Gunter Mackinger: Unterschied zwischen den Versionen

Hans5020 (Diskussion | Beiträge)
ergänzt
 
(5 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Bild:Gunter Mackinger.jpg|thumb|Gunter Mackinger]]Kommerzialrat '''Gunter Mackinger''' (* [[29. September]] [[1956]]) ist ehemaliger Verkehrsdirektor der [[Salzburg AG]] und aktueller (2019) Vizepräsident der [[Katholische Aktion Salzburg|Katholischen Aktion Salzburg]].
[[File:Gunter Mackinger 2010-09-11.jpg|thumb|Gunter Mackinger 2010-09-11]]
 
Kommerzialrat '''Gunter Mackinger''' (* [[29. September]] [[1956]]) ist ehemaliger Verkehrsdirektor der [[Salzburg AG]].


==Leben==
==Leben==
Als Verkehrsdirektor der Salzburg AG war Mackinger seit [[2000]] für die [[Salzburger Lokalbahn]], seit [[1. Mai]] [[2003]] den [[Stadtbus]] und seit März [[2006]] auch für die [[Schafbergbahn]] und [[Wolfgangseeschifffahrt]] verantwortlich. Eine weitere Lokalbahn, die [[Pinzgaubahn]]. stand seit [[1. Juli]] [[2008]] unter seinem Kommando.
Als Verkehrsdirektor der Salzburg AG war Mackinger seit [[2000]] für die [[Salzburger Lokalbahn]], seit [[1. Mai]] [[2003]] den [[Stadtbus]] und seit März [[2006]] auch für die [[Schafbergbahn]] und [[Wolfgangseeschifffahrt]] verantwortlich. Eine weitere Lokalbahn, die [[Pinzgaubahn]], stand seit [[1. Juli]] [[2008]] unter seinem Kommando.  [[2010]] wurde er auch zum Geschäftsführer der Berchtesgadener Landbahn GmbH bestellt.
 
Am [[31. Oktober]] [[2014]] verließ er im Streit die Salzburg AG, nachdem seine Befugnisse mit [[1. August]] 2014 auf die eines "strategischen" Verkehrsdirektors reduziert worden waren.
 
Mackinger ist seit November 2014 als Berater für ''Light Rail-'' und Trolleybus-Systeme bei der in [[Bad Dürrnberg]] ansässigen A.S.S.-experts tätig.
 
Derzeit (Stand 2026) ist er Aufsichtsrat der Schiene OÖ GmbH, Vorstand der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG und seit Juli 2024 auch der Lokalbahn Gmunden–Vorchdorf.
 
Seine Frau Hildegard ist Vizepräsidentin der [[Katholische Aktion Salzburg|Katholischen Aktion Salzburg]] (Stand 2026). Er selbst war ebenfalls einige Jahre Vizepräsident der Katholischen Aktion Salzburg und ist aktuell (2026) ist Vorsitzender des [[Eisenbahner-Musikverein Salzburg|Eisenbahner-Musikvereins Salzburg]].


Im Jahr [[2014]] verließ er im Streit die Salzburg AG, nachdem seine Befugnisse auf die eines „strategischen“ Verkehrsdirektors reduziert worden waren.
Mackinger ist allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Verkehr und Fahrzeugtechnik mit Spezialisierung auf Eisenbahn, Seilbahn und Unfallanalyse.


=== Politische Tätigkeit ===
In der [[Mitglieder_des_Salzburger_Gemeinderates#Nach_den_Gemeindevertretungs-_und_B.C3.BCrgermeisterwahlen_1999|Wahlperiode 1999–2004]] gehörte Mackinger für die [[SPÖ]] dem [[Salzburger Gemeinderat]] an.
In der [[Mitglieder_des_Salzburger_Gemeinderates#Nach_den_Gemeindevertretungs-_und_B.C3.BCrgermeisterwahlen_1999|Wahlperiode 1999–2004]] gehörte Mackinger für die [[SPÖ]] dem [[Salzburger Gemeinderat]] an.


