Wallfahrtskapelle Maria Elend: Unterschied zwischen den Versionen

K typo
K peterkrackowizer.zenfolio.com - Bilderlink entfernt, weil es diese Plattform nicht mehr gibt
 
(8 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Wallfahrtskirche Maria Elend.jpg|thumb|Die Wallfahrtskapelle Maria Elend aus dem Jahr 1842.]]
[[Datei:Wallfahrtskirche Maria Elend.jpg|thumb|Die Wallfahrtskapelle Maria Elend aus dem Jahr 1842.]]
[[Datei:Wallfahrtskapelle Maria_Elend_innen.jpg|thumb|Innenaufnahme]]
[[Datei:Wallfahrtskapelle Maria Elend Embach 19.jpg|thumb|Blick in die Wallfahrskapelle.]]
[[File:WallfahrtskapelleMariaElend 02.jpg|thumb|Deckenansicht in der Wallfahrtskapelle Maria Elend.]]
[[Datei:Wallfahrtskapelle Maria Elend Embach 13.jpg|thumb|Das heutige Gnadenbild, eine Steingussstatue von [[Petrus Schmid]] (1768).]]
[[Datei:Wallfahrtskapelle Maria Elend Embach 17.jpg|thumb|Blick in die Kuppel der Wallfahrtskapelle Maria Elend.]]
Die '''Wallfahrtskapelle Maria Elend''' in der [[Pfarre Embach]] in der Ortschaft [[Embach]] in  der Gemeinde [[Lend]] im [[Pinzgau]] steht an einer der ältesten Wallfahrtsstätten des Pinzgaus. Sie zählt zusammen mit der etwas unterhalb stehenden Ursprungskapelle zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Lend|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.
Die '''Wallfahrtskapelle Maria Elend''' in der [[Pfarre Embach]] in der Ortschaft [[Embach]] in  der Gemeinde [[Lend]] im [[Pinzgau]] steht an einer der ältesten Wallfahrtsstätten des Pinzgaus. Sie zählt zusammen mit der etwas unterhalb stehenden Ursprungskapelle zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Lend|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.


== Patrozinium ==
== Patrozinium ==
Das  [[Patrozinium]] wurde, passend zur verehrten Pietà, am [[15. September]], am Gedenktag der 'Sieben Schmerzen Mariens' begangen,<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 273.</ref> in den letzten Jahren allerdings am [[2. Juli]],<ref>[http://www.pfarre-lend.at/pfarre-dienten/page.asp?id=11469] Angabe der Erzdiözese Salzburg, Pfarrverband Dienten–Embach–Lend unter ''Gottesdienstzeiten:'' (abgerufen am 6. Mai 2014).</ref> Mariä Heimsuchung, der eigentlich am [[31. Mai]] gefeiert werden sollte.<ref>Unter Papst Pius V. war der Festtag am 2. Juli in den allgemeinen römischen Kalender aufgenommen worden. Da der 2. Juli ''nach'' dem [[Johannistag]] ([[24. Juni]]) liegt (genau einen Tag nach dem Oktavtag des Johannesfestes), zog die nachkonziliare Liturgiereform Mitte der [[1960er]]-Jahre das Fest auf den 31. Mai vor (bis dahin Termin des Fests Maria Königin), so dass es zugleich als Abschlussfest des traditionellen Marienmonats gefeiert werden kann.</ref>
Das  [[Patrozinium]] wurde, passend zur verehrten Pietà, am [[15. September]], am Gedenktag der 'Sieben Schmerzen Mariens' begangen,<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 273.</ref> in den letzten Jahren allerdings am [[2. Juli]],<ref>Angabe der Erzdiözese Salzburg, Pfarrverband Dienten–Embach–Lend unter ''Gottesdienstzeiten:'' (abgerufen am 6. Mai 2014).</ref> Mariä Heimsuchung, der eigentlich am [[31. Mai]] gefeiert werden sollte.<ref>Unter Papst Pius V. war der Festtag am 2. Juli in den allgemeinen römischen Kalender aufgenommen worden. Da der 2. Juli ''nach'' dem [[Johannistag]] ([[24. Juni]]) liegt (genau einen Tag nach dem Oktavtag des Johannesfestes), zog die nachkonziliare Liturgiereform Mitte der [[1960er]]-Jahre das Fest auf den 31. Mai vor (bis dahin Termin des Fests Maria Königin), so dass es zugleich als Abschlussfest des traditionellen Marienmonats gefeiert werden kann.</ref>


== Wallfahrtslegende ==
== Wallfahrtslegende ==
Zeile 14: Zeile 15:


=== Ursprungskapelle ===
=== Ursprungskapelle ===
[[Datei:Blick von Maria Elend.jpg|miniatur|Blick über Ursprungskapelle und Augenbründl in das Salzachtal]]
[[Datei:Wallfahrtskapelle Maria Elend Embach 24.jpg|thumb|Blick zur Wallfahrtskapelle Maria Elend: Links das geschlossene Gasthaus Maria Elend mit kleinem Parkplatz, rechts die [[Ursprungskapelle Maria Elend]] mit Augenbründl und darüber die Wallfahrtskapelle.]]
:''Hauptartikel [[Ursprungskapelle Maria Elend]]
:''Hauptartikel [[Ursprungskapelle Maria Elend]]
Die Ursprungskapelle befindet wenige Meter unterhalb der Gnadenkapelle an dem Ort, in das Mädchen nach der Überlieferung aufgefunden worden war. Sie stammte vermutlich aus dem [[16. Jahrhundert]], wurde aber [[1755]] erneuert.
Die Ursprungskapelle befindet wenige Meter unterhalb der Gnadenkapelle an dem Ort, in das Mädchen nach der Überlieferung aufgefunden worden war. Sie stammte vermutlich aus dem [[16. Jahrhundert]], wurde aber [[1755]] erneuert.


