Augustiner-Chorherrenstift Herrenchiemsee: Unterschied zwischen den Versionen
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Von der Gründung bis 1130 war es ein Benediktinerkloster, ab [[1130]] ein Stift der Augustiner-Chorherren. Der Neubau einer dreischiffigen, romanischen Basilika wurde [[1158]] vollendet. [[1215]] errichtete Salzburg das [[Bistum Chiemsee]], der [[Bischof von Chiemsee]] residierte aber im [[Chiemseehof]] in [[Salzburg]]. Das Augustinerchorherrenstift bildete das Domkapitel des Bistums Chiemsee. An der Spitze des Kapitels stand ein Dompropst, der seit [[1218]] zugleich Archidiakon des einzigen Archidiakonates der Diözese war. Die Klosterkirche, seit [[1131]] den Heiligen Sixtus und Sebastian geweiht, wurde zur Kathedrale erhoben. | Von der Gründung bis 1130 war es ein Benediktinerkloster, ab [[1130]] ein Stift der Augustiner-Chorherren. Der Neubau einer dreischiffigen, romanischen Basilika wurde [[1158]] vollendet. [[1215]] errichtete Salzburg das [[Bistum Chiemsee]], der [[Bischof von Chiemsee]] residierte aber im [[Chiemseehof]] in [[Salzburg]]. Das Augustinerchorherrenstift bildete das Domkapitel des Bistums Chiemsee. An der Spitze des Kapitels stand ein Dompropst, der seit [[1218]] zugleich Archidiakon des einzigen Archidiakonates der Diözese war. Die Klosterkirche, seit [[1131]] den Heiligen Sixtus und Sebastian geweiht, wurde zur Kathedrale erhoben. | ||
[[1513]] wurde die Dom- und Stiftskirche des | [[1513]] wurde die Dom- und Stiftskirche des Klosters Herrenchiemsee von [[Berthold Pürstinger]] geweiht. | ||
Seine größte Blüte erlebte das Stift im [[15. Jahrhundert]]. [[1446]] erlangte Propst Ulrich Häupl das Recht, die Pontifikalien zu tragen. Nach 1498 erlangte Propst Rupert Puetinger den Titel eines Pfalzgrafen des Lateran, der ihm das lukrative Recht verlieh, Wappenbriefe auszustellen. Misswirtschaft und Verschuldung führten dazu, dass das Stift zwischen 1552 und 1562 weltlicher Verwaltung unterstand. Erst unter Propst Arsenius Ulrich, der 1627 von Heilig Kreuz in Augsburg kam und das Inselstift bis 1653 leitete, erholte sich das Stift. | Seine größte Blüte erlebte das Stift im [[15. Jahrhundert]]. [[1446]] erlangte Propst Ulrich Häupl das Recht, die Pontifikalien zu tragen. Nach 1498 erlangte Propst Rupert Puetinger den Titel eines Pfalzgrafen des Lateran, der ihm das lukrative Recht verlieh, Wappenbriefe auszustellen. Misswirtschaft und Verschuldung führten dazu, dass das Stift zwischen 1552 und 1562 weltlicher Verwaltung unterstand. Erst unter Propst Arsenius Ulrich, der 1627 von Heilig Kreuz in Augsburg kam und das Inselstift bis 1653 leitete, erholte sich das Stift. | ||