Karl Rienzner: Unterschied zwischen den Versionen
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Regierungsrat Dr. med. '''Karl Rienzner''' war der | Regierungsrat Dr. med. '''Karl Hermann Rienzner''' (* [[7. September]] [[1870]] in Leisach, [[Osttirol]]; † [[1952]]?<!--bekannt ist nur das Bestattungsdatum: 20.11.1952 https://www.stadt-salzburg.at/MagSbg.Web.App.SucheVerstorbene/SucheVerstorbene.aspx?pid=043BO1VRFH#detailViewPerson-->) war ein Salzburger Arzt, insbesondere Primar der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung des [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder|Krankenhauses der Barmherzigen Brüder]] in der [[Stadt Salzburg]]. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Der Osttiroler war Spitalsarzt in Innsbruck, als er am [[21. November]] [[1898]] als 28-Jähriger die 22-jährige Nothburg(a) Fi(e)chtner, Tochter des Innsbrucker Metzgermeisters Josef Fi(e)chtner, in der Innsbrucker Pfarrkirche St. Jakob heiratete. | |||
Die beiden zogen in die [[Stadt Salzburg]], wo | Die beiden zogen in die [[Stadt Salzburg]], wo am [[1. August]] [[1899]] der Sohn [[Karl Erich Rienzner|Karl Erich]] zur Welt kam. Sie wohnten in der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 14. Dort hatte Dr. Rienzner auch seine Facharztpraxis für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten. Darüber hinaus war er als [[Reich#k._k.|k.k.]] Sanitätsassistent bzw. ‑konzipist für die [[Salzburger Landesregierung]] tätig. | ||
Ab [[1902]] war Rienzner auch Beisitzer im Schiedsgericht der Arbeiter-Unfallversicherungs-Anstalt für Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Im Herbst [[1903]] ernannte ihn der [[Landespräsident]] zum k.k. Bezirksarzt, Ende [[1911]] zum Oberbezirksarzt. In dieser Funktion | Ab [[1902]] war Rienzner auch Beisitzer im Schiedsgericht der Arbeiter-Unfallversicherungs-Anstalt für Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Im Herbst [[1903]] ernannte ihn der [[Landespräsident]] zum k.k. [[Bezirksarzt]], Ende [[1911]] zum Oberbezirksarzt. In dieser Funktion wurde ihm während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] von Kaiser Karl I. das Kriegskreuz für Zivilverdienste Zweiter Klasse verliehen. | ||
Dr. Rienzner blieb auch nach dem Ende der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] im Staatsdienst, [[1921]] ernannte ihn Bundespräsident Michael Hainisch zum Regierungsrat. Karl Rienzner sen. ging [[1926]] in Pension, leitete aber von Februar 1926 bis 1931 das Zahnambulatorium der Landeskrankenkasse im [[Badergässchen]]. | Dr. Rienzner blieb auch nach dem Ende der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] im Staatsdienst, [[1921]] ernannte ihn Bundespräsident Michael Hainisch zum Regierungsrat. Karl Rienzner sen. ging [[1926]] in Pension, leitete aber von Februar 1926 bis 1931 das Zahnambulatorium der [[Salzburger Landeskrankenkasse|Landeskrankenkasse]] im [[Badergässchen]]. | ||
Die Familien Rienzner sen. und jun. gehörten zur bürgerlichen Gesellschaftsschicht Salzburgs und engagierten sich stark im Vereinsleben. Dr. Rienzer sen. war nicht nur seit [[1908]] im Ärztlichen Verein tätig, sondern u. a. auch Mitglied bei der Winter-Sport-Vereinigung und als Rodler selbst sportlich aktiv. Seit [[1902]] war er Mitglied im [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]]. Ab [[1904]] pachtete er von der Gemeindefraktion Liefering die ihr von [[Peter Pfenninger]] geschenkte Fischerei. Ab [[1916]] | Die Familien Rienzner sen. und jun. gehörten zur bürgerlichen Gesellschaftsschicht Salzburgs und engagierten sich stark im Vereinsleben. Dr. Rienzer sen. war nicht nur seit [[1908]] im Ärztlichen Verein tätig, sondern u. a. auch Mitglied bei der Winter-Sport-Vereinigung und als Rodler selbst sportlich aktiv. Seit [[1902]] war er Mitglied im [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]]. Ab [[1904]] pachtete er von der Gemeindefraktion Liefering die ihr von [[Peter Pfenninger]] geschenkte Fischerei. Ab [[1916]] gehörte er als Rechnungsprüfer dem Ausschuss des [[Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club|Salzburger Automobil-Club]]s an. | ||
Nachweislich war die Familie Rienzner zumindest Anfang der 1930er-Jahre Mitglied im [[Salzburger Kunstverein]]. Sowohl der Vater als auch der Sohn waren Jäger. Über die politische Einstellung der Familie ist nichts bekannt. | Nachweislich war die Familie Rienzner zumindest Anfang der [[1930er]]-Jahre Mitglied im [[Salzburger Kunstverein]]. Sowohl der Vater als auch der Sohn waren Jäger. Über die politische Einstellung der Familie ist nichts bekannt. | ||
== | == Ehrungen == | ||
Rienzner war Ehrenmitglied der [[Salzburger Ärztegesellschaft]] und Ehrenmitglied der [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering|Peter-Pfenninger-Stiftung]]. | |||
{{SORTIERUNG: Rienzner, Karl}} | == Quellen == | ||
* Taufbuch der Pfarre Leisach Bd. V (1826-1896) fol. 32 | |||
* Trauungsbuch der Pfarre Innsbruck-St. Jakob 1893-1910, fol. 124 Nr. 168 | |||
* www.stadt-salzburg.at, | |||
: [https://www.stadt-salzburg.at/ns-projekt/ns-strassennamen/dr-karl-rienzner/ NS-Straßennamen > Dr. Karl Rienzner] (abgerufen am 11. Dezember 2021) | |||
: [https://www.stadt-salzburg.at/pdf/dr__karl_erich_rienzner.pdf Dr. Karl Erich Rienzner] (abgerufen am 11. April 2020) und [https://www.stadt-salzburg.at/fileadmin/landingpages/stadtgeschichte/nsprojekt/strassennamen/biografien/rienzner_karl-v2.pdf Dr. Karl Erich Rienzner] (Version mit Anmerkungen, abgerufen am 11. Dezember 2021) | |||
{{SORTIERUNG: Rienzner, Karl Hermann}} | |||
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[[Kategorie:Geboren 1870]] | |||
[[Kategorie:Gestorben 1952]] | |||