Marienbrunnen (Stadt Salzburg): Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt |
Remora (Diskussion | Beiträge) K Textkosmetik |
||
| (7 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[File:Salzburg - Altstadt - Anton-Neumayr-Platz Marienbrunnen - 2020 05 26-2.jpg|thumb|Der Marienbrunnen im Februar 2020.]] | [[File:Salzburg - Altstadt - Anton-Neumayr-Platz Marienbrunnen - 2020 05 26-2.jpg|thumb|Der Marienbrunnen im Februar 2020.]] | ||
{{Googlemapsort|Anton-Neumayr-PLatz+5020+Salzburg}} | {{Googlemapsort|Anton-Neumayr-PLatz+5020+Salzburg}} | ||
Der ''' Marienbrunnen ''' ist ein [[Brunnen in der Stadt Salzburg|Brunnen]] in der [[Altstadt]] | Der ''' Marienbrunnen ''' ist ein [[Brunnen in der Stadt Salzburg|Brunnen]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]]. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
[[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] veranlasste gut zwei Jahrzehnte nach dem großen Felssturz vom [[16. Juli]] [[1669]], dass das | [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] veranlasste gut zwei Jahrzehnte nach dem großen Felssturz vom [[16. Juli]] [[1669]], dass das an der Stelle des Brunnenplatzes stehende Haus nicht wieder aufgebaut wurde, sondern der Raum als Platz umgestaltet wurde. Dazu kaufte er das dortige "''Grainerische Gärtl''" samt den zugehörigen Hausresten. Dort entstanden der neue Platz und der neue Wasserspender. | ||
Der Brunnen mit seinem sechsseitigen Becken ähnelt dem vereinfachten Plan eines Marktbrunnens. Wie beim [[Florianibrunnen (Alter Markt)|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] schließt ein Spiralgitter den oberen Brunnenrand ab. Hans Schwäbel erhielt [[1692]] den Auftrag zur Gestaltung der [[marmor]]nen Marienfigur. Die Marienfigur mit dem Kind im Arm blickt dabei schützend zur Felswand, die zwei Jahrzehnte nach dem Felssturz noch immer sehr bedrohlich und unberechenbar wirkte. Die toskanische Brunnensäule ist mit zwei Löwenmasken versehen. Darunter befindet sich auf der östlichen Seite eine Weinrebe als Symbol für die christliche Eucharistie. Auf der zum Berg zeigenden westlichen Seite befindet sich unter dem Löwenkopf ein Kürbis mit Blatt. Aufgrund der Ähnlichkeit des von den vielen Samenkörnern ausgehöhlten | == Beschreibung == | ||
Der Brunnen mit seinem sechsseitigen Becken ähnelt dem vereinfachten Plan eines Marktbrunnens. Wie beim [[Florianibrunnen (Alter Markt)|Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] schließt ein Spiralgitter den oberen Brunnenrand ab. Hans Schwäbel erhielt [[1692]] den Auftrag zur Gestaltung der [[marmor]]nen Marienfigur. Die Marienfigur mit dem Kind im Arm blickt dabei schützend zur Felswand, die zwei Jahrzehnte nach dem Felssturz noch immer sehr bedrohlich und unberechenbar wirkte. Die toskanische Brunnensäule ist mit zwei Löwenmasken versehen. Darunter befindet sich auf der östlichen Seite eine Weinrebe als Symbol für die christliche Eucharistie. Auf der zum Berg zeigenden westlichen Seite befindet sich unter dem Löwenkopf ein Kürbis mit Blatt. Aufgrund der Ähnlichkeit des von den vielen Samenkörnern ausgehöhlten Kürbisses mit einer Gebärmutter ist er auch eine Symbol für die Fruchtbarkeit und Auferstehung. Daneben hängt eine Walnuss. Nach Augustinus (354–430 n. Chr.) wird die Nuss sowohl als Sinnbild des Menschen wie auch als Christus-Symbol gesehen. Im Volksglauben steht die Walnuss auch für Fruchtbarkeit. Das Wappen des Fürsterzbischofs schmückt den Brunnenrand. | |||
==Quellen== | == Quellen == | ||
{{Quelle Anonymous}} | |||
* {{wikipedia-de|Gstättengasse und Ursulinenplatz|Gstättengasse und Ursulinenplatz}} | * {{wikipedia-de|Gstättengasse und Ursulinenplatz|Gstättengasse und Ursulinenplatz}} | ||
* [[Lieselotte Eltz-Hoffmann]]: ''Salzburger Brunnen'', [[Stadtverein Salzburg|Schriftenreihe des Stadtvereins Salzburg]], [[1979]], Seite 83 - 86 | * [[Lieselotte Eltz-Hoffmann]]: ''Salzburger Brunnen'', [[Stadtverein Salzburg|Schriftenreihe des Stadtvereins Salzburg]], [[1979]], Seite 83 - 86 | ||
| Zeile 15: | Zeile 17: | ||
[[Kategorie:Altstadt]] | [[Kategorie:Altstadt]] | ||
[[Kategorie:Kultur und Bildung]] | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] | ||
[[Kategorie:Architektur]] | [[Kategorie:Architektur]] | ||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Geografie]] | |||
[[Kategorie:Hydrogeografie]] | |||
[[Kategorie:Brunnen]] | [[Kategorie:Brunnen]] | ||
[[Kategorie:Wasser]] | [[Kategorie:Wasser]] | ||
[[Kategorie:Denkmalschutz]] | [[Kategorie:Denkmalschutz]] | ||
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]] | [[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]] | ||