Stiftskirche St. Peter: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Stiftskirche St. Peter''' ist die Klosterkirche der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]], des ältesten bestehenden Klosters im deutschen Sprachraum.  Die Stiftskirche zählt wie die Gesamtanlage zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.
Die '''Stiftskirche St. Peter''' ist die Klosterkirche der [[Benediktinererzabtei St. Peter]], des ältesten bestehenden Klosters im deutschen Sprachraum.  Die Stiftskirche zählt wie die Gesamtanlage zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.


[[Datei:Benediktiner-Erzabtei St. Peter.JPG|thumb|Blick über St. Peter, links die Stiftskirche.]]
[[Datei:Benediktiner-Erzabtei St. Peter.JPG|thumb|Blick über St. Peter, links die Stiftskirche.]]
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Die erste Klosterkirche von St. Peter wurde um [[696]] an der Stelle der heutigen [[Ägydiuskapelle]] errichtet, als [[Rupert von Salzburg|Rupert]] (Hruodpert) die dortige, wohl seit der Spätantike weiterlebende [[Romanik|romanische]] Klostergemeinschaft erneuerte. [[847]] fällt sie einem [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] zum Opfer. Nach einem neuerlicher Stadtbrand im Jahr [[1127]] ließ [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Balderich]] einen romanischen Neubau mit einer flachgedeckten Basilika errichten ([[1130]] bis [[1143]]). Im Kern bestimmt sie auch den heute bestehenden Bau. Der mächtige Kirchturm, der um [[1400]] romanisierend erhöht wurde, stammt im Kern aus dem [[9. Jahrhundert]].  
Die erste Klosterkirche von St. Peter wurde um [[696]] an der Stelle der heutigen [[Ägydiuskapelle]] errichtet, als [[Rupert von Salzburg|Rupert]] (Hruodpert) die dortige, wohl seit der Spätantike weiterlebende [[Romanik|romanische]] Klostergemeinschaft erneuerte. [[847]] fällt sie einem [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] zum Opfer. Nach einem neuerlicher Stadtbrand im Jahr [[1127]] ließ [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Balderich]] einen romanischen Neubau mit einer flachgedeckten Basilika errichten ([[1130]] bis [[1143]]). Im Kern bestimmt sie auch den heute bestehenden Bau. Der mächtige Kirchturm, der um [[1400]] romanisierend erhöht wurde, stammt im Kern aus dem [[9. Jahrhundert]].  


[[Datei:St_Peter_027_Stiftskirche_neu.jpg|thumb|Neben dem Wappen der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] (links) sieht man zwei Dromedare im Wappen von [[Abt der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] [[Beda Seeauer]], der 1760 bis 1782 die Stiftskirche hatte barockisieren lassen.]]
[[Datei:St_Peter_027_Stiftskirche_neu.jpg|thumb|Neben dem Wappen der [[Benediktinererzabtei St. Peter]] (links) sieht man zwei Dromedare im Wappen von [[Abt der Benediktinererzabtei St. Peter|Abt]] [[Beda Seeauer]], der 1760 bis 1782 die Stiftskirche hatte barockisieren lassen.]]


Im Geist der [[Renaissance]] wurde die Kirche [[1605]]–[[1606]] umgestaltet, [[1619]]–[[1620]] eingewölbt und [[1622]] mit einer schlanken Vierungskuppel versehen. Der unverwechselbare [[barock]]e Zwiebelturm wurde unter Abt [[Beda Seeauer]] [[1756]] errichtet. Die beiden Hochaltäre sind wesentlich von [[Martin Johann Schmidt]] (''Kremser Schmidt'') gestaltet.  [[1760]]–[[1766]] wurde das Innere der Kirche mit reicher [[Rokoko]]ausstattung (Rocaillestuck und Deckenbilder) geschmückt. Die alte romanische Baustruktur bleibt dabei gut erkennbar.
Im Geist der [[Renaissance]] wurde die Kirche [[1605]]–[[1606]] umgestaltet, [[1619]]–[[1620]] eingewölbt und [[1622]] mit einer schlanken Vierungskuppel versehen. Der unverwechselbare [[barock]]e Zwiebelturm wurde unter Abt [[Beda Seeauer]] [[1756]] errichtet. Die beiden Hochaltäre sind wesentlich von [[Martin Johann Schmidt]] (''Kremser Schmidt'') gestaltet.  [[1760]]–[[1766]] wurde das Innere der Kirche mit reicher [[Rokoko]]ausstattung (Rocaillestuck und Deckenbilder) geschmückt. Die alte romanische Baustruktur bleibt dabei gut erkennbar.
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==Quellen==
==Quellen==
* Hauptartikel [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]
* Hauptartikel [[Benediktinererzabtei St. Peter]]
* [[Grabmal des Johann Werner von Raitenau]]
* [[Grabmal des Johann Werner von Raitenau]]
* [[Franz Martin|Martin, Franz]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und  Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1952 (Neuauflage)
* [[Franz Martin|Martin, Franz]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und  Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1952 (Neuauflage)