Mackinger ist unter anderem Autor des [[2005]] im Verlag Kenning erschienenen Buches ''Der [[Obus]] in Salzburg''.
[[Bild:Gunter Mackinger.jpg|thumb|Gunter Mackinger]]
 
=== Zum Thema Mönchsberggaragen Ausbaupläne 2020 ===
Wenn man den [[Mönchsberggaragen Ausbaupläne|Garagenausbau]] nicht verhindern könne, müsse man aber zumindest deren Nutzung überdenken, meint Gunter Mackinger. Er fordert Begleitmaßnahmen, etwa die Adaptierung der Garage als City-Logistik-Terminal. Zudem könne sie als Bewohnerparkplatz "bei gleichzeitiger Sperre des [[Neutor]]s" fungieren. Außerdem empfiehlt Mackinger bessere Öffitakte sowie ein Ende des [[Rot-Kreuz-Parkplatz]]es. Und: [[Festspielauffahrt]]en sollten von der [[Hofstallgasse]] in die Parkgarage verlegt werden: "Die Vorfahrt mit Luxuslimousinen entspricht nicht mehr dem Geist des [[21. Jahrhundert]]s."<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/chronik/ausbau-der-moenchsberggarage-wird-kirchenintern-zur-glaubensfrage-79166896 14. November 2019]</ref>


==Vorgestellt==
== Interessensvertretungen und Ehrenamt ==
„''In die Wiege gelegt wurde es mir nicht''“, sagt Mackinger. „''Ich habe eine Tellerwäscher-Karriere gemacht, wenn man so will.''“ Er ist einer der seltener werdenden Manager, die ihren Beruf von Grund auf erlernt haben. „''Ich habe als Verschieber begonnen und nie daran gedacht, Karriere bei der Lokalbahn zu machen.''“ Der berufliche Aufstieg hat sich seiner Einschätzung nach durch die Begeisterung für den Beruf ergeben. „''Ich führe mit Herzblut ein Leben für den öffentlichen Verkehr. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man authentisch ist, dass man das lebt, was man ist.''“
Einige Jahre hatte er Funktionen der Wirtschaftskammer Salzburg inne:
* Mitglied des Wirtschaftsparlaments ([[2010]]–[[2014]])
* Stellvertretender Spartenobmann Verkehr (2010–2014)
* Obmann der Fachvertretung Schienenbahnen (2005–2014)


Mackinger ist konsequent. Er setzt auch privat auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Familie hatte nie ein Auto. Wer sich das schwer vorstellen kann, dem sagt er, dass es eine Sache der Organisation und des bewussten Umgangs mit Mobilität ist. „''Ich bin kein Autohasser, aber für mich ist es nicht der richtige Weg.''“ Außerdem müsse, wer öffentlichen Verkehr verkauft, diesen auch nützen. Er untermauert das mit einem Beispiel. Wer Coca-Cola produziert, kann auch kein Cola-Hasser sein.
Darüber hinaus war er seit [[2005]] Mitglied im Fachverband der Schienenbahnen der Wirtschaftskammer Österreich.


Seine Mitarbeiter haben einen Chef, der sein Handwerk versteht. „''Das kommt mir zugute. Ich spüre die Akzeptanz der Mitarbeiter. Es ist mir nicht zu blöd, selber Handgriffe zu tun. Ich brauche das Anpacken und Zupacken.''“ Ein abgehobener Manager, das will er nicht sein.
Öffentliche Aufmerksamkeit erreichte er durch seine Ko-Präsidentschaft beim Eisenbahnverein Club 760.  


Jemand, der wie er die Öffis nützt, kennt die Probleme des öffentlichen Verkehrs. Mackinger will nicht beschönigen. „''Mit dem Angebot kann man nie zufrieden sein, wir hinken in der Entwicklung nach, und es gibt enormen Aufholbedarf.''“ Seine Vision für Salzburg und die Region in seiner neuen Funktion als Verkehrsdirektor der Salzburg AG ist, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. „''Salzburg hat ein Verkehrsproblem, täglich Staus, an vielen Stellen eine schlechte Luftqualität.''“ Die Lösung liegt für Mackinger auf der Hand: Die Gebietskörperschaften müssen verstärkt in den öffentlichen Personenverkehr investieren.
== Ehrungen==
Im Juli [[2012]] wurde Direktor Gunter Mackinger in den statistischen Beirat des Außenhandels berufen und ihm somit der Titel "Kommerzialrat" zuerkannt<ref>www.wirtschaftsverband-salzburg.at: ''Kommerzialratstitel für Gunter Mackinger</ref>.  


