Archidiakonat Gars am Inn: Unterschied zwischen den Versionen

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Das ''' Archidiakonat Gars am Inn''' war eine kirchliche [[Archidiakonat|Verwaltungseinheit]] innerhalb der [[Kirchenprovinz Salzburg]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Das Archidiakonat Gars am Inn ist ab dem 12. Jahrhundert urkundlich nachweisbar. Es gehörte bis zum [[23. April]] [[1808]] zur [[Erzdiözese Salzburg]] und wurde dann dem [[Bistum Freising]] übertragen.  
Das Archidiakonat Gars am Inn ist ab dem [[12. Jahrhundert]] urkundlich nachweisbar. Es gehörte bis zum [[23. April]] [[1808]] zur [[Erzdiözese Salzburg]] und wurde dann zwischen dem [[Bistum Freising]] und dem [[Bistum Passau]] aufgeteilt.  


== Quelle ==
== Die Seelsorgestellenstruktur im Archidiakonat Gars am Inn im späten 18. Jahrhundert ==
Die Grundlage für das folgende Organigramm bilden die Bestände im Archiv der Erzdiözese München und Freising.
 
* [[Altötting]], Pfarrei
* Alzgern, Pfarrei
* [[Ampfing]], Pfarrei (inkorporiert [[Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn]])
** Ellach, Benefizium
* Au am Inn, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
* Buchbach, Pfarrei
** Steeg, Benefizium
* Burgkirchen am Wald, Pfarrei
** Heiligenstadt, Benefizium
** Tüßling, Benefizium
* Endsorf, Pfarrei
* Erharting, Pfarrei
** Frixing, Benefizium
* Flossing, Pfarrei
** Polling, Kuratie
* Fraham, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
* [[Gars am Inn]], Pfarrei (inkorporiert [[Augustiner-Chorherrenstift Gars am Inn]])
* Gern, Pfarrei
* Hirschhorn, Pfarrei
** Mitterskirchen, Kuratie
** Wurmannsquick, Kuratie
* Heldenstein, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
* Hörbering, Pfarrei (inkorporiert [[Benediktinerkloster Sankt Veit]])
* Holzhausen, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
* Lauternbach, Pfarrei (inkorporiert [[Benediktinerkloster Seeon]])
* Lohkirchen, Pfarrei
** Salmannskirchen, Benefizium
** Zangberg, Benefizium
* Mettenheim, Pfarrei
* Neuötting, Pfarrei
* Niederbergkirchen, Pfarrei (inkorporiert [[Zisterzienserkloster Raitenhaslach]])
* Niederdietfurt (=Unterdietfurt), Pfarrei
* Niedertaufkirchen, Pfarrei
* Oberbergkirchen, Pfarrei
* Obertaufkirchen, Pfarrei
** Mesmering, Benefizium
** Schwindegg, Benefizium
* Perach, Pfarrei
* Pleiskirchen, Pfarrei
* Pürten, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
* Rattenkirchen, Pfarrei
* Reichertsham, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Au am Inn)
* Reischach, Pfarrei
* Rogglfing, Pfarrei
* Schönberg, Pfarrei
* Stammham, Pfarrei
** Eiberg, Vikariat
** Reut, Vikariat
** Marktl, Benefizium
** Taubenbach, Benefizium
* Stephanskirchen, Pfarrei (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Gars am Inn)
** Ranoldsberg, Benefizium (inkorporiert Augustiner-Chorherrenstift Gars am Inn)
* Taufkirchen am Inn, Pfarrei
** Kraiburg am Inn, Kuratie und zwei Benefizien
** Ornau, Benefizium
* Sankt Veit bei Neumarkt, Pfarrei (inkorporiert Benediktinerkloster Sankt. Veit)
** Neumarkt bei Sankt Veit, Vikariat (inkorporiert Benediktinerkloster Sankt Veit)
** Teising, Benefizium
* Winhöring, Pfarrei
** Frauenbichel, Benefizium
* Zeilarn, Pfarrei
* Zimmern, Pfarrei
** Tann, Expositur und Benefizium
 
== Die Aufteilung der Seelsorgestellen auf die Bistümer Freising und Passau ==
 
Durch die kirchlichen Umbrüche des frühen [[19. Jahrhundert]]s ging der nördliche Teil des Archidiakonats Gars am Inn an das [[Bistum Passau]] über, der südlich an das [[Bistum Freising]]. Mit der Gründung des [[Erzbistum München und Freising|Erzbistums München und Freising]] [[1821]] war dieser Prozesse praktisch 1822 abgeschlossen.
 
Die Seelsorgestellen im neu gegründeten Erzbistum München und Freising: Ampfing, Attenkirchen, Au am Inn, Buchbach, Erharting, Flossing, Fraham, Gars, Heldenstein, Hörbering, Lohkirchen, Mettenheim, Mittergars, Neumarkt St. Veit, Niederbergkirchen, Niedertaufkirchen, Oberbergkirchen, Obertaufkirchen, Pürten, Ranoldsberg, Rattenkirchen, Reichertsheim, Schönberg, Stefanskirchen bei [[Mühldorf am Inn]], Stephanskirchen bei Rosenheim, Taufkirchen-Lafering, Wang.
 
Die Seelsorgestellen im Bistum Passau: Altötting, Alzgern, Burgkirchen am Wald, Eiberg, Gern, Hirschhorn, Marktl, Mitterskirchen, Neuötting, Reischach, Reut, Rogglfing, Stammham, Tann, Unterdietfurt, Winhöring, Wurmannsquick, Zeilarn, Zimmern.
 
== Quellen ==
* [[Anton Mayer|Mayer, Anton]]: ''Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising. I. Band, enthaltend die Decanate Abens bis Laufen inclus.'' München (Hermann Manz) 1874, S. 81.
* [[Anton Mayer|Mayer, Anton]]: ''Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising. I. Band, enthaltend die Decanate Abens bis Laufen inclus.'' München (Hermann Manz) 1874, S. 81.
* [https://www.erzbistum-muenchen.de/cms-media/media-46582520.pdf erzbistum-muenchen.de], pdf, Pfarreien im ehem. Erzbistum Salzburg, bayerischer Anteil


[[Kategorie:Deutschland]]
[[Kategorie:Deutschland]]