Schloss Mirabell: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Schloss Mirabell''' befindet sich im Zentrum der [[Salzburg|Stadt Salzburg]] und ist vom [[Mirabellgarten]] umgeben.
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[[Datei:2025_04_27_Mirabellgarten mit Schloss Mirabell Salzburg.jpg|thumb|Das Schloss Mirabell umgeben vom Mirabellgarten.]]
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Das '''Schloss Mirabell''' befindet sich in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]] und ist auf drei Seiten vom [[Mirabellgarten]], auf einer Seite vom [[Mirabellplatz]] umgeben. Es zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]]  in der Stadt.
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Es wurde [[1606]] von Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als Landsitz für die Geliebte oder heimliche Ehefrau des Erzbischofs, [[Salome Alt]] errichtet und als [[Schloss Altenau]] bezeichnet. [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] gab dem Schloss seinen heutigen Namen. [[1818]] durch ein Feuer stark beschädigt, wurde das Schloss danach nicht in seiner alten feingliedrigen Form aufgebaut, sondern im nüchternen klassizistischen Stil, der mächtige Turm in der Mitte der Ostfassade wurde abgetragen.  
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Es wurde [[1606]] von [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als Landsitz für die Geliebte und Lebensgefährtin des Fürsterzbischofs, [[Salome Alt]], errichtet und als [[Schloss Altenau]] bezeichnet. Damals wurde die Aufhebung des Pflichtzölibates mitteleuropaweit mehrfach diskutiert, Wolf Dietrich ging damals von einer raschen Aufhebung des verpflichtenden Cölibates aus. Dieser Bau befand sich im südöstlichen Eck des heutigen Schlosses zum Rosengarten hin.  
  
Seit [[1947]] sind hier die Amtssitze des Bürgermeisters und seiner Stellvertreter und einige Magistratsabteilungen untergebracht. Sehenswert sind die [[Georg Raphael Donner]]-Stiege, der Marmorsaal (der bekannt in aller Welt als einer der schönsten Trauungssäle wurde), und die Schlosskapelle.
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[[Datei:Schloss Mirabell 02.jpg|thumb|Schloss Mirabell]]
 
Zur historischen Gartenanlage des Schlosses gehören (neben Teilen, die heute verbaut sind - etwa durch die Universität [[Mozarteum]]) das große Gartenparterre, das Heckentheater, die Wasserbastei und der ursprüngliche Zwergerlgarten.
 
  
==Besonderheiten==
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Nach dem Tode Wolf Dietrichs wird Schloss Altenau von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] umgebaut und in Schloss Mirabell umbenannt. Oft wird behauptet, dass vom Schloss Altenau "''kaum ein Stein mehr zu finden''" sei. Tatsächlich aber ist der Keller fast unverändert in der Südhälfte des Gartentraktes von Schloss Mirabell erhalten. Wahrscheinlich gehören auch alle aufgehenden Hauptmauern und zahlreiche Trennmauern dieses Bereiches der ältesten Bauphase an, da dieser beim Umbau von [[Lukas von Hildebrandt]] nachweislich in den Neubau einbezogen worden ist. Somit lassen sich Dimensionen und Grundriss des ursprünglichen Adelssitzes recht gut abschätzen.<ref>Quelle [[Salome Alt]] und dortige Quellen</ref>
* Die Marmorstiege
 
