Coleophora avellanae: Unterschied zwischen den Versionen
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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ||
Die früher zu ''[[Coleophora milvipennis]]'' gestellten, an ''[[Carpinus betulus]]'' und ''[[Corylus avellana]]'' lebenden Tiere wurden auf Basis genetischer Untersuchungen im Jahr 2024 als eigene Art, ''Coleophora avellanae'' abgetrennt. Ein entsprechender Raupenfund ist auch aus Salzburg bekannt. Er stammt von '' | Die früher zu ''[[Coleophora milvipennis]]'' gestellten, an ''[[Hainbuche|Carpinus betulus]]'' (Gemeine Hainbuche) und ''[[Haselnuss|Corylus avellana]]'' lebenden Tiere wurden auf Basis genetischer Untersuchungen im Jahr 2024 als eigene Art, ''Coleophora avellanae'' abgetrennt. Ein entsprechender Raupenfund ist auch aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bekannt. Er stammt von ''Carpinus betulus'' aus dem Weidmoos bei [[St. Georgen bei Salzburg|St. Georgen]] (Zone I, [[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]], nach Embacher et al. 2024) vom [[28. September]] [[2021]]. Der Fundort liegt in rund 430 [[m ü. A.|m Höhe]], Lebensraum ist der abwechslungsreiche Rand eines Torfmoos-[[Kiefer]]n-Moorrandwaldes. | ||
==Nachbarfaunen== | ==Nachbarfaunen== | ||
In der Originalbeschreibung listen Tabell & Huemer in Tabell et al. (2024) aus [[Österreich]] Funde aus [[Vorarlberg]], [[Nordtirol]], [[Kärnten]] und [[Niederösterreich]] auf. In [[Bayern]] erfolgte der Erstnachweis ebenfalls bereits im Jahr [[2024]] (Haslberger et al. 2024). Die Art ist in Europa weit verbreitet. | |||
In der Originalbeschreibung listen Tabell & Huemer in Tabell et al. (2024) aus [[Österreich]] Funde aus [[Vorarlberg]], [[Nordtirol]], [[Kärnten]] und [[Niederösterreich]] auf. In [[Bayern]] erfolgte der Erstnachweis ebenfalls bereits im Jahr [[2024]] (Haslberger et al. 2024). Die Art ist in | |||
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
Außer der Nahrungspflanze (''Carpinus betulus'') liegen zur Biologie der Art aus Salzburg keine weiteren Daten vor (Kurz & Kurz 2025). An dieser Nahrungspflanze wurde aber Konkurrenz durch Ressourcennutzung zu ''[[Stigmella microtheriella]]'' und ''[[Proutia betulina]]'' dokumentiert. Eine Zuordnung zu einer der Gefährdungskategorien ist zur Zeit nicht möglich (Einstufung DD). | |||
Außer der Nahrungspflanze ('' | |||
==Weiterführende Informationen== | ==Weiterführende Informationen== | ||
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*{{Quelle Embacher et al. 2024}} | *{{Quelle Embacher et al. 2024}} | ||
*Haslberger, A., T. Grünewald, P. Lichtmannecker, A. von Scholley-Pfab & A.H. Segerer 2016. Lepidopterologische Neuigkeiten aus Bayern mit Ergänzungen und Korrekturen zur Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (5. Beitrag). Nachrichtenblatt der Bayerischen Entomologen <b>73</b> (3/4): 70–76. | *Haslberger, A., T. Grünewald, P. Lichtmannecker, A. von Scholley-Pfab & A.H. Segerer 2016. Lepidopterologische Neuigkeiten aus Bayern mit Ergänzungen und Korrekturen zur Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (5. Beitrag). Nachrichtenblatt der Bayerischen Entomologen <b>73</b> (3/4): 70–76. | ||
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.07.01]. | *Kurz, M. A. & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.07.01]. | ||
*Tabell, J., R. Siloaho & L. Sippola 2024. The Casebearer Moths (Coleophoridae) of Northern Europe | *Tabell, J., R. Siloaho & L. Sippola 2024. The Casebearer Moths (Coleophoridae) of Northern Europe – Genitalia. Tibiale Insect Equipment ltd., Helsinki: 248 p. | ||
== Einzelnachweis == | == Einzelnachweis == | ||