Zell am See]] hätte ich es nicht geschafft."'' Zwei Monate lag er im Spital. Dennoch hätte er sich für das SN-Porträt gerne mit einer Zirbe fotografieren lassen. Aber beim Nationalparkzentrum gibt es keine.
 
Hans Lerch war auch der wesentliche Motor für die Errichtung des mittlerweile wieder geschlossenen [[Schaubergwerk Hochfeld|Schaubergwerkes Hochfeld]].


==O-Ton==
==O-Ton==
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[[Kategorie:Salzburger des Tages|Lerch, Hans]]
[[Kategorie:Salzburger des Tages|Lerch, Hans]]
[[Kategorie:Geboren 1950|Lerch, Hans]]