Zeigeraufstellen auf der Vormauer: Unterschied zwischen den Versionen
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Am "Jackerl-Tag", dem [[Patrozinium]]sfest des heiligen Jakobus Major, am [[25. Juli]] jeden Jahres, wird seit urdenklichen Zeiten von den Bauern der Almgemeinschaft [[Vormaueralm]] der "Zeiger" aufgestellt. | Am "[[Jakobitag|Jackerl-Tag]]", dem [[Patrozinium]]sfest des heiligen Jakobus Major, am [[25. Juli]] jeden Jahres, wird seit urdenklichen Zeiten von den Bauern der Almgemeinschaft [[Vormaueralm]] der "Zeiger" aufgestellt. | ||
Als Patron der Pilger ist Jakobus mit den Attributen der Pilgermuschel und des Wanderstabes dargestellt. Dieser Wanderstab, ein Zeiger, war für Eingeweihte hier am [[Wolfgangsee]] das Zeichen, dass auf der Hochalm der Vormauer der Almbetrieb in vollem Gange war. Auch eine Sennerin und ein Senn sind Wanderer. Im Frühjahr ging es erst auf die Niederalm und allmählich je nach Futterstand höher und höher hinauf. Auf der Hochalm blieb man den ganzen Sommer bis zum Abtrieb des Viehs. | Als Patron der Pilger ist Jakobus mit den Attributen der Pilgermuschel und des Wanderstabes dargestellt. Dieser Wanderstab, ein Zeiger, war für Eingeweihte hier am [[Wolfgangsee]] das Zeichen, dass auf der Hochalm der Vormauer der Almbetrieb in vollem Gange war. Auch eine [[Sennerin]] und ein [[Senn]] sind Wanderer. Im Frühjahr ging es erst auf die Niederalm und allmählich je nach Futterstand höher und höher hinauf. Auf der Hochalm blieb man den ganzen Sommer bis zum Abtrieb des Viehs. | ||
Die Voraussetzung für die [[Almwirtschaft]], waren große Waldschenkungen der [[Baiernherzöge in Salzburg|baierischen Herzöge]] an die neugegründeten Klöster, zu denen die Höfe gehörten. Die Rodung der Almen im Wolfgangtal war ein wesentlicher Faktor zur Viehwirtschaft auf den Höfen im Tal. Vom [[15. Jahrhundert]] an hatte hier jeder Bauer seine Nieder- und Hochalm. Es ist eine schicksalhafte Pionierleistung der Bergbauern mit ihren Almen und Bergwiesen zu einer selbständigen Wirtschaftseinheit zu werden, die zur Existenzgrundlage bergbäuerlichen Lebens überhaupt erst beitrug. Die Almwirtschaft war ein Gesundbrunnen für Mensch und Tier, das Futter ist viel aromatischer als in den Talniederungen. | Die Voraussetzung für die [[Almwirtschaft]], waren große Waldschenkungen der [[Baiernherzöge in Salzburg|baierischen Herzöge]] an die neugegründeten Klöster, zu denen die Höfe gehörten. Die Rodung der Almen im Wolfgangtal war ein wesentlicher Faktor zur Viehwirtschaft auf den Höfen im Tal. Vom [[15. Jahrhundert]] an hatte hier jeder Bauer seine Nieder- und Hochalm. Es ist eine schicksalhafte Pionierleistung der Bergbauern mit ihren Almen und Bergwiesen zu einer selbständigen Wirtschaftseinheit zu werden, die zur Existenzgrundlage bergbäuerlichen Lebens überhaupt erst beitrug. Die Almwirtschaft war ein Gesundbrunnen für Mensch und Tier, das Futter ist viel aromatischer als in den Talniederungen. | ||
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Dieser Artikel wurde von [[Adele Sungler]] verfasst und als Word-Dokument an das | Dieser Artikel wurde von [[Adele Sungler]] verfasst und als Word-Dokument an das SALZBURGWIKI gesandt. Alle Bilder aus dem Archiv Adele Sungler. | ||
[[Kategorie:Flachgau]] | [[Kategorie:Flachgau]] | ||