Sein Hobby ist das Reisen, und da das Reisen mit dem Zug. „''Bei vielen Leuten wecken Bahnhöfe und Züge die Reiselust.''“ Weltweit seien er und seine Familie schon unterwegs gewesen, beispielsweise in China und Japan. Heuer fällt der „''große Familienurlaub''“ im Sommer auf Grund der neuen beruflichen Herausforderung allerdings aus. Nur eine Woche in Holland gemeinsam mit seiner Frau geht sich aus. „''Wenn man A sagt, muss man auch B sagen''“, sagt Mackinger, „''meine Familie hat Verständnis dafür''“.
* [[2009]] wurde ihm für seine Leistungen für den öffentlichen Nahverkehr in Salzburg das [[Großes Verdienstzeichen des Landes Salzburg|Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg]] verliehen
* [[2011]]:
:: Goldene Schiene des Verbandes der Führungskräfte Deutscher Bahnen
:: PRO BAHN Fahrgastpreis für seine Verdienste um den Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn
* [[2021]]:
:: [[Stadtsiegel in Gold|Salzburger Stadtsiegel in Gold]]
:: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
* [[2022]]: [[Verdienstorden der Heiligen Rupert und Virgil|Orden der Heiligen Rupert und Virgil]] in Gold der [[Erzdiözese Salzburg]]


Viel Zeit für sich selber und für die Familie hat er neben seinem Beruf nicht, aber das sieht Mackinger nicht als Belastung. „''Die verbleibende Zeit nutze ich intensiv. Wichtig ist, dass man jedem Teil seinen Platz einräumt.''“ Seinen Umgang mit Zeit beschreibt Mackinger so: „''Ich habe sicher eine andere Beziehung zur Zeit als jemand, der fahrplanlos durchs Leben geht.''“
{{vorgestellt}}
"In die Wiege gelegt wurde es mir nicht", sagt Mackinger. "Ich habe eine Tellerwäscher-Karriere gemacht, wenn man so will." Er ist einer der seltener werdenden Manager, die ihren Beruf von Grund auf erlernt haben. "Ich habe als Verschieber begonnen und nie daran gedacht, Karriere bei der Lokalbahn zu machen." Der berufliche Aufstieg hat sich seiner Einschätzung nach durch die Begeisterung für den Beruf ergeben. "Ich führe mit Herzblut ein Leben für den öffentlichen Verkehr. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man authentisch ist, dass man das lebt, was man ist."


== Zum Thema Mönchsberggaragen Ausbaupläne 2020 ==
Mackinger ist konsequent. Er setzt auch privat auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Familie hatte nie ein Auto. Wer sich das schwer vorstellen kann, dem sagt er, dass es eine Sache der Organisation und des bewussten Umgangs mit Mobilität ist. "Ich bin kein Autohasser, aber für mich ist es nicht der richtige Weg." Außerdem müsse, wer öffentlichen Verkehr verkauft, diesen auch nützen. Er untermauert das mit einem Beispiel. Wer Coca-Cola produziert, kann auch kein Cola-Hasser sein.
Wenn man den [[Mönchsberggaragen Ausbaupläne|Garagenausbau]] nicht verhindern könne, müsse man aber zumindest deren Nutzung überdenken, meint Gunter Mackinger. Er fordert Begleitmaßnahmen, etwa die Adaptierung der Garage als City-Logistik-Terminal. Zudem könne sie als Bewohnerparkplatz "''bei gleichzeitiger Sperre des [[Neutor]]s''" fungieren. Außerdem empfiehlt Mackinger bessere Öffitakte sowie ein Ende des [[Rot-Kreuz-Parkplatz]]es. Und: [[Festspielauffahrt]]en sollten von der [[Hofstallgasse]] in die Parkgarage verlegt werden: "''Die Vorfahrt mit Luxuslimousinen entspricht nicht mehr dem Geist des [[21. Jahrhundert]]s.''"<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/chronik/ausbau-der-moenchsberggarage-wird-kirchenintern-zur-glaubensfrage-79166896 14. November 2019]</ref>


