Bistum Chiemsee: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Bistum Chiemsee''' war eines der (ursprünglich) vier [[Eigenbistum|Eigenbistümer]] des [[Erzbischof von Salzburg|Erzbischofs von Salzburg]]. | Das '''Bistum Chiemsee''' war eines der (ursprünglich) vier [[Eigenbistum|Eigenbistümer]] des [[Erzbischof von Salzburg|Erzbischofs von Salzburg]]. | ||
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== Einleitung == | == Einleitung == | ||
Das Territorium des Bistums Chiemsee gehörte weltlich nicht zum [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift Salzburg]], sondern zuerst ganz und später teilweise zum [[Herzogtum Bayern]], was keinen, insbesondere keinen kirchlichen, Salzburgbezug darstellt.<ref>Quelle [[Andreas Hirsch]], [[Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung|Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung e.V.]]</ref> | Das Territorium des Bistums Chiemsee gehörte weltlich nicht zum [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift Salzburg]], sondern zuerst ganz und später teilweise zum [[Herzogtum Bayern]], was keinen, insbesondere keinen kirchlichen, Salzburgbezug darstellt.<ref>Quelle [[Andreas Hirsch]], [[Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung|Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung e.V.]]</ref> | ||
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===Archidiakonate=== | ===Archidiakonate=== | ||
Die [[Augustiner-Chorherren]] des [[Augustiner-Chorherrenstift Herrenchiemsee|Klosters Herrenchiemsee]] bildeten das Domkapitel; der Dompropst war zugleich [[Archidiakonat|Archidiakon]] des älteren [[Archidiakonat Chiemsee|Archidiakonats Chiemsee]]. Da der Bistumssprengel innerhalb dieses Archidiakonats lag und die Rechte des Archidiakons bei der Errichtung des Bistums bestätigt wurden, kam es zu langanhaltenden Kompetenzstreitigkeiten zwischen Bischof und Archidiakon. Diese konnten erst [[1613]] weitgehend beigelegt werden. | |||
Der [[Salzburger Erzbischof]] erkannte dem Bischof von Chiemsee schließlich das volle Recht eines Ordinarius in seinem Bistum zu. In der Folge wurde das Archidiakonat in einen erzbischöflich-salzburgischen und einen bischöflich-chiemseeischen Teil geteilt.<ref>[https://www.erzbistum-muenchen.de/cms-media/media-46582520.pdf erzbistum-muenchen.de], pdf, Pfarreien im ehem. Erzbistum Salzburg, bayerischer Anteil</ref> | |||
Durch die Errichtung eines Dekanates in St. Johann im Leukental wurde der Einfluss des Dompropstes 1621 erneut verringert. | |||
{{mehr}} | {{mehr}} | ||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
* Fürst, Max: ''Das Bistum Chiemsee und seine Bischöfe''. In: Heimatbilder aus dem Chiemgau, Nr. 49 (Traunstein, Historischer Verein für den Chiemgau, 1927) S. 226-240. | * Fürst, Max: ''Das Bistum Chiemsee und seine Bischöfe''. In: Heimatbilder aus dem Chiemgau, Nr. 49 (Traunstein, Historischer Verein für den Chiemgau, 1927) S. 226-240. | ||
* Wallner, Engelbert: ''Das Bistum Chiemsee im Mittelalter | * Wallner, Engelbert: ''Das Bistum Chiemsee im Mittelalter "1215-1508"'' (Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Bd. 5). Rosenheim, Verlag des Historischen Vereins Rosenheim, 1967. | ||
* [[Johannes Graf von Moy|Moy, Johannes Graf von]]: ''Das Bistum Chiemsee'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 122 (1982) S. 1–50. | * [[Johannes Graf von Moy|Moy, Johannes Graf von]]: ''Das Bistum Chiemsee'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 122 (1982) S. 1–50. | ||
* Naimer, Erwin: ''Das Bistum Chiemsee in der Neuzeit'' (Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Bd. 11). Rosenheim, Verlag des Historischen Vereins Rosenheim, 1990. | * Naimer, Erwin: ''Das Bistum Chiemsee in der Neuzeit'' (Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Bd. 11). Rosenheim, Verlag des Historischen Vereins Rosenheim, 1990. | ||
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* Fischer, Peter: ''St. Johann war einst bischöfliche Residenz. Vor 200 Jahren wurde das Bistum Chiemsee aufgelöst''. In: Heimatkundliche Beiträge des Museums- und Kulturvereines St. Johann in Tirol [http://www.museum1.at/fileadmin/journal/Ausgabe_Fruehjahr_2008.pdf Nr. 12, Frühjahr 2008 (PDF, 683 kB)] = Tiroler Heimatblätter, 84 (2009), H. 1, S. 36–39. | * Fischer, Peter: ''St. Johann war einst bischöfliche Residenz. Vor 200 Jahren wurde das Bistum Chiemsee aufgelöst''. In: Heimatkundliche Beiträge des Museums- und Kulturvereines St. Johann in Tirol [http://www.museum1.at/fileadmin/journal/Ausgabe_Fruehjahr_2008.pdf Nr. 12, Frühjahr 2008 (PDF, 683 kB)] = Tiroler Heimatblätter, 84 (2009), H. 1, S. 36–39. | ||
== Einzelnachweis == | |||
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{{SORTIERUNG: Chiemsee, Bistum}} | {{SORTIERUNG: Chiemsee, Bistum}} | ||