Matthäus Fingerlos: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Matthäus Fingerlos''' (* [[6. September]] [[1748]] in [[Flatschach]], [[Lungau]]; † [[11. Dezember]] [[1817]] in [[Salzburg]]) war ein Salzburger katholischer Theologe. | '''Matthäus Fingerlos''' (* [[6. September]] [[1748]] in [[Flatschach]], [[Lungau]]; † [[11. Dezember]] [[1817]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein Salzburger katholischer Theologe. | ||
== Leben== | == Leben== | ||
Fingerlos wurde als Sohn des Bauern Johann Fingerlos und dessen Ehefrau Katharina, geborener Kocherin vom Ferissn-Gut in [[Thomatal]], geboren. | Fingerlos wurde als Sohn des Bauern Johann Fingerlos und dessen Ehefrau Katharina, geborener Kocherin vom Ferissn-Gut in [[Thomatal]], geboren. | ||
Er besuchte ab 1761 das [[ | Er besuchte ab 1761 das [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Benediktinergymnasium]] in Salzburg und nahm dort 1767 ein Studium der Philosophie auf. Im Jahr 1770 empfing er die Priesterweihe. Ab 1774 war er auf dem Land seelsorgerisch tätig. 1783 wurde er Kooperator in Salzburg und Domprediger, 1785 Stadtkaplan. | ||
1787 übernahm er als Regens die Leitung des erzbischöflichen [[Priesterseminar]]s. Im Bann der Religionsphilosophie Immanuel Kants stehend, versuchte Fingerlos, ein neues Verständnis der Aufgabe eines Geistlichen zu entwickeln und in der Seminarerziehung in die Praxis zu setzen. Daraus erwuchsen ihm Gegner, auch verfeindete er sich mit der [[Universität Salzburg|Salzburger Benediktiner-Universität]]. Zwar genoss er lange das Wohlwollen des Erzbischofs [[Hieronymus Graf Colloredo|Hieronymus Grafen Colloredo]], schließlich musste er aber im Jahr 1801 als Stadtpfarrer in die salzburgische Enklave [[Mühldorf am Inn]] gehen. | 1787 übernahm er als Regens die Leitung des erzbischöflichen [[Priesterseminar]]s. Im Bann der Religionsphilosophie Immanuel Kants stehend, versuchte Fingerlos, ein neues Verständnis der Aufgabe eines Geistlichen zu entwickeln und in der Seminarerziehung in die Praxis zu setzen. Daraus erwuchsen ihm Gegner, auch verfeindete er sich mit der [[Universität Salzburg|Salzburger Benediktiner-Universität]]. Zwar genoss er lange das Wohlwollen des Erzbischofs [[Hieronymus Graf Colloredo|Hieronymus Grafen Colloredo]], schließlich musste er aber im Jahr 1801 als Stadtpfarrer in die salzburgische Enklave [[Mühldorf am Inn]] gehen. | ||
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* Heinz Marquart, aaO. | * Heinz Marquart, aaO. | ||
* Johann Jakob Heinrich Czikann, Franz Gräffer (Hrsg.): Oesterreichische National-Encyklopädie, oder alphabetische Darlegung ..., Zweyter Band (Wien 1835), [http://books.google.at/books?id=AVMCAAAAMAAJ&pg=PA141&lpg=PA141&dq=Fingerlos,+Matthäus&source=bl&ots=5qeWxzVHk8&sig=Llz3CV-zyJKoy_s-E4bYbdYyFIQ&hl=de#v=onepage S. 141.] | * Johann Jakob Heinrich Czikann, Franz Gräffer (Hrsg.): Oesterreichische National-Encyklopädie, oder alphabetische Darlegung ..., Zweyter Band (Wien 1835), [http://books.google.at/books?id=AVMCAAAAMAAJ&pg=PA141&lpg=PA141&dq=Fingerlos,+Matthäus&source=bl&ots=5qeWxzVHk8&sig=Llz3CV-zyJKoy_s-E4bYbdYyFIQ&hl=de#v=onepage S. 141.] | ||
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