Johann Kirchsteiger: Unterschied zwischen den Versionen
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Dr. '''Johann''' (Hans) '''Kirchsteiger''' (* [[21. Oktober]] [[1852]] in Eberschwang, [[OÖ]]; † [[5. Mai]] [[1932]] in | Dr. '''Johann''' (Hans) '''Kirchsteiger''' (* [[21. Oktober]] [[1852]] in Eberschwang, [[OÖ]]; † [[5. Mai]] [[1932]] in [[Aigen (Gemeinde)|Aigen]]) war ein österreichischer Priester und Schriftsteller. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Hans Kirchsteiger wurde im Zuge eines Strafverfahrens wegen angeblichen wiederholten sexuellen Missbrauchs eines Schulmädchens für geisteskrank erklärt. Im Jahr [[1898]] wurde er in eine Irrenanstalt eingewiesen, aus der ihm jedoch bald die Flucht gelang. Er begab sich nach [[Deutschland]], wo ihm von Gutachtern geistige Gesundheit bescheinigt wurde. | Hans Kirchsteiger wurde im Zuge eines Strafverfahrens wegen angeblichen wiederholten sexuellen Missbrauchs eines Schulmädchens für geisteskrank erklärt. Im Jahr [[1898]] wurde er in eine Irrenanstalt eingewiesen, aus der ihm jedoch bald die Flucht gelang. Er begab sich nach [[Deutschland]], wo ihm von Gutachtern geistige Gesundheit bescheinigt wurde. | ||
Kirchsteiger konnte später nach Österreich zurückkehren. Er lebte als freier Schriftsteller in [[Salzburg]]. Zu dieser Zeit wandte er sich von der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] ab, wenn auch ohne je aus dieser auszutreten, und der [[Altkatholische Kirche Salzburg|Altkatholischen Kirche]] zu. Besonders bekannt wurde er durch das von ihm geschaffene Instrument der "[[Salzburger Ehe|Salzburger (Gottes)-Ehe]]", einer von ihm persönlich in zahlreichen Fällen vollzogenen, von der Amtskirche missbilligten Segnung des Eheversprechens sich wiederverheiratender geschiedener Katholiken. Auch mit kirchenkritischen Romanen erzielte er Erfolge. | Kirchsteiger konnte später nach Österreich zurückkehren. Er lebte als freier Schriftsteller in der [[Stadt Salzburg]]. Zu dieser Zeit wandte er sich von der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] ab, wenn auch ohne je aus dieser auszutreten, und der [[Altkatholische Kirche Salzburg|Altkatholischen Kirche]] zu. Besonders bekannt wurde er durch das von ihm geschaffene Instrument der "[[Salzburger Ehe|Salzburger (Gottes)-Ehe]]", einer von ihm persönlich in zahlreichen Fällen vollzogenen, von der Amtskirche missbilligten Segnung des Eheversprechens sich wiederverheiratender geschiedener Katholiken. Auch mit kirchenkritischen Romanen erzielte er Erfolge. | ||
== Quelle == | == Quelle == | ||
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== Literatur == | == Literatur == | ||
* [[Alfred Rinnerthaler|Rinnerthaler, Alfred]]: ''Johann Kirchsteiger und seine | * [[Alfred Rinnerthaler|Rinnerthaler, Alfred]]: ''Johann Kirchsteiger und seine "Salzburger Ehen"'', in: ''Festschrift für [[Peter Putzer]]'', Egling 2004, S. 823–868. | ||
== | == Quellen == | ||
* Eintrag [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_K/Kirchsteiger_Hans_1852_1932.xml ''"Hans Kirchsteiger"''] im "Österreichischen biographischen Lexikon" | * Eintrag [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_K/Kirchsteiger_Hans_1852_1932.xml ''"Hans Kirchsteiger"''] im "Österreichischen biographischen Lexikon" | ||
* Artikel über Hans Kirchsteiger im "Neuen Archiv für die Geschichte der Diözese Linz", [http://www.ooegeschichte.at/uploads/tx_iafbibliografiedb/nadl_1999_2000_0103_0104.pdf Jg. 13, S. 103–104] | * Artikel über Hans Kirchsteiger im "Neuen Archiv für die Geschichte der Diözese Linz", [http://www.ooegeschichte.at/uploads/tx_iafbibliografiedb/nadl_1999_2000_0103_0104.pdf Jg. 13, S. 103–104] | ||
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