Zinkenbacher Malerkolonie: Unterschied zwischen den Versionen

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Sie nannten sich "Zinkenbacher Malerkolonie" und zählten bis zu 27 Künstlerfreude. Inspiriert durch die Lanschaft waren sie vorrangig Landschaftsmaler, die aber allem ihrem eigenen Stil treu blieben. Es handelte sich um wichtige Künstler der österreichischen Zwischenkriegskunst, die aus den berühmten Wiener Künstlervereinigung wie der "Sezession" oder dem "Hagenbund" kamen. Einige von Ihnen unterreichteten auch an der Wiener Akademie.
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== Geschichte ==
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Die Vertreter der Zinkenbacher Malerkolonie kamen zur [[Sommerfrische]] aus der Stadt an den See, [[Adambauer|Adam]]- und [[Hödlbauer]] in Zinkenbach wurden ihre Künstlerquartiere. Sie trafen sich zu Gartenfesten, zum Baden und zu Ausflügen. Dieses zwanglose Miteinandern begann [[1927]] und wurde unfreiwillig im Jahr [[1938]] beendet.
  
Nach dem Anschluss von Österreich an das Deutsche Reich [[1938]] fiel aber diese Künstlerkolonie, getragen vom Geist der Geselligkeit auseinander.
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Sowohl während der Sommermonate als auch im Winter kamen bis zu 27 Künstler in diese Gemeinde. So zum Beispiel [[Gudrun Baudisch-Wittke]], [[Leo Delitz]], [[Josef Dobrowsky]], [[Bettina Bauer-Ehrlich]], [[Georg Ehrlich]], [[Alfred Gerstenbrand]], [[Ernst Huber]], [[Ludwig Heinrich Jungnickel]], [[Ferdinand Kitt]], [[Oskar Laske]], [[Ernst August von Mandelsloh]], [[Georg Merkel]], [[Louise Merkel-Romée]], [[Sergius Pauser]], [[Viktor Pipal]], [[Lisel Salzer]], [[Gertrud Schwarz-Helberger]], [[Lisl Weil]], [[Franz von Zülow]]. Auch [[Ernst Toller]] und [[Kajetan Mühlmann]] zählten zu diesem Freundeskreis.
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Dem Gedächtnis dieser "verschollenen Generation" sollen die wechselnden Ausstellungen im Museum dienen.
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Sie nannten sich "Zinkenbacher Malerkolonie". Inspiriert durch die Landschaft waren sie vorrangig Landschaftsmaler, die aber alle ihrem eigenen Stil treu blieben. Es handelte sich um wichtige Künstler der österreichischen Zwischenkriegskunst, die aus den berühmten Wiener Künstlervereinigung wie der "Sezession" oder dem "Hagenbund" kamen. Einige von ihnen unterrichteten auch an der Wiener Akademie.
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Nach dem [[Anschluss]] von Österreich an das Deutsche Reich [[1938]] fiel aber diese Künstlerkolonie, getragen vom Geist der Geselligkeit, auseinander. Während die einen - Sergius Pauser, Josef Dobrowsky, Ernst Huber, Ferdinand Kitt, Reichsfreiherr von Mandesloh - aufgrund ihrer Gesinnung keine Bedrängnis zu befürchten hatten oder in ihrem Malstil und ihrer Thematik der [[Nationalsozialismus|nationalsozialisten]] Kulturpolitik entsprachen, mussten andere emigrieren. Liesel Salzer, Georg und Bettina Ehrlich, L. H. Jungnickel, Geogor und Louise Merkel sahen wegen ihrer politischen Gesinnung oder religiösen Zugehörigkeit ihr Leben in Gefahr und verließen das Land. Malverbote wurden ausgesprochen.
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"Entartete" Künstler gab es auch unter ihnen. Eine kleine Zeichnung Jungnickels mit einem traurig blickenden Esel wurde als "entartet" eingestuft, denn an diesem Tier waren zu sehr menschliche Züge zu entdecken. Auch Merkels "''Liebespaar in Landschaft''" war "entartet", die expressive Farbigkeit des Gemäldes verdächtig "krank".  
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Dem Gedächtnis dieser "verschollenen Generation" erinnern wechselnde Ausstellungen im [[Museum der Zinkenbacher Malerkolonie]].
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== Ausstellungen ==
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Auswahl
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* "Zinkenbach ein österreichisches Worpswede?", Sommer 2012
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* Die schaffende Österreicherin – 90 Jahre "Vereinigung Wiener Frauenkunst", Sommer 2016<ref>mehr darüber [http://www.malerkolonie.at/index.php/ausstellungen/sommerausstellung.html  www.malerkolonie.at Sommerausstellung]</ref>
  
