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'''Kaiser Karl VI.''' (* [[1. Oktober]] [[1685]] in Wien; † [[20. Oktober]] [[1740]] ebenda) - der sechste [[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|Römische Kaiser]] des Namens Karl - war ein österreichischer Herrscher.
  
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Im ''Spanischen Erbfolgekrieg'' (1701-1714) konnten die österreichischen Habsburger nur einen Teil des ihnen zugefallenen Erbes der spanischen Habsburger behaupten; aber immerhin kamen damit die vorherigen Spanischen Niederlande – nunmehr [[Belgien|Österreichische Niederlande]] – und die vorher spanischen Besitzungen in Italien (Herzogtum Mailand, vorübergehend auch Königreich [[Neapel]]-Sizilien) an Österreich. Nachdem auch der ''6. Österreichischer Türkenkrieg'' erfolgreich verlaufen war, erstreckte sich Karls Herrschaftsbereich bis weit nach Serbien und Rumänien hinein und markierte damit für kurze Zeit die größte Ausdehnung des österreichischen Habsburgerreiches.
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Im ''Spanischen Erbfolgekrieg'' (1701–1714) konnten die österreichischen Habsburger nur einen Teil des ihnen zugefallenen Erbes der [[Spanien|spanischen]] Habsburger behaupten; aber immerhin kamen damit die vorherigen Spanischen Niederlande – nunmehr [[Belgien|Österreichische Niederlande]] – und die vorher spanischen Besitzungen in [[Italien]] (Herzogtum Mailand, vorübergehend auch Königreich [[Neapel]]-Sizilien) an Österreich. Nachdem auch der ''6. Österreichische Türkenkrieg'' erfolgreich verlaufen war, erstreckte sich Karls Herrschaftsbereich bis weit in die heutigen Staaten [[Serbien]] und [[Rumänien]] hinein und markierte damit für kurze Zeit die größte Ausdehnung des österreichischen Habsburgerreiches.
  
Durch die ''Pragmatischen Sanktion'' schuf er eine einheitliche Thronfolgeordnung, nach der mangels männlicher Thronerben auch weibliche Mitglieder des Hauses Habsburg erbberechtigt waren, für die habsburgischen Länder, nachmals ''„Erbländer“'' oder ''„Erbstaaten“'', und schweißte diese dadurch enger zusammen.
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Durch die ''Pragmatische Sanktion'' schuf Karl eine einheitliche Thronfolgeordnung, nach der mangels männlicher Thronerben auch weibliche Mitglieder des Hauses Habsburg erbberechtigt waren, für die habsburgischen Länder, nachmals ''"Erbländer"'' oder ''"Erbstaaten"'', und schweißte diese dadurch enger zusammen.
  
 
Eine folgenreiche Entscheidung war es, dass Karl seine Erbtochter Maria Theresia nicht an einen Vertreter eines mächtigen Fürstenhauses, sondern an den politisch unbedeutenden Herzog von Lothringen vermählte.
 
Eine folgenreiche Entscheidung war es, dass Karl seine Erbtochter Maria Theresia nicht an einen Vertreter eines mächtigen Fürstenhauses, sondern an den politisch unbedeutenden Herzog von Lothringen vermählte.
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== Familie ==
 
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Karl VI. war verheiratet mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel ([[1691]]-[[1750]]); 1708-1740. Aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor, von denen jedoch nur [[Maria Theresia]] und ihre Schwester  Maria Anna das Erwachsenenalter erreichten.  
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Karl VI. war verheiratet mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (* [[28. August]] [[1691]] in Wolfenbüttel; † [[21. Dezember]] [[1750]] in Wien); [[1. August]] [[1708]] bis [[20. Oktober]] [[1740]]; die vor ihrer Heirat vom protestantischen zum katholischen Glauben konvertieren musste. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, von denen jedoch nur [[Maria Theresia]] und ihre Schwester  Maria Anna das Erwachsenenalter erreichten.  
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== Weiterführend ==
 
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Für Informationen zu {{PAGENAME}}, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_VI._(HRR) Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema''.]
 
