St. Georgen im Pinzgau: Unterschied zwischen den Versionen
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{{Dieser Artikel|behandelt die heutige Ortschaft St. Georgen im Pinzgau der Gemeinde [[Bruck an der Großglocknerstraße]].<br>Über die ehemalige [[Pinzgau]]er Gemeinde St. Georgen im Pinzgau informiert der Artikel [[St. Georgen im Pinzgau (Gemeinde)]].}} | |||
[[Bild:Kirche zum hl. Georg St. Georgen.jpg|thumb|Kirche zum hl. Georg]] | |||
[[Datei:Grieser Graben, St. Georgen.jpg|thumb|Am unteren Bildrand St. Georgen im Pinzgau.]] | |||
[[Datei:Linde Kirchenwirt.jpg|thumb|Linde Kirchenwirt]] | |||
'''St. Georgen im Pinzgau''' ist eine Ortschaft, eine [[Katastralgemeinden im Pinzgau|Katastralgemeinde]] und eine Straßenbezeichnung der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Bruck an der Großglocknerstraße]]. | |||
== | == Geografie == | ||
St. Georgen im Pinzgau liegt nördlich der [[Pinzgauer Straße]] (B 311), der [[Westbahnstrecke]] und der [[Salzach]] zwischen den Ortschaften [[Gries im Pinzgau]] im Osten, [[Winkl (Bruck)|Winkl]] im Norden und [[Steinbach (Bruck an der Großglocknerstraße)|Steinbach]] im Westen. Mit [[1. Jänner]] [[2019]] hatte die Ortschaft 232 Einwohner. | |||
Bekannt ist St. Georgen vor allem durch die [[Pfarrkirche zum hl. Georg in St. Georgen im Pinzgau|Pfarrkirche zum hl. Georg]] | Bekannt ist St. Georgen vor allem durch die [[Pfarrkirche zum hl. Georg in St. Georgen im Pinzgau|Pfarrkirche zum hl. Georg]] der seit [[1858]] eine eigenständigen [[Pfarre St. Georgen im Pinzgau]]. Das [[1996]] eingerichtete Heimatmuseum "Unser kleines Museum" gibt Zeugnis von der Geschichte des Ortes, der über eine eigene [[Volksschule St. Georgen im Pinzgau|Volksschule]] verfügt. | ||
==Quellen== | Die Ortschaft verfügt über eine eigene [[Volksschule St. Georgen im Pinzgau|Volksschule]]. | ||
Hier befindet sich das [[Museum für Sagen und Märchen]]. | |||
== Geschichte == | |||
St. Georgen im Pinzgau war bis zur Eingemeindung in die Gemeinde Bruck eine [[St. Georgen im Pinzgau (Gemeinde)|eigenständige Gemeinde]]. | |||
Die Ortschaft trug ursprünglich den Namen ''Niederhaim''. Im Laufe der Zeit übertrug sich der Kirchenname ''St. Georg'' auf die gesamte Ortschaft, die danach lange als ''St. Georgen in Niederhaim'' und in der neueren Zeit als ''St. Georg im Pinzgau'' bezeichnet wurde. | |||
=== Prähistorische Funde === | |||
Im Bereich der früheren Gemeinde St. Georgen im Pinzgau befinden sich mehrere prähistorische Fundplätze. Der bekannteste ist der [[Weberpalfen]] oder Burgstall, auf dem schon am Übergang von der Steinzeit zur Metallzeit Wohnplätze waren. Darüber hinaus wurden beim Jagerbauer in Niederhof und bei der ehemaligen Tankstelle neben der [[Pinzgauer Straße]] (B 311) im Ortsbereich von Gries im Pinzgau Urnengräber gefunden. Am Leyererfeld wurde eine früh[[bronzezeit]]liche Wohnstelle ausgegraben, die erste auf einem Pinzgauer Talboden. Auch während der Salzachregulierung im Jahr [[1837]] fanden Arbeiter zwei Bronzebeile und eine Gussplatte aus Kupfer. | |||
=== Mittelalter === | |||
Auf dem [[Weberpalfen]] stand im frühen Mittelalter ein hölzerner Burgturm. [[Martin Hell]] war der Ansicht, dass es eine slawische Höhenburg gewesen sein könnte, die um [[580]] erbaut worden ist. Es fand sich keine gemörtelte Mauer, aber ein Haufen Steine, die zusammen getragen worden waren. Der Name Burgstall bestätigt die Annahme einer mittelalterlichen Anlage. | |||
=== Protestantenemigration === | |||
Im Jahr [[1732]] emigrierten auch mehrere Familien und Einzelpersonen aus St. Georgen im Pinzgau und zwar aus den Gütern Bliemreit, Pernschall, Palfen, Vorderwinkl, Pruggbachmühl, Unterrißfeichten, Viechofen und Wirtshaus St. Georgen. "Hans Empacher, Gastgeb, hat 1347 fl. Schulden, nimmt mit: Zwei Eltern und Schwester, eine Tochter und 55 fl. bar. Das Anwesen überläßt er seinem Weib und seinen Kindern, die nicht ausziehen. Er kommt nach Krausendorf in Ostpreußen...Vor seinem Abschied pflanzte er die Linde am Wege zur Kirche hinauf, die heute so groß und mächtig dasteht als Erinnerungsmal an jene turbulente Zeit." Diese Linde zählt heute zu den [[Naturdenkmäler]]n im [[Bundesland Salzburg]]. | |||
== Eingemeindung == | |||
: ''Hauptartikel [[St. Georgen im Pinzgau (Gemeinde)]]'' | |||
Bis zu seiner [[Eingemeindungen|Eingemeindung]] in die Gemeinde (damals noch) ''Bruck an der Glocknerstraße'' am [[1. Jänner]] [[1939]] war St. Georgen im Pinzgau eine selbstständige Gemeinde. | |||
== Quellen == | |||
* [[Josef Lahnsteiner]]: ''[[Unterpinzgau]], Zell am See, Taxenbach, Rauris,'' Selbstverlag, Hollersbach 1960 | |||
* Statistik Austria | * Statistik Austria | ||
* | * [http://www.kirchen.net/portal/pfarre.asp?Iid={B09DAEC6-9D07-4316-8976-4BA8782F75CE kirchen.net] | ||
* | * [http://www.salzburg.gv.at/museum_anzeige?id=51 Land Salzburg] | ||
[[Kategorie:Geschichte]] | |||
[[Kategorie:Ort (historisch)]] | |||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Geografie]] | [[Kategorie:Geografie]] | ||
[[Kategorie:Ort (Pinzgau)]] | [[Kategorie:Ort (Pinzgau)]] | ||
[[Kategorie: Bruck]] | [[Kategorie:Pinzgau]] | ||
[[Kategorie:Bruck an der Großglocknerstraße]] | |||