Kessleria saxifragae: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Kessleria saxifragae''' (''Zelleria saxifragae'' Stainton, 1868: 137-139) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] ([[Schmetterling]]e), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Yponomeutidae]] (Gespinst- und Knospenmotten).
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''K. saxifragae'' ist im Gegensatz zu den beiden anderen in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bisher gefunden Arten kontrastreich weiß und schwarz mit bräunlicher Längszeichnung am Vorderflügel gefärbt, wobei besonders ein größerer gebogener bis hakenförmiger schwarzer Fleck in der Flügelmitte auffällt.
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''K. saxifragae'' ist nur durch einen Raupenfund von Peter Huemer und Siegfried Erlebach vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum aus dem [[Krimmler Achental]] vom 17.07.2006 belegt. Der genaue Fundort befand sich am Aufstieg zur [[Warmsdorfer Hütte]] zwischen 1840 und 1950 m Höhe (Zone IV, Zentralalpen nach Embacher et al. 2025, siehe auch Embacher & Kurz 2008). Zum Lebensraum liegen keine Daten vor (Kurz&nbsp;&amp;&nbsp;Kurz&nbsp;2025).
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Mit Ausnahme von [[Wien]] und dem [[Burgenland]] kommt ''K. saxifragae'' in allen österreichischen Bundesländern vor (Huemer 2013). Klimesch (1991) meldet die Art aus dem [[oberösterreich]]ischen [[Alpen]]gebiet (siehe auch GBIF 2025). Vor kurzem wurde sie auch aus dem [[Bayern|bayerischen]] Alpengebiet nachgewiesen (Haslberger & Segerer 2021).
  
'''Kessleria saxifragae''' (''Zelleria saxifragae'' Stainton, 1868) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Yponomeutidae]].
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
''K. saxifragae'' ist nur durch einen Raupenfund von Peter Huemer und Siegfried Erlebach vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum aus dem [[Krimmler Achental]] vom 17.7.2006 belegt. Der genaue Fundort befand sich am Aufstieg zur [[Warmsdorfer Hütte]] zwischen 1840 und 1950 m Höhe (Zone IV, Zentralalpen nach Embacher et al. 2011, siehe auch Embacher & Kurz 2009). Zum Lebensraum liegen keine Daten vor ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2012).
 
 
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Zur Biologie der Art, sowie über die Futterpflanze der Raupen liegen aus Salzburg keine Daten vor. Huemer & Tarmann (1992) geben als Futterpflanze der Raupen ''[[Saxifraga paniculata]]'', aber auch einige andere Steinbrech- (''Saxifraga''-) Arten an. Eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung ist mangels Daten zur Zeit nicht möglich.
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Zur Biologie der Art sowie über die Nahrungspflanze der Raupen liegen aus Salzburg keine Daten vor. Huemer & Tarmann (1992) geben als Nahrungspflanze der Raupen ''[[Saxifraga paniculata]]'', aber auch einige andere Steinbrech- (''Saxifraga''-) Arten an. Eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung ist mangels Daten zur Zeit nicht möglich (Einstufung DD nach Embacher et al. 2025).
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==Weiterführende Informationen==
 
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==Quellen==
 
==Quellen==
*Embacher, G. & M. Kurz 2009. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
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*Embacher, G. & [[Michael Kurz (Wissenschafter)|M. Kurz]] 2008. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
{{Quelle Embacher et al.}}
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{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*Huemer, P. & G. Tarmann 1992. Westpaläarktische Gespinstmotten der Gattung ''Kessleria'' NOWICKI: Taxonomie, Ökologie, Verbreitung. Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 81: 5-110.
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*GBIF Austria 2025. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2025.12.29].
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2012. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 24 Juli 2012].
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*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp.
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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*Huemer, P. & G. Tarmann 1992. Westpaläarktische Gespinstmotten der Gattung ''Kessleria'' NOWICKI: Taxonomie, Ökologie, Verbreitung. Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 81: 5-110.
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
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*Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-301.
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*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.09.01].
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== Einzelnachweis ==
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
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[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
 
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[[Kategorie:Insekt]]
 
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[[Kategorie:Schmetterling]]
 
[[Kategorie:Schmetterling]]
 
[[Kategorie:Kleinschmetterling]]
 
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Aktuelle Version vom 7. Januar 2026, 08:28 Uhr

Kessleria saxifragae (Zelleria saxifragae Stainton, 1868: 137-139) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera (Schmetterlinge), Familie Yponomeutidae (Gespinst- und Knospenmotten).

Diagnose

K. saxifragae ist im Gegensatz zu den beiden anderen in Salzburg bisher gefunden Arten kontrastreich weiß und schwarz mit bräunlicher Längszeichnung am Vorderflügel gefärbt, wobei besonders ein größerer gebogener bis hakenförmiger schwarzer Fleck in der Flügelmitte auffällt.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

K. saxifragae ist nur durch einen Raupenfund von Peter Huemer und Siegfried Erlebach vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum aus dem Krimmler Achental vom 17.07.2006 belegt. Der genaue Fundort befand sich am Aufstieg zur Warmsdorfer Hütte zwischen 1840 und 1950 m Höhe (Zone IV, Zentralalpen nach Embacher et al. 2025, siehe auch Embacher & Kurz 2008). Zum Lebensraum liegen keine Daten vor (Kurz & Kurz 2025).

Nachbarfaunen

Mit Ausnahme von Wien und dem Burgenland kommt K. saxifragae in allen österreichischen Bundesländern vor (Huemer 2013). Klimesch (1991) meldet die Art aus dem oberösterreichischen Alpengebiet (siehe auch GBIF 2025). Vor kurzem wurde sie auch aus dem bayerischen Alpengebiet nachgewiesen (Haslberger & Segerer 2021).

Biologie und Gefährdung

Zur Biologie der Art sowie über die Nahrungspflanze der Raupen liegen aus Salzburg keine Daten vor. Huemer & Tarmann (1992) geben als Nahrungspflanze der Raupen Saxifraga paniculata, aber auch einige andere Steinbrech- (Saxifraga-) Arten an. Eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung ist mangels Daten zur Zeit nicht möglich (Einstufung DD nach Embacher et al. 2025).

Weiterführende Informationen

Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.


Quellen

  • Embacher, G. & M. Kurz 2008. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
  • GBIF Austria 2025. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2025.12.29].
  • Haslberger, A. & A.H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp.
  • Huemer, P. & G. Tarmann 1992. Westpaläarktische Gespinstmotten der Gattung Kessleria NOWICKI: Taxonomie, Ökologie, Verbreitung. Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 81: 5-110.
  • Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
  • Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-301.
  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.09.01].

Einzelnachweis