== Auszeichnungen ==
Seine Mitarbeiter haben einen Chef, der sein Handwerk versteht. "Das kommt mir zugute. Ich spüre die Akzeptanz der Mitarbeiter. Es ist mir nicht zu blöd, selber Handgriffe zu tun. Ich brauche das Anpacken und Zupacken." Ein abgehobener Manager, das will er nicht sein.
Im Juli 2012 wurde Direktor Gunter Mackinger in den statistischen Beirat des Außenhandels berufen und ihm somit der Titel „''Kommerzialrat''“ zuerkannt<ref>www.wirtschaftsverband-salzburg.at: ''Kommerzialratstitel für Gunter Mackinger</ref>.  


== Werke ==
Jemand, der wie er die Öffis nützt, kennt die Probleme des öffentlichen Verkehrs. Mackinger will nicht beschönigen. "Mit dem Angebot kann man nie zufrieden sein, wir hinken in der Entwicklung nach, und es gibt enormen Aufholbedarf." Seine Vision für Salzburg und die Region in seiner neuen Funktion als Verkehrsdirektor der Salzburg AG ist, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. "Salzburg hat ein Verkehrsproblem, täglich Staus, an vielen Stellen eine schlechte Luftqualität." Die Lösung liegt für Mackinger auf der Hand: Die Gebietskörperschaften müssen verstärkt in den öffentlichen Personenverkehr investieren.
 
Sein Hobby ist das Reisen, und da das Reisen mit dem Zug. "Bei vielen Leuten wecken Bahnhöfe und Züge die Reiselust." Weltweit seien er und seine Familie schon unterwegs gewesen, beispielsweise in China und Japan. Heuer fällt der "große Familienurlaub" im Sommer auf Grund der neuen beruflichen Herausforderung allerdings aus. Nur eine Woche in Holland gemeinsam mit seiner Frau geht sich aus. "Wenn man A sagt, muss man auch B sagen", sagt Mackinger, "meine Familie hat Verständnis dafür".
 
Viel Zeit für sich selber und für die Familie hat er neben seinem Beruf nicht, aber das sieht Mackinger nicht als Belastung. "Die verbleibende Zeit nutze ich intensiv. Wichtig ist, dass man jedem Teil seinen Platz einräumt." Seinen Umgang mit Zeit beschreibt Mackinger so: "Ich habe sicher eine andere Beziehung zur Zeit als jemand, der fahrplanlos durchs Leben geht."
 
== Publikationen ==
* Mackinger, Gunter: ''Der Obus in Salzburg'', Verlag Kenning 2005, ISBN 3-933613-74-4
* Mackinger, Gunter: ''Der Obus in Salzburg'', Verlag Kenning 2005, ISBN 3-933613-74-4


==Quellen==
==Quellen==
* [[Salzburger Nachrichten]] unter anderem vom 23. September 2014 [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/wirtschaft/sn/artikel/gunter-mackinger-zieht-klage-gegen-salzburg-ag-zurueck-121920/ Gunter Mackinger zieht Klage gegen Salzburg AG zurück]
* "[[Salzburger Nachrichten]]", unter anderem vom 23. September 2014 [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/wirtschaft/sn/artikel/gunter-mackinger-zieht-klage-gegen-salzburg-ag-zurueck-121920/ Gunter Mackinger zieht Klage gegen Salzburg AG zurück]
 
* {{wikipedia-de}}
==== Einzelnachweise ====
== Einzelnachweise ==
<references />
<references />
   
   
Zeile 41: Zeile 71:
|AMT= Verkehrsdirektor der [[Salzburg AG]]
|AMT= Verkehrsdirektor der [[Salzburg AG]]
|ZEIT= 2000–2014
|ZEIT= 2000–2014
|VORGÄNGER=[[N.N.]]
|VORGÄNGER=[[N. N.]]
|NACHFOLGER=[[Peter Brandl]]
|NACHFOLGER=[[Peter Brandl]]
}}
}}