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**[[Josef Karl Mayr]], ''Die [[Protestantenvertreibung|Emigration der Salzburger Protestanten]] von [[1731]]/[[1732|32]]. Das Spiel der politischen Kräfte'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19290003&zoom=2&seite=00000001 69, 1929, S. 1-64]
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**[[Josef Karl Mayr|Mayr, Josef Karl]], ''Die [[Protestantenvertreibung|Emigration der Salzburger Protestanten]] von [[1731]]/[[1732|32]]. Das Spiel der politischen Kräfte'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19290003&zoom=2&seite=00000001 69, 1929, S. 1-64]
* Richard ''Reifenscheid'', Die Habsburger in Lebensbildern, Wien u.a., 2007, Seite 206 und Seite 217
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* Reifenscheid, Richard, ''Die Habsburger in Lebensbildern'', Wien u. a., 2007, Seite 206 und Seite 217
  
 
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Aktuelle Version vom 30. November 2023, 09:42 Uhr

Kaiser Karl VI. (* 1. Oktober 1685 in Wien; † 20. Oktober 1740 ebenda) - der sechste Römische Kaiser des Namens Karl - war ein österreichischer Herrscher.

Allgemein

Karl VI. entstammte dem Geschlecht der Habsburger, das Österreich von 1278 bis 1918 beherrschte. Er war der letzte Vertreter dieses Herrschergeschlechts, das von seiner Tochter (Kaiserin) Maria Theresia als Haus Habsburg-Lothringen fortgesetzt wurde.

Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) konnten die österreichischen Habsburger nur einen Teil des ihnen zugefallenen Erbes der spanischen Habsburger behaupten; aber immerhin kamen damit die vorherigen Spanischen Niederlande – nunmehr Österreichische Niederlande – und die vorher spanischen Besitzungen in Italien (Herzogtum Mailand, vorübergehend auch Königreich Neapel-Sizilien) an Österreich. Nachdem auch der 6. Österreichische Türkenkrieg erfolgreich verlaufen war, erstreckte sich Karls Herrschaftsbereich bis weit in die heutigen Staaten Serbien und Rumänien hinein und markierte damit für kurze Zeit die größte Ausdehnung des österreichischen Habsburgerreiches.

Durch die Pragmatische Sanktion schuf Karl eine einheitliche Thronfolgeordnung, nach der mangels männlicher Thronerben auch weibliche Mitglieder des Hauses Habsburg erbberechtigt waren, für die habsburgischen Länder, nachmals "Erbländer" oder "Erbstaaten", und schweißte diese dadurch enger zusammen.

Eine folgenreiche Entscheidung war es, dass Karl seine Erbtochter Maria Theresia nicht an einen Vertreter eines mächtigen Fürstenhauses, sondern an den politisch unbedeutenden Herzog von Lothringen vermählte.

Salzburgbezug

Karl VI. spielte bei der großen Salzburger Protestantenvertreibung eine eher unrühmliche Rolle. Zwar als katholischer Fürst selbst ein Unterdrücker des Protestantismus, war er als Kaiser Wahrer des von den Protestantenvertreibern missachteten Reichsrechts und hatte er als Hausmachtpolitiker Rücksicht auf die protestantischen Reichsstände zu nehmen. Er musste aber hinnehmen, dass Fürsterzbischof Firmian und Hofkanzler Cristani seine ausgleichende Politik unterliefen, die von ihm zur Verfügung gestellten Truppen für ihre Vorgangsweise missbrauchten und zugleich mit dem Reichsrecht auch seine Autorität missachteten.

Familie

Karl VI. war verheiratet mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel (* 28. August 1691 in Wolfenbüttel; † 21. Dezember 1750 in Wien); 1. August 1708 bis 20. Oktober 1740; die vor ihrer Heirat vom protestantischen zum katholischen Glauben konvertieren musste. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, von denen jedoch nur Maria Theresia und ihre Schwester Maria Anna das Erwachsenenalter erreichten.

Kinder

NameGeburtsdatumTodesdatum
Leopold Johann 13. April 1716 4. November 1716
Maria Theresia 13. Mai 1717 29. November 1780
Maria Anna 14. September 1718 16. Dezember 1744
Maria Amalia 5. April 1724 19. April 1730

Weiterführend

Für Informationen zu Karl VI., die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Quellen

Zeitfolge
Vorgänger

Joseph I.
Leopold I.

Römischer Kaiser
17111740
Nachfolger

Karl VII. Albrecht (von Bayern)
Franz I. Stephan (Gemahl Maria Theresias)

Zeitfolge
Vorgänger

Joseph I.
Leopold I.

Herrscher Österreichs
17111740
Nachfolger

Maria Theresia