Caloptilia betulicola: Unterschied zwischen den Versionen
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==Diagnose== | ==Diagnose== | ||
Bei Kenntnis der Nahrungspflanze durch Zucht ist die wenig gepunktete Art meist eindeutig zu erkennen, da ''[[Caloptilia populetorum]]'' im Allgemeinen eine stärkere Fleckung besitzt. Gefangene Tiere können aber nur durch anatomische Untersuchung sicher von anderen ähnlichen Arten, besonders ''[[Caloptilia elongella]]'' oder ''[[Caloptilia roscipennella]]'', aber auch ''[[Caloptilia rufipennella]]'' unterschieden werden. Die Minen und Blattrollen der Raupen sind ohne Zucht der [[Glossar Biologie#I|Imag]]o nicht sicher von jenen der ''[[Caloptilia populetorum]]'' zu unterscheiden, die Blattrollen sind aber im Gegensatz zu jener eher quer zur Mittelader des Blattes angelegt. | Bei Kenntnis der Nahrungspflanze durch Zucht ist die wenig gepunktete Art meist eindeutig zu erkennen, da ''[[Caloptilia populetorum]]'' im Allgemeinen eine stärkere Fleckung und zudem dunkle Außenfransen besitzt. Gefangene Tiere können aber nur durch anatomische Untersuchung sicher von anderen ähnlichen Arten, besonders ''[[Caloptilia elongella]]'' oder ''[[Caloptilia roscipennella]]'', aber auch ''[[Caloptilia rufipennella]]'' unterschieden werden. Die Minen und Blattrollen der Raupen sind ohne Zucht der [[Glossar Biologie#I|Imag]]o nicht sicher von jenen der ''[[Caloptilia populetorum]]'' zu unterscheiden, die Blattrollen sind aber im Gegensatz zu jener eher quer zur Mittelader des Blattes angelegt. | ||
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ||
''C. betulicola'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und IV ([[Zentralalpen]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 024), in einer Höhe von 420 bis | ''C. betulicola'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und IV ([[Zentralalpen]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 024), in einer Höhe von 420 bis 1 600 [[m ü. A.]] bekannt geworden, wobei aus den Zentralalpen nur Minenfunde vorliegen. Lebensraum der Art ist im [[Unzinger Moos]], im [[Weidmoos]] und im [Samer Mösl|Sam-Moos]] jeweils ein Hoch[[moor]] mit einem ausgedehnten Bestand von Moor[[birke]]n, in [[Kasern]] ein abwechslungsreich strukturierter [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>rand ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Im Gebirge besiedelt die Art vermutlich Gebüschstreifen an den Bächen. Wie bei einigen ihrer Verwandten, entwickelt sich bei ''C. betulicola'' vermutlich nur eine Generation im Jahr, wobei die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] überwintern (Funde im März und April). Raupenfunde stammen aus dem Juli und August. | ||
==Nachbarfaunen== | ==Nachbarfaunen== | ||
Nach Huemer (2013) fehlen in Österreich Nachweise der Art aus [[Osttirol]], [[Niederösterreich]], [[Wien]] und dem [[Burgenland]]. In [[Oberösterreich]] ist ''C. betulicola'' nur aus dem | Nach Huemer (2013) fehlen in Österreich Nachweise der Art aus [[Osttirol]], [[Niederösterreich]], [[Wien]] und dem [[Burgenland]]. In [[Oberösterreich]] ist ''C. betulicola'' nur aus dem Mühlviertel bekannt (Klimesch 1990), ein neuerer Fund stammt aus dem [[Ibmer Moor]] (Kurz & Kurz 2025). In [[Bayern]] ist die Art rezent aus allen vier Naturräumen nachgewiesen (Haslberger & Segerer 2016). | ||
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
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==Weiterführende Informationen== | ==Weiterführende Informationen== | ||
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{{Fauna und Flora Projekt}} | {{Fauna und Flora Projekt}} | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
*{{Quelle Embacher et al. 2024}} | *{{Quelle Embacher et al. 2024}} | ||