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==
* [http://www.malerkolonie.at/seiten/ausstellungen.htm Museum Zinkenbacher Malerkolonie]
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{{homepage|http://www.malerkolonie.at}}
 
 
 
==Quellen==
 
==Quellen==
* Adolf Haslinger, Peter Mittermayr ''Salzburger Kultur Lexikon'', 2001, Residenz Verlag, ISBN 3-7017-1129-1
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{{Quelle Kulturlexikon}}
* Beitrag im Salzburg Wiki [[St. Gilgen]]
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* SALZBURGWIKI-Artikel [[St. Gilgen]]
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* {{Quelle SN|10. Juli 2012}}
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
  
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
[[Kategorie:Flachgau]]
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[[Kategorie:St. Gilgen]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Kunst]]
 
[[Kategorie:Kunst]]
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[[Kategorie:Salzkammergut]]

Aktuelle Version vom 28. August 2024, 21:34 Uhr

Als Zinkenbacher Malerkolonie wurde eine Reihe von Künstlern aus Wien genannt, die, angeregt durch ihren Freund Ferdinand Kitt, von 1927 bis 1938 den kleinen Ort Zinkenbach am Wolfgangsee (dem heutigen Abersee) im Salzkammergut als Sommer- aber auch Winterdomizil wählten.

Geschichte

Die Vertreter der Zinkenbacher Malerkolonie kamen zur Sommerfrische aus der Stadt an den See, Adam- und Hödlbauer in Zinkenbach wurden ihre Künstlerquartiere. Sie trafen sich zu Gartenfesten, zum Baden und zu Ausflügen. Dieses zwanglose Miteinandern begann 1927 und wurde unfreiwillig im Jahr 1938 beendet.

Sowohl während der Sommermonate als auch im Winter kamen bis zu 27 Künstler in diese Gemeinde. So zum Beispiel Gudrun Baudisch-Wittke, Leo Delitz, Josef Dobrowsky, Bettina Bauer-Ehrlich, Georg Ehrlich, Alfred Gerstenbrand, Ernst Huber, Ludwig Heinrich Jungnickel, Ferdinand Kitt, Oskar Laske, Ernst August von Mandelsloh, Georg Merkel, Louise Merkel-Romée, Sergius Pauser, Viktor Pipal, Lisel Salzer, Gertrud Schwarz-Helberger, Lisl Weil, Franz von Zülow. Auch Ernst Toller und Kajetan Mühlmann zählten zu diesem Freundeskreis.

Sie nannten sich "Zinkenbacher Malerkolonie". Inspiriert durch die Landschaft waren sie vorrangig Landschaftsmaler, die aber alle ihrem eigenen Stil treu blieben. Es handelte sich um wichtige Künstler der österreichischen Zwischenkriegskunst, die aus den berühmten Wiener Künstlervereinigung wie der "Sezession" oder dem "Hagenbund" kamen. Einige von ihnen unterrichteten auch an der Wiener Akademie.

Nach dem Anschluss von Österreich an das Deutsche Reich 1938 fiel aber diese Künstlerkolonie, getragen vom Geist der Geselligkeit, auseinander. Während die einen - Sergius Pauser, Josef Dobrowsky, Ernst Huber, Ferdinand Kitt, Reichsfreiherr von Mandesloh - aufgrund ihrer Gesinnung keine Bedrängnis zu befürchten hatten oder in ihrem Malstil und ihrer Thematik der nationalsozialisten Kulturpolitik entsprachen, mussten andere emigrieren. Liesel Salzer, Georg und Bettina Ehrlich, L. H. Jungnickel, Geogor und Louise Merkel sahen wegen ihrer politischen Gesinnung oder religiösen Zugehörigkeit ihr Leben in Gefahr und verließen das Land. Malverbote wurden ausgesprochen.

"Entartete" Künstler gab es auch unter ihnen. Eine kleine Zeichnung Jungnickels mit einem traurig blickenden Esel wurde als "entartet" eingestuft, denn an diesem Tier waren zu sehr menschliche Züge zu entdecken. Auch Merkels "Liebespaar in Landschaft" war "entartet", die expressive Farbigkeit des Gemäldes verdächtig "krank".

Dem Gedächtnis dieser "verschollenen Generation" erinnern wechselnde Ausstellungen im Museum der Zinkenbacher Malerkolonie.

Ausstellungen

Auswahl

  • "Zinkenbach ein österreichisches Worpswede?", Sommer 2012
  • Die schaffende Österreicherin – 90 Jahre "Vereinigung Wiener Frauenkunst", Sommer 2016[1]

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis