Gudrun Baudisch-Wittke: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben ==
== Leben ==
Gudrun Baudisch war die Tochter des [[Sprengelarzt]]es Dr. Raimund Baudisch (* [[25. November]] [[1876]] in Zwittau, tschechisch ''Svitavy'', [[Mähren]]; † [[1936]]) und seiner Frau Rudolfine Cerkovnik (* [[17. April]] [[1884]] in Knittelfeld, [[Steiermark]]; † [[28. Mai]] [[1953]] in [[Bad Ischl]], [[OÖ]].)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/weisskirchen/10827/?pg=233 Trauungsbuch der Pfarre Weißkichen, Band G, S. 229.]</ref>.
Gudrun Baudisch war die Tochter des [[Sprengelarzt]]es Dr. Raimund Baudisch (* [[25. November]] [[1876]] in Zwittau, tschechisch ''Svitavy'', [[Mähren]]; † [[1936]]) und seiner Frau Rudolfine Cerkovnik (* [[17. April]] [[1884]] in Knittelfeld, [[Steiermark]]; † [[28. Mai]] [[1953]] in [[Bad Ischl]], [[OÖ]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/weisskirchen/10827/?pg=233 Trauungsbuch der Pfarre Weißkichen, Band G, S. 229.]</ref>.


Nach dem Mädchengymnasium in Graz besuchte sie von [[1921]] bis 1926 die Bundeslehranstalt für das Baufach und Kunstgewerbe in Graz, zunächst in der Bildhauerklasse von Wilhelm Gösser, dann ab 1923 in der Keramikklasse von Hans Adametz.
Nach dem Mädchengymnasium in Graz besuchte sie von [[1921]] bis 1926 die Bundeslehranstalt für das Baufach und Kunstgewerbe in Graz, zunächst in der Bildhauerklasse von Wilhelm Gösser, dann ab 1923 in der Keramikklasse von Hans Adametz.
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Von [[1931]] bis 1936 war sie mit dem Ingenieur Leopold Teltscher verheiratet. In dieser Zeit gehörte sie zu den Freunden der [[Zinkenbacher Malerkolonie]]. Nach ihrer Scheidung übersiedelte Baudisch [[1936]] nach Berlin-Wilmersdorf ([[Deutschland]]). Dort lernte sie Karl Heinz Wittke (* [[1908]]; † [[1978]]) kennen, den sie am [[17. Dezember]] [[1940]] in zweiter Ehe heiratete.
Von [[1931]] bis 1936 war sie mit dem Ingenieur Leopold Teltscher verheiratet. In dieser Zeit gehörte sie zu den Freunden der [[Zinkenbacher Malerkolonie]]. Nach ihrer Scheidung übersiedelte Baudisch [[1936]] nach Berlin-Wilmersdorf ([[Deutschland]]). Dort lernte sie Karl Heinz Wittke (* [[1908]]; † [[1978]]) kennen, den sie am [[17. Dezember]] [[1940]] in zweiter Ehe heiratete.


[[1944]] übersiedelte sie mit ihrem Mann nach [[Hallstatt]], wo sie seit [[1937]] ein Haus besaß, das ''Zoblische Wohnhaus'' in Hallstatt 16. Dort gründete Baudisch [[1946]] die Werkstätte ''"Keramik Hallstatt“'' und legte am [[30. Juni]] [[1947]] die Meisterprüfung für das Töpferhandwerk ab. [[1968]] gründete sie zusammen mit [[Johannes Hohenberg]] (* 1933; † 2003), der 1968 die ''Gmundner Keramik'' übernommen hatte, die Werkgemeinschaft ''"Gruppe H“''<ref>'''H''' steht für Hallstatt und Hohenberg.</ref> und eröffnete 1969 wurde das Verkaufslokal der ''"Gruppe H“'' in einem Durchhaus am Universitätsplatz 6<ref>Das Firmenschild ist aus nostalgischen Gründen immer noch am Haus zu finden, obwohl das Geschäft bereits [[1982]] eingestellt wurde.</ref>. [[1974]] übersiedelte sie mit ihrem Mann in die [[Stadt Salzburg]] in eine kleine Altstadtwohnung am [[Universitätsplatz]]. [[1977]] übergab sie ihre Werkstatt in [[Hallstatt]] an Erwin Gschwandtner.
[[1944]] übersiedelte sie mit ihrem Mann nach Hallstatt, wo sie seit [[1937]] ein Haus besaß, das ''Zoblische Wohnhaus'' in Hallstatt 16. Dort gründete Baudisch [[1946]] die Werkstätte ''"Keramik Hallstatt"'' und legte am [[30. Juni]] [[1947]] die Meisterprüfung für das Töpferhandwerk ab. [[1968]] gründete sie zusammen mit [[Johannes Hohenberg]] (* 1933; † 2003), der 1968 die ''Gmundner Keramik'' übernommen hatte, die Werkgemeinschaft ''"Gruppe H"''<ref>'''H''' steht für Hallstatt und Hohenberg.</ref> und eröffnete 1969 wurde das Verkaufslokal der ''"Gruppe H"'' in einem Durchhaus am Universitätsplatz 6<ref>Das Firmenschild ist aus nostalgischen Gründen immer noch am Haus zu finden, obwohl das Geschäft bereits [[1982]] eingestellt wurde.</ref>. [[1974]] übersiedelte sie mit ihrem Mann in die [[Stadt Salzburg]] in eine kleine Altstadtwohnung am [[Universitätsplatz]]. [[1977]] übergab sie ihre Werkstatt in Hallstatt an Erwin Gschwandtner.


== Künstlerisches Schaffen ==
== Künstlerisches Schaffen ==
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[[1934]] entwarf sie die neue österreichische 50 Groschen- und 1-Schilling-Münze, die mit dem 1. Preis des österreichischen Finanzministeriums prämiert wurden. [[1935]] arbeitete sie am österreichischen Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel mit. Im gleichen Jahr wurde sie ordentliches Mitglied des Künstlerverbandes Österreichischer Bildhauer. In Deutschland gestaltete sie mehrere Repräsentativgebäude in Berlin und anderen Städten, darunter auch das Tannenberg-Denkmal in Ostpreußen.
[[1934]] entwarf sie die neue österreichische 50 Groschen- und 1-Schilling-Münze, die mit dem 1. Preis des österreichischen Finanzministeriums prämiert wurden. [[1935]] arbeitete sie am österreichischen Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel mit. Im gleichen Jahr wurde sie ordentliches Mitglied des Künstlerverbandes Österreichischer Bildhauer. In Deutschland gestaltete sie mehrere Repräsentativgebäude in Berlin und anderen Städten, darunter auch das Tannenberg-Denkmal in Ostpreußen.


[[1948]] gestaltete sie die Stuckdecke für das [[Badeschloss]] in [[Bad Gastein]], von [[1959]] bis [[1966]] in Zusammenarbeit mit Clemens Holzmeister den keramischen Raumschmuck des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]] in Salzburg. [[1980]] entstand für das [[ORF Landesstudio Salzburg|ORF-Studio Salzburg]] die Plastik der ''"Porzellanbaum“''.
[[1948]] gestaltete sie die Stuckdecke für das [[Badeschloss]] in [[Bad Gastein]], von [[1959]] bis [[1966]] in Zusammenarbeit mit Clemens Holzmeister den keramischen Raumschmuck des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]] in Salzburg. [[1980]] entstand für das [[ORF Landesstudio Salzburg|ORF-Studio Salzburg]] die Plastik der ''"Porzellanbaum"''.


== Auszeichnungen ==
== Auszeichnungen ==