=== Ursula Pennigers Grabplatte ===
=== Ursula Pennigers Grabplatte ===
[[Datei:GrabsteinUrsulaPenningerin.JPG|thumb|Grabplatte der Ursula Penninger in der Wallfahrtskapelle Maria Elend]]
In der 1842 errichteten Kapelle befindet sich eine an der Seitenwand eingemauerte Grabplatte. Sie war für Ursula Penninger, geborene Heill, vorbereitet, dann aber offenbar nicht für ihr Grab verwendet worden, denn das Sterbedatum ist anlässlich ihres Todes nicht nachgetragen worden.
In der 1842 errichteten Kapelle befindet sich eine an der Seitenwand eingemauerte Grabplatte. Sie war für Ursula Penninger, geborene Heill, vorbereitet, dann aber offenbar nicht für ihr Grab verwendet worden, denn das Sterbedatum ist anlässlich ihres Todes nicht nachgetragen worden.
Die Inschrift lautet:<blockquote>''Hie ligt begraben des Edlen<br/>und Veste Ulrichen Pennigers<br/>zu Penningberg selige nachge<br/>lassne Wittib Ursula aine geboren<br/>Heillin welche diese Capeln zu<br/>unser Fraur im Elend gepaut<br/>die am Tag ... des Monats<br/>... ir zeitliche Tag zu dem<br/>ebigen beschlossen im 15... Jar.''</blockquote>
Die Inschrift lautet:<blockquote>''Hie ligt begraben des Edlen<br/>und Veste Ulrichen Pennigers<br/>zu Penningberg selige nachge<br/>lassne Wittib Ursula aine geboren<br/>Heillin welche diese Capeln zu<br/>unser Fraur im Elend gepaut<br/>die am Tag ... des Monats<br/>... ir zeitliche Tag zu dem<br/>ebigen beschlossen im 15... Jar.''</blockquote>
Zeile 41: Zeile 41:


== Relikte der alten, abgetragenene Kirche ==
== Relikte der alten, abgetragenene Kirche ==
<gallery>
<gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200">
Datei:No. 5 Facies der neuen Kürchen, was verlengert würd.jpg|Kirche, 1783 abgetragen;
Datei:No. 5 Facies der neuen Kürchen, was verlengert würd.jpg|Kirche, 1783 abgetragen;
File:No. 4 Form der alten Kürchen.jpg|Kirche ab 1707/1764–1783;
File:No. 4 Form der alten Kürchen.jpg|Kirche ab 1707/1764–1783;
Datei:GrabsteinUrsulaPenningerin.JPG|Grabplatte der Ursula Penninger in der Wallfahrtskapelle Maria Elend.
Datei:Kanzel, Wallfahrtskirche Maria Elend, jetzt Bucheben.JPG|Kanzel um 1764, seit 1784 in [[Kirche Bucheben|Bucheben]];
Datei:Kanzel, Wallfahrtskirche Maria Elend, jetzt Bucheben.JPG|Kanzel um 1764, seit 1784 in [[Kirche Bucheben|Bucheben]];
Datei: Leopold Hacksteiner 1760, Maria Elend.jpg|Der 1760 von Leopold Hacksteiner geschaffene Tabernakel kam 1784 in die [[Pfarrkirche hl. Andreas]] nach [[Taxenbach]].
Datei: Leopold Hacksteiner 1760, Maria Elend.jpg|Der 1760 von Leopold Hacksteiner geschaffene Tabernakel kam 1784 in die [[Pfarrkirche hl. Andreas]] nach [[Taxenbach]].
Zeile 56: Zeile 57:
* ''Dehio Salzburg'', Wien 1986.
* ''Dehio Salzburg'', Wien 1986.
* Gugitz, Gustav: ''Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch''. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde in fünf Bänden, Band 5, Wien 1958.
* Gugitz, Gustav: ''Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch''. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde in fünf Bänden, Band 5, Wien 1958.
* ''Mirakelbücher''. Wunderberichte, aufgearbeitet u.a. von [[Adolf Hahnl|Hahnl, Adolf]], medizinisch gedeutet von [[Josef Thurner|Thurner, Josef]]. In: ''Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch'', Katalog der 11. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, hg. von Johannes Neuhardt, Salzburg 1986, S. 101–304. Betreffend Embach/Maria Elend S. 161–166.
* ''Mirakelbücher''. Wunderberichte, aufgearbeitet u. a. von [[Adolf Hahnl|Hahnl, Adolf]], medizinisch gedeutet von [[Josef Thurner|Thurner, Josef]]. In: ''Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch'', Katalog der 11. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, hg. von Johannes Neuhardt, Salzburg 1986, S. 101–304. Betreffend Embach/Maria Elend S. 161–166.
* [[Johannes Neuhardt|Neuhardt, Johannes]] (Hg.): ''Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch''. Katalog der 11. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, Salzburg 1986.
* [[Johannes Neuhardt|Neuhardt, Johannes]] (Hg.): ''Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch''. Katalog der 11. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, Salzburg 1986.
* Neuhardt, Johannes: ''Wallfahrten im Erzbistum Salzburg'', München und Zürich 1982.
* Neuhardt, Johannes: ''Wallfahrten im Erzbistum Salzburg'', München und Zürich 1982.
Zeile 76: Zeile 77:
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Lend)]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Lend)]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Kapelle]]
[[Kategorie:Wallfahrtskirche]]
[[Kategorie:Wallfahrt]]
[[Kategorie:Wallfahrt]]
[[Kategorie:Ausflugsziel]]
[[Kategorie:Ausflugsziel]]