Schloss Seggau: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt |
K Textersetzung - „{{Salzburgbezug}}“ durch „“ |
||
| (5 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[File:Schloss Seggauberg.IMG 0011.jpg|thumb|Schloss Seggau]] | [[File:Schloss Seggauberg.IMG 0011.jpg|thumb|Schloss Seggau]] | ||
{{googlemapsadr|Seggauberg_1+8430+Seggauberg}} | {{googlemapsadr|Seggauberg_1+8430+Seggauberg}} | ||
'''Schloss Seggau''' ist eine ehemalige Bischofsresidenz in der [[ | '''Schloss Seggau''' ist eine ehemalige Bischofsresidenz in der Süd[[steiermark]]. | ||
== Bezug zu Salzburg == | == Bezug zu Salzburg == | ||
| Zeile 10: | Zeile 10: | ||
Seggauberg liegt etwa sieben Kilometer westlich von [[Leibnitz]] im Süden der Steiermark. | Seggauberg liegt etwa sieben Kilometer westlich von [[Leibnitz]] im Süden der Steiermark. | ||
Der Besitz | Der Besitz ''ad sulpum'' (an der Sulm) wird [[860]] erstmals erwähnt, als König Ludwig der Deutsche gegenüber der Kirche von Salzburg zusammen mit anderen, älteren Erwerbungen auch diesen als rechtmäßig bestätigt. Unter [[Konrad I. von Abenberg]], [[1106]] bis [[1146]] [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] in der [[Stadt Salzburg]], ist auf dem Seggauberg eine Bautätigkeit nachgewiesen. Die Vollendung erfolgt mutmaßlich unter [[Eberhard I. von Biburg]], [[1147]] bis [[1164]]. Um [[1170]] wird das Heiligtum St. Michael "in der Burg" urkundlich erwähnt. | ||
[[1219]] schenkt [[Eberhard II. von Regensberg]], der Gründer des Bistums Seckau, den | [[1219]] schenkt [[Eberhard II. von Regensberg]], der Gründer des Bistums Seckau, den alten Turm<ref>Der alte Turm war die älteste Wehranlage auf dem Seggauberg und stand etwa dort, wo sich heute das Bildungszentrum befindet.</ref> dem neu gegründeten Bistums Seckau. | ||
[[1479]] wird Seggauberg von den Ungarn im Streit zwischen Kaiser Friedrich III. und König Matthias Corvinius eingenommen (Gedenkstein auf der Kapellenempore). | [[1479]] wird Seggauberg von den Ungarn im Streit zwischen Kaiser Friedrich III. und König Matthias Corvinius eingenommen (Gedenkstein auf der Kapellenempore). | ||
| Zeile 18: | Zeile 18: | ||
Ab [[1503]] wird Seggauberg unter [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]], [[1495]] bis [[1519]], und unter dem Seckauer Bischof [[Mathias Scheit]], [[1481]] bis [[1512]], wieder aufgebaut und [[1519]] abgeschlossen. Daran erinnern mehrere Gedenksteine oder Wappen. | Ab [[1503]] wird Seggauberg unter [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]], [[1495]] bis [[1519]], und unter dem Seckauer Bischof [[Mathias Scheit]], [[1481]] bis [[1512]], wieder aufgebaut und [[1519]] abgeschlossen. Daran erinnern mehrere Gedenksteine oder Wappen. | ||
Von Bischof [[Petrus Percius]] ([[1553]] bis [[1572]]) ist dessen Bautätigkeit durch Wappensteine <ref> am heutigen Bildungszentrum </ref> bezeugt. | Von Bischof [[Petrus Percius]] ([[1553]] bis [[1572]]) ist dessen Bautätigkeit durch Wappensteine<ref>am heutigen Bildungszentrum </ref> bezeugt. | ||
[[1595]] schenkt Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] das Salzburgische Schloss Seggau zusammen mit Schloss Polheim, etwa unterhalb am Südhang gelegen, an das Bistum Seckau. | [[1595]] schenkt Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] das Salzburgische Schloss Seggau zusammen mit Schloss Polheim, etwa unterhalb am Südhang gelegen, an das Bistum Seckau. | ||
| Zeile 26: | Zeile 26: | ||
[[1786]] wird der Sitz des Bischofs und damit auch die Residenz nach Graz verlegt. | [[1786]] wird der Sitz des Bischofs und damit auch die Residenz nach Graz verlegt. | ||
[[1816]] bis [[1830]] wird der alte Turm in zwei Phasen abgetragen. Dabei werden zahlreiche Reliefs und Grabsteine <ref> Das Municipium ''Flavia Solva'' war eine Stadt in der römischen Provinz [[Noricum]] </ref> aus der [[Römer]]<nowiki>zeit</nowiki> aufgefunden und als | [[1816]] bis [[1830]] wird der alte Turm in zwei Phasen abgetragen. Dabei werden zahlreiche Reliefs und Grabsteine <ref> Das Municipium ''Flavia Solva'' war eine Stadt in der römischen Provinz [[Noricum]] </ref> aus der [[Römer]]<nowiki>zeit</nowiki> aufgefunden und als Lapidarium ausgestellt. Dieses ist das größte seiner Art in Österreich. [[1956]] bis [[1967]] wird das Wirtschaftsgebäude von Schloss Seggau unter Bischof Dr. Josef Schoiswohl zu einem Bildungszentrum umgestaltet. | ||
[[1993]] bis [[2009]] wird in mehreren Etappen das Kongress- und Tagungszentrum mit Hotel errichtet unter den Bischöfen Dr. h.c. Johann Weber und Dr. Egon Kapellari. | [[1993]] bis [[2009]] wird in mehreren Etappen das Kongress- und Tagungszentrum mit Hotel errichtet unter den Bischöfen Dr. h.c. Johann Weber und Dr. Egon Kapellari. | ||
| Zeile 33: | Zeile 33: | ||
{{commonscat}} | {{commonscat}} | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
{{Quelle | {{Quelle Anonymous}} | ||
* Informationstafeln Schloss Seggau | * Informationstafeln Schloss Seggau | ||
* [http://www.seggau.com/de/schloss-hotel/geschichte www.seggau.com] | * [http://www.seggau.com/de/schloss-hotel/geschichte www.seggau.com] | ||
== Einzelnachweise == | |||
<references/> | <references/> | ||
{{SORTIERUNG: Seggau, Schloss}} | {{SORTIERUNG: Seggau, Schloss}} | ||
[[Kategorie:Kultur und Bildung]] | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] | ||
[[Kategorie:Architektur]] | [[Kategorie:Architektur]] | ||
[[Kategorie:Gebäude]] | [[Kategorie:Gebäude]] | ||