Beda Winkler: Unterschied zwischen den Versionen

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P. '''Beda''' (Taufname: Joseph) '''Winkler''' [[OSB]] (* [[23. August]] [[1910]] in [[Abtenau]];<ref>Taufbuch der [[Pfarre Abtenau]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/abtenau/TFBXIII+B/?pg=235TfB Bd. XIII B S. 469]</ref> † [[11. Februar]] [[1998]] in der [[Stadt Salzburg]]) war [[Benediktiner]] der Salzburger [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzabtei St. Peter]] und insbesondere langjähriger [[Prior der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Prior der Erzabtei]].
P. '''Beda''' (Taufname: Joseph) '''Winkler''' [[OSB]] (* [[23. August]] [[1910]] in [[Abtenau]];<ref>Taufbuch der [[Pfarre Abtenau]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/abtenau/TFBXIII+B/?pg=235 Bd. XIII B S. 469]</ref> † [[11. Februar]] [[1998]] in der [[Stadt Salzburg]]) war [[Benediktiner]] der Salzburger [[Benediktinererzabtei St. Peter|Erzabtei St. Peter]] und insbesondere langjähriger [[Prior der Benediktinererzabtei St. Peter|Prior der Erzabtei]].


== Leben ==
== Leben ==
Joseph Winkler, Sohn der ledigen Bauerstochter Katharina Winkler und des Gabriel Pichler, besuchte die [[Volksschule Abtenau]], dann das Konvikt St. Peter  und das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]]. Nach der 6. Klasse trat er am [[28. August]] [[1930]] in die Erzabtei St. Peter ein und erhielt den Klosternamen Beda. Die philosophischen und theologischen Studien absolvierte er an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologischen Fakultät in Salzburg]]. Am [[2. September]] [[1934]] leistete er die ewige Profess. Am [[3. Juli]] [[1938]] empfing er in der [[Stiftskirche St. Peter]] von [[Weihbischof]] [[Johannes Filzer]] die Priesterweihe, die Primiz hielt er am [[10. Juli]] [[1938]] in Abtenau.
Joseph Winkler, Sohn der ledigen Bauerstochter Katharina Winkler und des Gabriel Pichler, besuchte die [[Volksschule Abtenau]], dann das [[Studenten-Konvikt St. Peter|Konvikt St. Peter]] und das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]]. Nach der 6. Klasse trat er am [[28. August]] [[1930]] in die Erzabtei St. Peter ein und erhielt den Klosternamen Beda. Die philosophischen und theologischen Studien absolvierte er an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologischen Fakultät in Salzburg]]. Am [[2. September]] [[1934]] leistete er die ewige Profess. Am [[3. Juli]] [[1938]] empfing er in der [[Stiftskirche St. Peter]] von [[Weihbischof]] [[Johannes Filzer]] die Priesterweihe, die Primiz hielt er am [[10. Juli]] [[1938]] in Abtenau.


Nach Monaten als Wallfahrtspriester in [[Maria Plain]] (April-Juli [[1939]]) und der Aushilfe in der [[Benediktiner-Erzabtei_St._Peter#Inkorporierte_Pfarren|sanktpetrischen]] [[Pfarre Wieting]] in [[Kärnten]] (Juli und August 1939) war er von September 1939 bis September [[1945]], somit im Großteil der [[NS-Zeit]], Kooperator in der sanktpetrischen [[Pfarre Abtenau]].
Nach Monaten als Wallfahrtspriester in [[Maria Plain]] (April-Juli [[1939]]) und der Aushilfe in der [[Benediktiner-Erzabtei_St._Peter#Inkorporierte_Pfarren|sanktpetrischen]] [[Pfarre Wieting]] in [[Kärnten]] (Juli und August 1939) war er von September 1939 bis September [[1945]], somit im Großteil der [[NS-Zeit]], Kooperator in der sanktpetrischen [[Pfarre Abtenau]].
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P. Beda verstand sich als ein christlicher Humanist. Er bejahte Wissen und Vernunft, verkörperte aber auch Mystik und Askese. Dabei ging er behutsam vor und versuchte die Spannungen der Kirche zwischen Tradition und Gegenwart auszuhalten. Einerseits war P. Beda offen für die Fragen der Zeit, andererseits aber auch fest verwurzelt im kostbaren Schutz der kirchlichen Überlieferung. Er war eine tief spirituelle Persönlichkeit, ein prägnanter Prediger und ein gesuchter Beichtvater.  
P. Beda verstand sich als ein christlicher Humanist. Er bejahte Wissen und Vernunft, verkörperte aber auch Mystik und Askese. Dabei ging er behutsam vor und versuchte die Spannungen der Kirche zwischen Tradition und Gegenwart auszuhalten. Einerseits war P. Beda offen für die Fragen der Zeit, andererseits aber auch fest verwurzelt im kostbaren Schutz der kirchlichen Überlieferung. Er war eine tief spirituelle Persönlichkeit, ein prägnanter Prediger und ein gesuchter Beichtvater.  


Ein wesentliches persönliches Interesse galt den Kunstschätzen und Kulturgüter der Erzabtei St. Peter. Deren sachgerechte Pflege und Erhaltung sowie die Restaurierung der verschiedenen zu St. Peter gehörenden Kirchen und Kapellen waren ihm ein wichtiges Anliegen. Er war auch Ehrenamtlicher Korrespondent des Bundesdenkmalamtes.
Ein wesentliches persönliches Interesse galt den Kunstschätzen und Kulturgüter der Erzabtei St. Peter. Deren sachgerechte Pflege und Erhaltung sowie die Restaurierung der verschiedenen zu St. Peter gehörenden Kirchen und Kapellen waren ihm ein wichtiges Anliegen. Er war auch Ehrenamtlicher Korrespondent des [[Bundesdenkmalamt]]es.


== Quellen ==
== Quellen ==
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
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[[Kategorie:Tennengau]]
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