* Der Marmorsaal, der für Trauungen von Paaren aus aller Welt genutzt wird
 
  
==Quelle==
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Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems bewohnte es selbst aber nie. Erst unter Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] erneuerte in den Jahren [[1721]] bis [[1727]] [[Lukas von Hildebrandt]] das Schloss gänzlich.
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[[1811]] bezog Kronprinz [[Ludwig I. von Bayern]] als Generalgouverneur des [[Salzachkreis]]es das Schloss als seine Sommerresidenz. Hier kam dann am [[1. Juni]] [[1815]] einer seiner Söhne, Prinz Otto von Bayern, der spätere König von Griechenland, zur Welt.
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[[Datei:Schloss Mirabell Pano 15.2.2011.JPG|thumb|Schloss Mirabell, Ansicht: Ost nach West]]
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[[1818]] beim [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)]] stark beschädigt, wurde das Schloss danach nicht in seiner alten feingliedrigen Form renoviert. Der Wiener Hofbaurat [[Peter Nobile]] erstellte ein Konzept für den Wiederaufbau. Den Auftrag zur Umsetzung der Pläne erhielt der Salzburger Kreisingenieur [[Johann Wolfgang Hagenauer]], der dazu genau Vorgaben von Kaiser [[Franz I.]] anlässlich seines Aufenthalts in Salzburg im Jahr 1821 bekam. Der Wiederaufbau erfolgte in einem nüchternen klassizistischen Stil, wobei der mächtige Turm in der Mitte der Ostfassade, in dem das [[Observatorium Universität Salzburg|Observatorium]] des [[Simon von Stampfer]] eingerichtet war, abgetragen und nicht mehr aufgebaut wurde. Als das abgebrannte Schloss nach 1818 in neuem Stil von Peter Nobile erneuert wurde, fielen der Spitzhacke neben anderen Schmuckelementen auch 28 Figuren, damals entlang des unteren Dachfirstes aufgestellt, zum Opfer. Etliche Statuen wurden damals mit dem Karren zum Garten des heutigen [[Schloss Mönchstein|Schlosses Mönchstein]] gebracht und dort aufgestellt.<ref>Quelle Dr. [[Reinhard Medicus]] in [[Diskussion:Mirabellgarten]] Eintrag vom 26. August 2018</ref>
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Am [[1. Februar]] [[1870]] gelangt das Schloss Mirabell nebst anderen ärarischen Grundstücken in den Besitz der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadtgemeinde Salzburg]] <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19261118&seite=6&zoom=33&query=%22mirabellschloss%22%2B%22jubil%C3%A4um%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 18. November 1926, Seite 6]</ref><ref>→[[Kapuzinerberg#Geschichte|Kapuzinerberg, Geschichte]]</ref>
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Während der k&k Zeit waren im Schloss auch Dienstwohnungen des Militärs untergebracht. In einer dieser Wohnungen kam auch [[Adele Lenhoff]] [[1909]] zur Welt, die [[2010]] als eine der letzten noch lebenden Salzburger, die im Schloss Mirabell geboren wurden, ihren 101. Geburtstag feierte.
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[[Datei:Mirabellschloss, Innenhof.JPG|thumb|Schloss Mirabell, Innenhofpanorama]]
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Seit [[1947]] sind hier die Amtssitze des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]]s und seiner Stellvertreter und einige [[Magistrat Salzburg|Magistrat]]sabteilungen untergebracht. Doch bevor der Bürgermeister sein Büro beziehen konnte, musste der streitbare Oberst [[Heinrich Puthon]], der damals [[Präsidenten der Salzburger Festspiele|Präsident der Salzburger Festspiele]] war mittels Delogierungsbescheid aus den Räumen vertrieben werden. Sehenswert sind die [[Raphael-Donner-Stiege]], der [[Marmorsaal Schloss Mirabell|Marmorsaal]] (der bekannt wurde in aller Welt als einer der schönsten Trauungssäle) und die Schlosskapelle.
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==Im Schloss==
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In den Räumen des Schlosses befinden sich
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* die [[Raphael-Donner-Stiege]]
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[[Datei:Marmorstiege.jpg|thumb|Die [[Raphael-Donner-Stiege]].]]
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* der [[Marmorsaal Schloss Mirabell|Marmorsaal]], der für Trauungen von Paaren aus aller Welt genutzt wird
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* die [[Schlosskapelle Mirabell|Schlosskapelle]]
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* der Amtssitz des Salzburger Bürgermeisters und der weiteren Vertreter des Stadtsenates
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* die Räume der Gemeinderatskanzlei und der Gemeinderatsfraktionen
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* die Räume von Frauenbüro, und Integrations- sowie Behindertenbeauftragte(r) sowie der Krankenfürorgeanstalt
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* Das Bürgerbüro sowie ein China Büro
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* Die Magistratsdirektion mit Service und Information (MD/01) Personalamt (MD/02) Informations- und Komminikatiosntechnologie (MD/03) sowie Wirtschaftsagenden (MD/04)
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* Teile der Bezirksverwaltung mit Meldewesen, Standesamt und Pass- und Fundamt
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Bis Dezember [[2008]] befand sich die [[Stadt:Bibliothek]] in gartenseitigen Räumen des Erdgeschoßes.
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== Bildergalerie ==
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File:Danreiter G 0502 I 02.jpg|thumb|Ansicht von [[Anton Danreiter|Franz Anton Danreiter]] um 1735
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Hellbrunn Mirabell.jpg|Das Bild unten zeigt das Schloss Mirabell nach einer Zeichnung von [[Anton Danreiter]], gestochen von Johann August Corvinus, Kupferstecher in [[Augsburg]].
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File:Salzburg Sattler-Panorama Mirabell.jpg|thumb|Schloss Mirabell auf dem [[Sattler-Panorama]]
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Datei:Stadtansicht von Kulstrunk 1916 Altstadt linksufrig rechtsufrig.jpg|Auf der [[Stadtansicht von Kulstrunk]] [[1916]] in der linken unteren Ecke das Schloss Mirabell.
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Mirabell Schloss Mirabellgarten 1928.jpg|Aufnahme 1928.
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Datei:Marmorsaal Mirabell Schloss.jpg|Der [[Marmorsaal Schloss Mirabell|Marmorsaal]].
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Bild:Schloss mirabell.jpg|Das Schloss Mirabell im [[Dezember]] [[2006]]
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Datei:Mirabellschloss und Andräkirche, Ansicht von Mülln aus.jpg|Das Schloss Mirabell und die Stadtpfarrkirche St. Andrä vom Mönchsberg.
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2025_04_27_Schloss_Mirabell_Stadt_Salzburg.jpg|Das Schloss Mirabell vom Eingang zum [[Zwergelgarten]].
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=== weitere Bilder ===
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== Quellen ==
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* [[Reinhard Medicus|Medicus, Reinhard]]: "[[Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten im Wandel der Zeit]]", [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 2021
 
