Schach-Landesverband Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
Hager (Diskussion | Beiträge) |
Hager (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 12: | Zeile 12: | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| − | Erster Salzburger Landesmeister -noch ohne offiziellem Landesverband-wurde 1925- zur Überraschung der Stadtsalzburger- der Bischofshofner Eisenbahner August Maggi. In den Jahren vor und nach dem ersten Weltkrieg war es üblich Korrespondenz-(Beratungs-)schachpartien zwischen Schachgesellschaften von Städten zu spielen. Stärkster Spieler der Salzburger Schachgesellschaft Anfang der 1920-er Jahre und international angesehen war der aus Teschen zugewanderte Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist Franz Motzko (Motzko Variante in der Spanischen Eröffnung). | + | Erster Salzburger Landesmeister -noch ohne offiziellem Landesverband-wurde 1925- zur Überraschung der Stadtsalzburger- der Bischofshofner Eisenbahner August Maggi. In den Jahren vor und nach dem ersten Weltkrieg war es üblich Korrespondenz-(Beratungs-)schachpartien zwischen Schachgesellschaften von Städten zu spielen. Stärkster Spieler der Salzburger Schachgesellschaft Anfang der 1920-er Jahre und international angesehen, war der aus Teschen zugewanderte Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist Franz Motzko (Motzko Variante in der Spanischen Eröffnung). |
In der ersten Republik fanden ab 1936 Meisterschaften zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg (organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft) statt. | In der ersten Republik fanden ab 1936 Meisterschaften zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg (organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft) statt. | ||
Am [[1. Juli]] [[1947]] wird nach dem 2. Weltkrieg die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet und erfolgte der Beitritt zum ÖSB. Der Landesverband wird offiziell [[1950]] mit sechs Mitgliedern ( Vereinen bzw. Sektionen) gegründet. Seit [[1950]] läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft. | Am [[1. Juli]] [[1947]] wird nach dem 2. Weltkrieg die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet und erfolgte der Beitritt zum ÖSB. Der Landesverband wird offiziell [[1950]] mit sechs Mitgliedern ( Vereinen bzw. Sektionen) gegründet. Seit [[1950]] läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft. | ||
Version vom 11. Oktober 2012, 11:21 Uhr
Organisation:
Der Schach-Landesverband Salzburg (SLV), gegr. 1950, ist ein Verein. Mitglieder sind die 29 (Stand 2012) Schachvereine (Klubs)und Schachsektionen von Sportvereinen im Bundesland Salzburg und angrenzenden Regionen von Oberösterreich und dem bayerischem Rupertiwinkel. Der Verband organisiert und koordiniert mit den Vereinen das Spielgeschehen, insbesondere die Mannschaftswettkämpfe, Einzellandesmeisterschaften und Entsendungen im Bundesland Salzburg.
Bei den Mannschaftswettkämpfen wird in Leistungsklassen und Regionen, von der 2.Klasse bis zur Bundesliga-A (früher Staatsliga) gespielt. Schach ist von der LSO und BSO (wie auch international in mehr als 90 Staaten) als Sport anerkannt. Die psychische Wettkampfkomponente unter zeitlichem Druck ist dabei hoch anzusetzen. International sind nun 177 Länder (9/2012) in der FIDE (Weltschachverband) vertreten. Es gibt Turnier-, Schnellschach- und Blitzschachbewerbe als Nah(kampf)schach. Das seltene Kompositionsschach und Fernschach werden stark mittels PC und Internet gespielt.
Mit Stand 1/2012 hat der SLV 1.689 registrierte, davon 853 aktive Meisterschaftsspieler mit nationaler Elolzahl. Für die aktiv Registrierten werden auch Abgaben an den ÖSB entrichtet.
Die Spielgemeinschaft Royal-Inter-Salzburg-Süd, der ASK, Mozart-1910, Schwarzach und Ranshofen sind Bundesliga-B Vereine (BL-B).
