Marie und Herbert Schmalzbach: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | '''Marie Schmalzbach''', geborene Pirak (* [[30. August]] [[1901]] in der [[Stadt Salzburg]]; † um/nach [[1943]] im [[Konzentrationslager Auschwitz|KZ Auschwitz]] ermordet), und ihr Sohn '''Herbert Schmalzbach''' (* [[11. August]] [[1929]] in der Stadt Salzburg; † um/nach [[1943]] im KZ Auschwitz ermordet) waren aus Salzburg deportierte [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]]. | |
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| − | Schmalzbach gehörte dem jüdischen Glauben an, war seit dem [[19. August]] 1928 verheiratet mit Oskar (* [[6. Dezember]] [[1890]]) und hatte mit ihm einen Sohn | + | Schmalzbach gehörte dem [[Judentum|jüdischen Glauben]] an, war seit dem [[19. August]] [[1928]] verheiratet mit Oskar (* [[6. Dezember]] [[1890]]) und hatte mit ihm einen Sohn Herbert. Die Familie war unter der Adresse [[Linzer Gasse]] 53 - [[Wolf-Dietrich-Straße]] 2 registriert. Das Haus gehörte Schmalzbachs Mutter Gisela, die im Erdgeschoss ein Konfektions- und Modegeschäft führte, während die Privaträume im 1. Stock der Familie vorbehalten blieben. |
1938 wurden sowohl die Geschäftsräume, als auch die privaten Wohnräume der Familie enteignet. Schmalzbachs Mutter Gisela emigrierte mit ihren zwei anderen Kindern zunächst nach London, später nach Amerika. | 1938 wurden sowohl die Geschäftsräume, als auch die privaten Wohnräume der Familie enteignet. Schmalzbachs Mutter Gisela emigrierte mit ihren zwei anderen Kindern zunächst nach London, später nach Amerika. | ||
| − | Schmalzbach selbst bekam, ebenso wie ihr Gatte und ihr Sohn, kein Visum und musste daher nach Frankreich gehen, wo sie im Februar 1939 in Paris eintraf. 1942 wurde die Familie verhaftet, zunächst im Camp de Casseneuil interniert, später in das Camp de Drancy gebracht. Am [[9. September]] des gleichen Jahres erfolgte die Deportation nach Auschwitz. Lediglich das Todesdatum von Schmalzbachs Gatten Oskar ist bekannt: [[27. Jänner]][[1943]]. Schmalzbach und ihr Sohn verloren, soweit dies eruierbar ist, ihr Leben gleich nach ihrer Ankunft in Auschwitz. | + | Schmalzbach selbst bekam, ebenso wie ihr Gatte und ihr Sohn, kein Visum und musste daher nach [[Frankreich]] gehen, wo sie im Februar 1939 in Paris eintraf. 1942 wurde die Familie verhaftet, zunächst im ''Camp de Casseneuil'' interniert, später in das ''Camp de Drancy'' gebracht. Am [[9. September]] des gleichen Jahres erfolgte die Deportation nach Auschwitz. Lediglich das Todesdatum von Schmalzbachs Gatten Oskar ist bekannt: [[27. Jänner]] [[1943]]. Schmalzbach und ihr Sohn verloren, soweit dies eruierbar ist, ihr Leben gleich nach ihrer Ankunft in Auschwitz. Die genauen Todesdaten sind nicht euriebar. |
| − | Zum Andenken an Marie und Herbert Schmalzbach | + | Zum Andenken an Marie und Herbert Schmalzbach wurden am [[18. April]] [[2013]] an der Ecke Linzer Gasse Nr. 53 - Wolf-Dietrich-Straße Nr. 2 zwei [[Stolpersteine]] verlegt. |
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| − | + | {{SORTIERUNG: Schmalzbach, Marie und Herbert}} | |
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| − | [[Kategorie:Person (Geschichte) | + | [[Kategorie:Privatperson]] |
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:NS-Opfer]] |
| − | [[Kategorie:Zweiter Weltkrieg | + | [[Kategorie:Jüdische Opfer]] |
| + | [[Kategorie:Zweiter Weltkrieg]] | ||
| + | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] | ||
| + | [[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]] | ||
| + | [[Kategorie:Nationalsozialismus]] | ||
| + | [[Kategorie:Stolperstein]] | ||
| + | [[Kategorie:Geboren 1901]] | ||
| + | [[Kategorie:Geboren 1929]] | ||
| + | [[Kategorie:Gestorben 1943]] | ||
Aktuelle Version vom 20. November 2024, 21:34 Uhr
Marie Schmalzbach, geborene Pirak (* 30. August 1901 in der Stadt Salzburg; † um/nach 1943 im KZ Auschwitz ermordet), und ihr Sohn Herbert Schmalzbach (* 11. August 1929 in der Stadt Salzburg; † um/nach 1943 im KZ Auschwitz ermordet) waren aus Salzburg deportierte Opfer des Nationalsozialismus.
Leben
Schmalzbach gehörte dem jüdischen Glauben an, war seit dem 19. August 1928 verheiratet mit Oskar (* 6. Dezember 1890) und hatte mit ihm einen Sohn Herbert. Die Familie war unter der Adresse Linzer Gasse 53 - Wolf-Dietrich-Straße 2 registriert. Das Haus gehörte Schmalzbachs Mutter Gisela, die im Erdgeschoss ein Konfektions- und Modegeschäft führte, während die Privaträume im 1. Stock der Familie vorbehalten blieben.
1938 wurden sowohl die Geschäftsräume, als auch die privaten Wohnräume der Familie enteignet. Schmalzbachs Mutter Gisela emigrierte mit ihren zwei anderen Kindern zunächst nach London, später nach Amerika.
Schmalzbach selbst bekam, ebenso wie ihr Gatte und ihr Sohn, kein Visum und musste daher nach Frankreich gehen, wo sie im Februar 1939 in Paris eintraf. 1942 wurde die Familie verhaftet, zunächst im Camp de Casseneuil interniert, später in das Camp de Drancy gebracht. Am 9. September des gleichen Jahres erfolgte die Deportation nach Auschwitz. Lediglich das Todesdatum von Schmalzbachs Gatten Oskar ist bekannt: 27. Jänner 1943. Schmalzbach und ihr Sohn verloren, soweit dies eruierbar ist, ihr Leben gleich nach ihrer Ankunft in Auschwitz. Die genauen Todesdaten sind nicht euriebar.
Zum Andenken an Marie und Herbert Schmalzbach wurden am 18. April 2013 an der Ecke Linzer Gasse Nr. 53 - Wolf-Dietrich-Straße Nr. 2 zwei Stolpersteine verlegt.