* Der Beitrag über die [[Neustadt]] von Salzburg
 
* Der Beitrag über die [[Neustadt]] von Salzburg
[[Kategorie:Neustadt]]
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{{Quelle Salzburgs Synchronik}}
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]
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== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)]]
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[[Kategorie:Architektur]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
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[[Kategorie:Gebäude]]
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[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:historisches Gebäude]]
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[[Kategorie:Schloss]]

Aktuelle Version vom 29. April 2025, 20:30 Uhr

Das Schloss Mirabell umgeben vom Mirabellgarten.
Karte

Das Schloss Mirabell befindet sich in der rechtsseitigen Altstadt der Stadt Salzburg und ist auf drei Seiten vom Mirabellgarten, auf einer Seite vom Mirabellplatz umgeben. Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.

Geschichte

Es wurde 1606 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau als Landsitz für die Geliebte und Lebensgefährtin des Fürsterzbischofs, Salome Alt, errichtet und als Schloss Altenau bezeichnet. Damals wurde die Aufhebung des Pflichtzölibates mitteleuropaweit mehrfach diskutiert, Wolf Dietrich ging damals von einer raschen Aufhebung des verpflichtenden Cölibates aus. Dieser Bau befand sich im südöstlichen Eck des heutigen Schlosses zum Rosengarten hin.

Schloss Mirabell

Nach dem Tode Wolf Dietrichs wird Schloss Altenau von seinem Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems umgebaut und in Schloss Mirabell umbenannt. Oft wird behauptet, dass vom Schloss Altenau "kaum ein Stein mehr zu finden" sei. Tatsächlich aber ist der Keller fast unverändert in der Südhälfte des Gartentraktes von Schloss Mirabell erhalten. Wahrscheinlich gehören auch alle aufgehenden Hauptmauern und zahlreiche Trennmauern dieses Bereiches der ältesten Bauphase an, da dieser beim Umbau von Lukas von Hildebrandt nachweislich in den Neubau einbezogen worden ist. Somit lassen sich Dimensionen und Grundriss des ursprünglichen Adelssitzes recht gut abschätzen.[1]

Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems bewohnte es selbst aber nie. Erst unter Fürsterzbischof Franz Anton Fürst Harrach erneuerte in den Jahren 1721 bis 1727 Lukas von Hildebrandt das Schloss gänzlich.

