Rathaus Hallein: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Rathaus Hallein''' am [[Schöndorferplatz]] 14 in [[Hallein]] beherbergt die Verwaltung der [[Stadtgemeinde Hallein]]. Das Gebäude zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Hallein|denkmalgeschützten Objekten in Hallein]].
[[Datei:Rathaus Hallein Sitzungs- und Trauungsaal.JPG|thumb|Der Sitzungs- und Trauungssaal.]]
Das '''Rathaus Hallein''' am [[Schöndorferplatz]] 14 in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] beherbergt die Verwaltung der [[Stadtgemeinde Hallein]]. Das Gebäude zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Hallein|denkmalgeschützten Objekten in Hallein]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Das Gebäude ist im Kern [[Gotik|gotisch]]. Der Turm wurde nach einem Brand [[1607]] neu erbaut.  
Das Rathaus am ehemaligen Richterplatz ist ein Gebäude unbekannten Alters, mit Turm und Feuerglocke aus dem Jahre [[1515]] und im Kern [[Gotik|gotisch]]. Zur Zeit des Topographen [[Lorenz Hübner|Hübner]] enthielt es neben den Amtsräumen, der Wohnung des Stadtschreibers und des Türmermeisters auch ein "niedliches" Theater für Schauspielergesellschaften. Der Sitzungs- und Trauungssaal (mit Rundbogenfenstern) im zweiten Stock ist bemerkenswert durch zwei große und zehn kleine Landschaftsbilder der Stadt und Umgebung vom Maler [[Anton Eggl]] und sechs Brustbilder hervorragender Männer der Stadt, die unter [[Bürgermeister von Hallein|Bürgermeister]] [[Josef Schöndorfer]] angebracht wurden. Der Turm wurde nach einem Brand [[1607]] neu erbaut.  


Das Gebäude besteht aus drei Trakten mit je drei drei Stockwerken. Der Mitteltrakt ist durch eine erhöhte Vorsatzwand betont. Auf der Vorsatzwand ist oben das [[Wappen der Stadt Hallein]] angebracht, darunter verkündet eine Banderole: "[[1230]] Stadtrecht, Stadtrat seit [[1556]]. In den Hohlkehlen beidseits davon verläuft die Inschrift: "Was hier geschieht, jeden geht's" … "an, Gemeinsinn helfe mit daran."
In diesem Gebäude war auch der Tanzboden untergebracht, der von [[1792]] bis [[1926]] als [[Stadttheater Hallein|Stadttheater]] diente.  


Das Fassadengemälde "Hallein im [[19. Jahrhundert]]" stammt von [[Theodor Kern]] ([[1930]]). In diesem Gebäude war auch der Tanzboden untergebracht, der von [[1792]] bis [[1926]] als [[Stadttheater Hallein|Stadttheater]] diente.  
In der rechten Ecke des Gebäudes befand sich das ''Narrnhäusl'', eine Art Käfig, in den man Geisteskranke zum Gespött der Menge gefangen hielt. Heute befindet sich dort die Stadtpolizei.


Der Sitzungs- und Trauungssaal (mit Rundbogenfenstern) befindet sich im zweiten Stock. Unter [[Bürgermeister von Hallein|Bürgermeister]] [[Josef Schöndorfer]] wurde er gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit 12 Ölgemälden von [[Anton Eggl]] ausgestattet.  
== Architektur ==
Das Gebäude besteht aus drei Trakten mit je drei drei Stockwerken. Der Mitteltrakt ist durch ein viertes Stockwerk und eine erhöhte Vorsatzwand betont. Auf der Vorsatzwand ist oben das [[Wappen der Stadt Hallein]] angebracht, darunter verkündet eine Banderole: "''[[1230]] Stadtrecht, Stadtrat seit [[1556]].''" In den Hohlkehlen beidseits davon verläuft die Inschrift: "''Was hier geschieht, jeden geht's" … "an, Gemeinsinn helfe mit daran.''"
[[Datei:Rathaus Hallein Fassadengemälde.jpg|thumb|Das Fassadengemälde "Hallein im [[19. Jahrhundert]]" stammt von [[Theodor Kern]].]]
Das Fassadengemälde "Hallein im [[19. Jahrhundert]]" stammt von [[Theodor Kern]]. Es wurde [[1930]] aus Anlass der "[[700-Jahr-Feier Stadt Hallein]]" angebracht.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19300721&seite=5&query=%22Hallein%22%2B%22Fresken%22%2B%22Rathaus%22%2B%22Kern%22 ANNO], [[Salzburger Wacht]], 21. Juli 1930, Seite 5</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19300723&query=%22Hallein%22+%22Theodor%22+%22Kern%22+%22Fassade%22+%22Rathaus%22&seite=4 ANNO], Salzburger Wacht, 23. Juli 1930, Seite 4</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19300830&seite=4&zoom=33&query=%22Fresken%22%2B%22Rathaus%22%2B%22Hallein%22%2B%22Kern%22 ANNO], Hallein Volksfreund, 30. August 1930, Seite 3/4</ref>
Das Fresko zeigt zwei Perioden:
<blockquote>''1. Alt-Hallein und ein [[Salzschifffahrt|Salzboot]], schwer beladen mit dem [[Saline Hallein|Produkt des Landes]]; ...; ''</blockquote>
<blockquote>''2. Neu-Hallein, darstellend die [[Salzachregulierung]] und die beiden Männern, die am meisten damit verbunden sind: Bürgermeister [[Anton Neumayr senior|Anton Neumayr]] und Oberbaurat Ing. [[Karl Zinnburg der Ältere|Karl Zinnburg]], dem technischen Leiter des großen Werkes.''</blockquote>


In der rechten Ecke des Gebäudes befand sich das ''Narrnhäusl'', eine Art Käfig, in den man Geisteskranke zum Gespött der Menge gefangen hielt. Heute befindet sich dort die Stadtpolizei.
== Quellen ==
* Gedenktafel am Rathaus; 1989 gestiftet vom Club Hallinum
* ''Topographie von Alt-Hallein''. Von H. F. Wagner ([http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MGSL_55_0001-0044.pdf pfd online])


== Quelle ==
== Einzelnachweise ==
* Gedenktafel am Rathaus; 1989 gestiftet vom [[Club Hallinum]]
<references/>


[[Kategorie:Hallein]]
[[Kategorie:Hallein]]
[[Kategorie:Tennengau]]
[[Kategorie:Tennengau]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Hallein)]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Hallein)]]