Bukowina: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Bukowina''', deutsch auch Buchenland, rumänisch Bucovina, ukrainisch Bukowyna, ist eine historische Landschaft im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa. | Die '''Bukowina''', deutsch auch Buchenland, rumänisch Bucovina, ukrainisch Bukowyna, ist eine historische Landschaft im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa. | ||
== Geografie == | == Geografie == | ||
Die nördliche Hälfte gehört zur [[Ukraine]] und ist Teil der Oblast<ref>Oblast ist die Bezeichnung für einen größeren Verwaltungsbezirk in [[Bulgarien]], Kasachstan, Kirgisistan, [[Russland]], der Ukraine und Weißrussland.</ref> Tscherniwzi. Die südliche Hälfte gehört zu [[Rumänien]] und ist Teil des Kreises Suceava. Hier liegen auch die Moldauklöster, die zum [[Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]] zählen. | Die nördliche Hälfte gehört zur [[Ukraine]] und ist Teil der Oblast<ref>Oblast ist die Bezeichnung für einen größeren Verwaltungsbezirk in [[Bulgarien]], Kasachstan, Kirgisistan, [[Russland]], der [[Ukraine]] und Weißrussland.</ref> Tscherniwzi. Die südliche Hälfte gehört zu [[Rumänien]] und ist Teil des Kreises Suceava. Hier liegen auch die Moldauklöster, die zum [[Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]] zählen. | ||
Die Bukowina sowie das südöstlich davon liegende [[Bessarabien]] war jahrhundertelang ein Teil des historischen Fürstentums Moldau, von [[1775]] bis [[1918]] gehörte das Gebiet mit seiner multiethnischen Bevölkerung zur [[Habsburgermonarchie]]. Im Nordwesten liegt Ost[[galizien]], im Südwesten [[Siebenbürgen]]. | Die Bukowina sowie das südöstlich davon liegende [[Bessarabien]] war jahrhundertelang ein Teil des historischen Fürstentums Moldau, von [[1775]] bis [[1918]] gehörte das Gebiet mit seiner multiethnischen Bevölkerung zur [[Habsburgermonarchie]]. Im Nordwesten liegt Ost[[galizien]], im Südwesten [[Siebenbürgen]]. | ||
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* Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war das Lager II im [[Lager Niederalm]] für Flüchtlinge aus den Gebieten der östlichen [[Habsburgermonarchie|Donaumonarchie]] (der Kronländer [[Galizien]] und Bukowina]) vorgesehen. | * Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war das Lager II im [[Lager Niederalm]] für Flüchtlinge aus den Gebieten der östlichen [[Habsburgermonarchie|Donaumonarchie]] (der Kronländer [[Galizien]] und Bukowina]) vorgesehen. | ||
* Am [[19. November]] [[1941]] begrüßte [[Gauleiter]] [[Friedrich Rainer]] die ersten 494 "[[volksdeutsche]]n" "Rückwanderer" aus der Bukowina in Salzburg, sie wurden im [[Lager Niederalm]] untergebracht. Am [[10. Jänner]] [[1942]] übergab das Reichsbahn-Betriebsamt Salzburg die ersten zehn Wohnungen für beim Betriebsamt beschäftigte Umsiedler aus der Bukowina. | * Am [[19. November]] [[1941]] begrüßte [[Gauleiter]] [[Friedrich Rainer]] die ersten 494 "[[volksdeutsche]]n" "Rückwanderer" aus der Bukowina in Salzburg, sie wurden im [[Lager Niederalm]] untergebracht. Am [[10. Jänner]] [[1942]] übergab das Reichsbahn-Betriebsamt Salzburg die ersten zehn Wohnungen für beim Betriebsamt beschäftigte Umsiedler aus der Bukowina. | ||
* [[Margarete | * [[Margarete Wraubek]], ein aus Salzburg deportiertes [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Regimes, war mit Friedrich Wraubeck (* [[26. November]] [[1858]] in Gurahumora, Bukowina) verheiratet und lebte bis zu ihrer Deportation in der [[Stadt Salzburg]]. | ||
* Die [[Buchenländerstraße]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde nach der (volksdeutschen) Volksgruppe der (Bukowinadeutschen oder) Buchenländer benannt. | * Die [[Buchenländerstraße]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde nach der (volksdeutschen) Volksgruppe der (Bukowinadeutschen oder) Buchenländer benannt. | ||