1811 bezog Kronprinz Ludwig I. von Bayern als Generalgouverneur des Salzachkreises das Schloss als seine Sommerresidenz. Hier kam dann am 1. Juni 1815 einer seiner Söhne, Prinz Otto von Bayern, der spätere König von Griechenland, zur Welt.

Schloss Mirabell, Ansicht: Ost nach West

1818 beim Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer) stark beschädigt, wurde das Schloss danach nicht in seiner alten feingliedrigen Form renoviert. Der Wiener Hofbaurat Peter Nobile erstellte ein Konzept für den Wiederaufbau. Den Auftrag zur Umsetzung der Pläne erhielt der Salzburger Kreisingenieur Johann Wolfgang Hagenauer, der dazu genau Vorgaben von Kaiser Franz I. anlässlich seines Aufenthalts in Salzburg im Jahr 1821 bekam. Der Wiederaufbau erfolgte in einem nüchternen klassizistischen Stil, wobei der mächtige Turm in der Mitte der Ostfassade, in dem das Observatorium des Simon von Stampfer eingerichtet war, abgetragen und nicht mehr aufgebaut wurde. Als das abgebrannte Schloss nach 1818 in neuem Stil von Peter Nobile erneuert wurde, fielen der Spitzhacke neben anderen Schmuckelementen auch 28 Figuren, damals entlang des unteren Dachfirstes aufgestellt, zum Opfer. Etliche Statuen wurden damals mit dem Karren zum Garten des heutigen Schlosses Mönchstein gebracht und dort aufgestellt.[2]

Am 1. Februar 1870 gelangt das Schloss Mirabell nebst anderen ärarischen Grundstücken in den Besitz der Stadtgemeinde Salzburg [3][4]

Während der k&k Zeit waren im Schloss auch Dienstwohnungen des Militärs untergebracht. In einer dieser Wohnungen kam auch Adele Lenhoff 1909 zur Welt, die 2010 als eine der letzten noch lebenden Salzburger, die im Schloss Mirabell geboren wurden, ihren 101. Geburtstag feierte.

Schloss Mirabell, Innenhofpanorama

Seit 1947 sind hier die Amtssitze des Bürgermeisters und seiner Stellvertreter und einige Magistratsabteilungen untergebracht. Doch bevor der Bürgermeister sein Büro beziehen konnte, musste der streitbare Oberst Heinrich Puthon, der damals Präsident der Salzburger Festspiele war mittels Delogierungsbescheid aus den Räumen vertrieben werden. Sehenswert sind die Raphael-Donner-Stiege, der Marmorsaal (der bekannt wurde in aller Welt als einer der schönsten Trauungssäle) und die Schlosskapelle.

Im Schloss

In den Räumen des Schlosses befinden sich


  • der Marmorsaal, der für Trauungen von Paaren aus aller Welt genutzt wird
  • die Schlosskapelle
  • der Amtssitz des Salzburger Bürgermeisters und der weiteren Vertreter des Stadtsenates
  • die Räume der Gemeinderatskanzlei und der Gemeinderatsfraktionen
  • die Räume von Frauenbüro, und Integrations- sowie Behindertenbeauftragte(r) sowie der Krankenfürorgeanstalt
  • Das Bürgerbüro sowie ein China Büro
  • Die Magistratsdirektion mit Service und Information (MD/01) Personalamt (MD/02) Informations- und Komminikatiosntechnologie (MD/03) sowie Wirtschaftsagenden (MD/04)
  • Teile der Bezirksverwaltung mit Meldewesen, Standesamt und Pass- und Fundamt

Bis Dezember 2008 befand sich die Stadt:Bibliothek in gartenseitigen Räumen des Erdgeschoßes.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Schloss Mirabell – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Schloss Mirabell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Einzelnachweise