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[[Datei:Kitzsteinhorn.jpg|thumb| | [[Datei:Kitzsteinhorn Schmiedingerkees Sommer 2022 02.jpg|thumb|Das Kitzsteinhorn (links) und das deutlich geschrumpfte Schmiedingerkees im August 2022. Die weißen Flecken rechts im Bild sind Schneedepots.]] | ||
[[Datei:Wiesbachhorn Bratschenkopf Klockerin Kitzsteinhorn Schmiedingerkees.jpg|thumb|Von links [[Großes Wiesbachhorn]], [[Hinterer Bratschenkopf]] und [[Klockerin]], im Vordergrund [[Kitzsteinhorn]] mit Schmiedingerkees im Dezember 2019.]] | |||
[[File:Kitzsteinhorn und Schmiedingerkees.JPG|thumb|Kitzsteinhorn und Schmiedingerkees im August 2015.]] | |||
[[Datei:Kitzsteinhorn, vom Maurerkogel, 3. Oktober 2010.jpg|thumb|[[Kitzsteinhorn]] mit Schmiedingerkees, aufgenommen vom [[Maurerkogel]] im Oktober 2010]] | |||
Das '''Schmiedingerkees''' gehört zu den [[Gletscher]]n ([[Kees]]) der [[Glocknergruppe]] im [[Pinzgau]]. | |||
== | == Geografie == | ||
Das Schmiedingerkees befindet an den nördlichen Abhängen des [[Kitzsteinhorn]]s (3 203 [[m ü. A.]]), im Westen begrenzt vom [[Großer Schmiedinger|Großen Schmiedinger]] (2 957 m ü. A.). | |||
Erschlossen ist dieser Gletscher mit den [[Aufstiegshilfen]] zum [[Kitzsteinhorn]] als [[Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn]] (bis [[2011]], seither nur mehr im Winter als Skigebiet nutzbar). Östlich des Schmiedingerkees, getrennt durch eine Flanke des Kitzsteinhorns, befindet sich der kleine Kammerkees, der aber nicht touristisch genutzt wird. | |||
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Unterhalb des nordöstlichen Endes des Gletschers befindet sich das Schmiedingersee. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Im Sommer [[1915]] begann die Geschichte des Sommerskilaufs auf dem | Im Sommer [[1915]] begann die Geschichte des Sommerskilaufs auf dem Schmiedingerkees. Es waren die [[Ski-Pioniere am Kitzsteinhorn]] der k. u. k. Armee, die hier mit der Ausbildung von Alpintruppenteilen begann. | ||
Am [[12. Dezember]] [[1965]] brachten erstmals die Lifte der [[Gletscherbahnen Kaprun AG|Gletscherbahnen Kaprun]] Skifahrer auf das Gletscherskigebiet. Zur Eröffnung war [[Bundespräsident]] Franz Jonas angereist. | |||
[[1966]] hatte das Schmiedingerkees bei Messungen eine Ausdehnung von etwa 1,2 mal 1,2 km und eine Höhenlage zwischen 2 500 und 2 900 m ü. A.. Er gehört damit zu den kleineren Gletschern der [[Ostalpen]]. Zwischen [[2005]] und [[2006]] verlor der Schmiedingerkees 70,5 m an Gletscherlänge.<ref>[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20070406_OTS0068/dramatischer-gletscherschwund-gletscherbericht-des-alpenvereins-200506 Presseaussendung], 6. April 2007</ref> | |||
Im gesamten Gletscherskigebiet sind nur mehr zehn Prozent auf echtem Gletschereis berichtete [[2021]] Norbert Karlsböck von den [[Gletscherbahnen Kaprun AG|Gletscherbahnen Kaprun]] in den [[Salzburger Nachrichten]]. 2021 musste erstmals die Gletscherfläche am Magnetköpfl auf 2 800 m ü. A. [[Beschneiungsanlage|künstlich beschneit]] werden. Diese künstliche Beschneiung wird bis [[2022]] zur Bergstation "Gletscherjet 4" weiter fortgesetzt. Dann wird der höchste Punkt des Skigebiets erreicht sein. | |||
Der schneearmer Winter 2021/2022 und eine überdurchschnittlich warme erste Jahreshälfte setzten dem Gletscher [[2022]] extrem zu. Dieser ist seit [[1960]] um zwei Drittel kleiner geworden und die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass er in 30 Jahren gar nicht mehr vorhanden sein wird.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/kitzsteinhorn-gletscher-wird-in-30-jahren-geschichte-sein-125518588 www.sn.at], 11. August 2022</ref> | |||
Eine Messreihe des Österreichischer Alpenverein, die in den [[1960er]]-Jahren begonnen hatte, zeigte bis Ende [[2024]] einen Längenschwund von 491 Metern. Eine Messung im Sommer [[2006]] zeigte einen Längenschwund von 70,5 Metern, Im Sommer 2022 einen Schwund von 62,6 Metern.<ref>[https://www.alpenverein.at/gletschermonitor/gletscher/Schmiedinger-K/ www.alpenverein.at], abgefragt am 7. Oktober 2025</ref> | |||
== | ==Übernachtungsmöglichkeiten== | ||
Nördlich unterhalb des Gletschers befindet sich das [[Alpincenter Kitzsteinhorn]] auf 2 446 m ü. A. | |||
== Bilder== | |||
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== Weblink == | |||
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/12.6942,47.1955/zoom/14.9 AMap] (korrigierter neuer Link, Datenstand 19. Februar 2023) | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
{{Quelle AMap}} | |||
* [http://epic.awi.de/Publications/Polarforsch1966_1-2_3.pdf epic.awi.de] | |||
* [[Salzburg Krone]], 3. Dezember 2015 | |||
* {{Quelle SN|18. Dezember 2021}} | |||
== Einzelnachweise == | |||
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