Geschichte
Erster Salzburger Landesmeister -noch ohne offiziellem Landesverband-wurde 1925- zur Überraschung der Stadtsalzburger- der Bischofshofner Eisenbahner August Maggi. In den Jahren vor und nach dem ersten Weltkrieg war es üblich Korrespondenz-(Beratungs-)schachpartien zwischen Schachgesellschaften von Städten zu spielen. Stärkster Spieler der Salzburger Schachgesellschaft Anfang der 1920-er Jahre und international angesehen, war der aus Teschen zugewanderte Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist Franz Motzko (Motzko Variante in der Spanischen Eröffnung). In der ersten Republik fanden ab 1936 Meisterschaften zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg (organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft) statt. Am 1. Juli 1947 wird nach dem 2. Weltkrieg die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet und erfolgte der Beitritt zum ÖSB. Der Landesverband wird offiziell 1950 mit sechs Mitgliedern ( Vereinen bzw. Sektionen) gegründet. Seit 1950 läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft.
Der älteste Verein ist der Erste Salzburger Schachklub 1910 - Mozart. Bis 1950 hieß er Salzburger Schachgesellschaft. Dann teilte sich diese in die Spielstätten Cafe Posthof und Cafe Mozart. Bereits im Jahr 1868 war schon eine Vereinsgründung in der Presse angekündigt worden, diese erfolgte aber dann doch noch nicht. Itzling, Maxglan und Lehen waren die naechsten Vereine in der Stadt. Gespielt wurde Schach privat und in Spielzirkeln vor und insbesondere zur Mozartzeit und später in den Kaffeehäusern aber gelegentlich immer schon, auch in Arbeiterkreisen. Natürlich überwog in den ländlichen Gegenden mehr das Kartenspiel. Erst die erhöhte Mobilität und der zunehmende Wettkampfcharakter führten dann zu juristischen und sportlichen Organisationsformen. Schach ist interdiziplinär und beinhaltet sowohl sportliche, künstlerische, kulturelle wie wissenschaftliche Atribute.
Stärkster Salzburger Spieler war bisher Josef Klinger (jun.)aus St. Johann i.P., der 1988 den Grad eines IGM (Internationaler Großmeister) errungen hat, seine besten Erfolge ( Dritter der Jugendweltmeisterschaft 1985 und mehrere große internationale Turniersiege, 3x Zürich, Berlin, Biel, 2x Staatsmeister, ...) errang er Ende der 1980-er- Anf. 1990-er Jahre, verlegte sich dann aber auf das Pokern. Salzburg hat zudem bislang sechs Meister des Weltschachbundes (FIDE-Meister), einige nationale Meisterspieler (NM) und 2 CM hervorgebracht. Die gebürtige Tamswegerin Eva Moser (nun Kärnterin/Grazerin) ist Internationale Meisterin der allgemeinen Klasse (und IGM bei den Damen).
Jährlich finden im Sommer internationale Turniere im Bundesland statt:
das Schwarzacher Open,
das Wallerseeopen in Neumarkt,
sowie die Seniorenstaatsmeisterschaften in Maria Alm.
Vereine (Sektionen) des Schach-Landesverbandes Salzburg
Stadt Salzburg und Umgebung
Allgemeiner Schachklub Salzburg (ASK)
1. Salzburger Schachclub 1910, Mozart
Schachklub Salzburg-Süd
Schachklub Royal Salzburg
SC Inter Salzburg
Schulschach AG Österreich
Heeres-Sport-Verein Wals Sektion Schach
Sportunion Bergheim Sektion Schach
Kroatischer Schachverein SK "Pjesak"
Flachgau und Tennengau
Halleiner Schachklub
Schachklub Golling
Schachfreunde Rif
Schachvereinigung Oberndorf-Laufen
Union-Schachclub Seekirchen
Schachclub Neumarkt
Naturfreunde Raiffeisen Mondseeland Sektion Schach
Museumsverein Obertrum am See
WSV-ATSV Ranshofen Schach
SPORTUNION Raiba Hochburg-Ach Sektion Schach
Schachfreunde Mattighofen
(Bad Ischl spielt nun bei OÖ)
Pongau und Pinzgau
Sportverein Schwarzach im Pongau Sektion Schach
Sportverein Konkordiahütte - Tenneck Sektion Schach
Schachclub ASKÖ Radstadt
Sportclub Taxenbach Sektion Schach
Union Billard- und Schachclub Bruck Sektion Schach
Union Sportclub Uttendorf Sektion Schach
Heeres-Sportverein Saalfelden Sektion Schach
Schachklub Zell am See
Pinzgauer Schachsenioren
Weblinks
Schach Aktiv, das österreichische Schachmagazin (monatlich).