Schachtelhalmgewächse: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Die wirksamste Vermehrung der Pflanzen erfolgt vegetativ über Ausläufer, also über unterirdische Rhizome. Die schachtelhalmartigen Gefäßpflanzen sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen auf nassen oder feuchten Böden, gehen aber auch in Ufer- und Flachwasserbereiche. Bevorzugt wird insgesamt ein Standort von der collinen bis zur montanen Stufe. | ||
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| + | ==Gattungen der Schachtelhalmgewächse im Land Salzburg== | ||
| + | Im Land Salzburg und auch in Mitteleuropa bestehen die Schachtelhalmgewächse nur aus einer einzigen Art, der Gattung Schachtelhalm. | ||
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| + | *[[Acker-Schachtelhalm]] (Equisetum arvense) | ||
| + | *[[Riesenschachtelhalm|Riesen-Schachtelhalm]] (Equisetum telmateia) | ||
| + | *[[Sumpf-Schachtelhalm]] (Equisetum palustre) | ||
| + | *[[Hain-Schachtelhalm]] (Equisetum pratense) | ||
| + | *[[Wald-Schachtelhalm]] (Equisetum sylvaticum) | ||
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| + | *[[Winter-Schachtelhalm]] (Equisetum hyemale) | ||
| + | *[[Bunter Schachtelhalm]] (Equisetum variegatum) | ||
| + | *[[Teich-Schachtelhalm]] (Equisetum fluviatile) | ||
| + | Der '''Sand-Schachtelhalm''' (Equisetum ramosissimum) fehlt im Bundesland Salzburg und in Oberösterreich | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
| − | + | * [[Manfred Fischer (Botaniker)|Fischer, Manfred A.]], Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz, 2005. | |
| + | * [[Helmut Wittmann (Biologe)|Wittmann, Helmut]]; Siebenbrunner, Apollonia; [[Peter Pilsl (Botaniker)|Pilsl, Peter]]; [[Paul Heiselmayer|Heiselmayer, Paul]]: Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen in: Sauteria Schriftenreihe für Systematische Botanik, Floristik und Geobotanik, Band 2, 1987 | ||
| + | * [[SALZBURGWIKI]]-Einträge | ||
| + | * {{wikipedia-de|Schachtelhalme}} | ||
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Aktuelle Version vom 28. August 2024, 18:30 Uhr
Die Schachtelhalmgewächse sind ein vergleichsweise ursprüngliche Familie innerhalb der Gefäßpflanzen, die sich über Ausläufer und über Sporen bebreitet.
Erscheinungsbild, Geschichte und Verbreitung
Die Schachtelhalmgewächse sind an den Stängeln typischerweise gekennzeichnet durch Knoten und dazwischen liegenden Internodi. Die Zellwände der Schachtelhalme enthalten Kieselsäure, sei lassen sich deshalb auch auch Scheuermittel verwenden. Unter den fossilen Schachtelhalmgewächsen waren sehr hochwüchsige und mächtige Holzgewächse, wesentlich beteiligt waren am Aufbau der Steinkohlenwälder. Die Schachtelhalm-Stängel sind innen in der Regel hohl. Die "Blätter" sind an den Knoten der Stängel virtelig geordnet. Diese Blätter sind sehr schlank Wie alle Pflanzenarten der Farne bilden die Schachtelhalmartigen keine Blüten, sondern Sporen aus. Die Sporen stehen in der Regel in eigenen Sporangien, und besitzen eine zapfenähnliche Gestalt (Sporangienträger).
Die wirksamste Vermehrung der Pflanzen erfolgt vegetativ über Ausläufer, also über unterirdische Rhizome. Die schachtelhalmartigen Gefäßpflanzen sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen auf nassen oder feuchten Böden, gehen aber auch in Ufer- und Flachwasserbereiche. Bevorzugt wird insgesamt ein Standort von der collinen bis zur montanen Stufe.
Gattungen der Schachtelhalmgewächse im Land Salzburg
Im Land Salzburg und auch in Mitteleuropa bestehen die Schachtelhalmgewächse nur aus einer einzigen Art, der Gattung Schachtelhalm.
Die Arten der Gattung Schachtelhalm im Land Salzburg
- Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense)
- Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
- Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
- Hain-Schachtelhalm (Equisetum pratense)
- Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
- Wiesen-Schachtelhalm (Equisetum pratense)
- Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
- Bunter Schachtelhalm (Equisetum variegatum)
- Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
Der Sand-Schachtelhalm (Equisetum ramosissimum) fehlt im Bundesland Salzburg und in Oberösterreich
Quellen
- Fischer, Manfred A., Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz, 2005.
- Wittmann, Helmut; Siebenbrunner, Apollonia; Pilsl, Peter; Heiselmayer, Paul: Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen in: Sauteria Schriftenreihe für Systematische Botanik, Floristik und Geobotanik, Band 2, 1987
- SALZBURGWIKI-Einträge
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Schachtelhalmgewächse"