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Die Erforschung der Salzburger Käfer beschäftigte Naturwissenschafter schon im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]]. Der erste, der sich mit den Salzburger Insekten und dabei besonders mit den Käfern eingehend befasste, war der in [[Thalgau]] geborenen [[Karl Ehrenbert Freiherr von Moll]] (* [[1760]]; † [[1838]]). | Die Erforschung der Salzburger Käfer beschäftigte Naturwissenschafter schon im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]]. Der erste, der sich mit den Salzburger Insekten und dabei besonders mit den Käfern eingehend befasste, war der in [[Thalgau]] geborenen [[Karl Ehrenbert Freiherr von Moll]] (* [[1760]]; † [[1838]]). | ||
Neben den naturkundlichen Sammlungen Molls existierten im [[Kloster St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] zu dieser Zeit ebenfalls einige Sammlungen, die zunächst Mineralien, Herbarien und Münzen umfassten. Die Sammlungen wurden zu Lehr- und Studienzwecken angelegt, denn das benediktinische Ideal verlangte einen wissenschaftlich gebildeten Mönch. [[Albert Nagnzaun]], der von [[1816]] bis [[1856]] [[Abt der | Neben den naturkundlichen Sammlungen Molls existierten im [[Kloster St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] zu dieser Zeit ebenfalls einige Sammlungen, die zunächst Mineralien, Herbarien und Münzen umfassten. Die Sammlungen wurden zu Lehr- und Studienzwecken angelegt, denn das benediktinische Ideal verlangte einen wissenschaftlich gebildeten Mönch. [[Albert Nagnzaun]], der von [[1816]] bis [[1856]] [[Abt der Benediktinererzabtei St. Peter|Abt in St. Peter]] war, begann [[1821]] anlässlich einer Fahrt über die [[Tauern]] eine Insektensammlung anzulegen. Abt Albert war stets bemüht, die wissenschaftlichen Sammlungen zu erweitern. Er schickte junge Konventualen zu verschiedenen Fachleuten in die Lehre, da mit diese die Sammlung ordentlich weiterführen konnten. [[1823]] erwarb Abt Albert eine Käfersammlung, die aber infolge der Vergänglichkeit dieser Objekte heute nicht mehr erhalten ist. | ||
Der Arzt und Naturforscher [[Franz de Paula Storch]] (* [[1812]]; † [[1897]]) war eine der interessantesten Persönlichkeiten unter den Salzburger Koleopterologen des 19. Jahrhunderts. Während Storch noch eifrig seine Salzburger Käferfaunistik zusammenstellte und hierbei eine vollständige Erfassung anstrebte, veröffentliche der streitbare Münchner Zoologieprofessor Dr. Johannes Gistell 1856 seine "Mysterien der europäischen Insektenwelt". Die Aufzählung der Käfer der Tiroler und Salzburger Alpen umfasst immerhin 18 Seiten, zweispaltig gesetzt. [[Tirol]] reicht bei Gistel allerdings von Mittenwald bis zum Monte Baldo am Gardasee. Die eigentlichen Salzburger Funde (z. B. [[Anlauftal]], [[Rauriser Tauernhaus]]) sind in dieser Liste in der Minderzahl. | Der Arzt und Naturforscher [[Franz de Paula Storch senior]] (* [[1812]]; † [[1897]]) war eine der interessantesten Persönlichkeiten unter den Salzburger Koleopterologen des 19. Jahrhunderts. Während Storch noch eifrig seine Salzburger Käferfaunistik zusammenstellte und hierbei eine vollständige Erfassung anstrebte, veröffentliche der streitbare Münchner Zoologieprofessor Dr. Johannes Gistell 1856 seine "Mysterien der europäischen Insektenwelt". Die Aufzählung der Käfer der Tiroler und Salzburger Alpen umfasst immerhin 18 Seiten, zweispaltig gesetzt. [[Tirol]] reicht bei Gistel allerdings von Mittenwald bis zum Monte Baldo am Gardasee. Die eigentlichen Salzburger Funde (z. B. [[Anlauftal]], [[Rauriser Tauernhaus]]) sind in dieser Liste in der Minderzahl. | ||
[[1856]] gab Gistel sein "Pieroma" heraus, für die der Botaniker Ignaz Zwanziger die Funde auf seinen Exkursionen in die Umgebung von Salzburg in einer "Naturhistorische Wochenschau" zusammengestellt hatte. Zwanziger beschreibt darin auf 13 Seiten in einer Art Mischung aus Exkursionsprotokoll und romantischer Naturschwärmerei seine Funde von Pflanzen, Käfern und einigen anderen Insekten, die er in der Zeit vom [[1. Juni]] bis zum [[13. August]] [[1853]] in der Umgebung der [[Stadt Salzburg]] gemacht hatte. | [[1856]] gab Gistel sein "Pieroma" heraus, für die der Botaniker Ignaz Zwanziger die Funde auf seinen Exkursionen in die Umgebung von Salzburg in einer "Naturhistorische Wochenschau" zusammengestellt hatte. Zwanziger beschreibt darin auf 13 Seiten in einer Art Mischung aus Exkursionsprotokoll und romantischer Naturschwärmerei seine Funde von Pflanzen, Käfern und einigen anderen Insekten, die er in der Zeit vom [[1. Juni]] bis zum [[13. August]] [[1853]] in der Umgebung der [[Stadt Salzburg]] gemacht hatte. | ||
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