Filialkirche St. Martin: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[1179]] wurde die Filialkirche erstmals urkundlich erwähnt, sie war möglicherweise anfangs eine Pfarrkirche, bis die Pfarrechte [[1225]] an [[Pfarrkirche St. Michael|St. Michael]] gingen.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hrsg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 264.</ref> 2012 kam es zu einer Neueindeckung des Turmdachs und der Sakris­tei, zur Trockenlegung des Mauerwerks sowie zur Entwässe­rung im Friedhofsbereich. Die Kosten dafür betrugen 400.000 Euro. Die Gesamtkosten der Kirchenrenovierung, die in drei bis vier Etappen erfolgen sollte, wurden mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt und werden durch Pfarre sowie Gemeinde St. Michael, [[Land Salzburg]] und Bundesdenkmalamt finanziert.
[[1179]] wurde die Filialkirche erstmals urkundlich erwähnt, sie war möglicherweise anfangs eine Pfarrkirche, bis die Pfarrechte [[1225]] an [[Pfarrkirche St. Michael|St. Michael]] gingen.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hrsg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 264.</ref> 2012 kam es zu einer Neueindeckung des Turmdachs und der Sakris­tei, zur Trockenlegung des Mauerwerks sowie zur Entwässe­rung im Friedhofsbereich. Die Kosten dafür betrugen 400.000 Euro. Die Gesamtkosten der Kirchenrenovierung, die in drei bis vier Etappen erfolgen sollte, wurden mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt und werden durch Pfarre sowie Gemeinde St. Michael, [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] und Bundesdenkmalamt finanziert.


==Brief aus dem Kirchenkreuz ==
==Brief aus dem Kirchenkreuz ==
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== Reliefbildnis und Grabstein ==
== Reliefbildnis und Grabstein ==
An der Turmsüdseite ist ein spätrömischer Grabstein mit dem Reliefbildnis eines Ehepaares eingemauert. Das Kreuzigungsfresko schräg darunter stammt aus der Mitte des [[16. Jahrhundert]]s, ebenso das Ölbergfresko etwas weiter rechts an der Westwand. An das bedeutende [[Gewerke]]ngeschlecht der Herren von [[Heiß]] erinnert der [[Marmor]]<nowiki>grabstein</nowiki> des Leonhard Heiß († [[25. August]] [[1559]]) in der Turmvorhalle. Er war Bürger und Zechner von St. Martin sowie Marktrichter von St. Michael. [[1532]] war ihm von Kaiser Karl V. ein Wappen verliehen worden.
An der Turmsüdseite ist ein spätrömischer Grabstein mit dem Reliefbildnis eines Ehepaares eingemauert. Das Kreuzigungsfresko schräg darunter stammt aus der Mitte des [[16. Jahrhundert]]s, ebenso das Ölbergfresko etwas weiter rechts an der Westwand. An das bedeutende [[Gewerke]]ngeschlecht der Herren von [[Heiß]] erinnert der [[Marmor]]<nowiki>grabstein</nowiki> des Leonhard Heiß († [[25. August]] [[1559]]) in der Turmvorhalle. Er war Bürger und Zechner von St. Martin sowie [[Marktrichter]] von St. Michael. [[1532]] war ihm von Kaiser Karl V. ein Wappen verliehen worden.


== Archäologische Funde ==
== Archäologische Funde ==
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==Bildergalerie zur Orgel aus dem 17. Jahrhundert==
==Bildergalerie zur Orgel aus dem 17. Jahrhundert==
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Datei:St. Martin in St. Michael i. Lungau 002.jpg|Josef Ignaz Meyenberg-Orgel aus dem Jahre 1701, Zustand 2012.
Datei:St. Martin in St. Michael i. Lungau 002.jpg|Josef Ignaz Meyenberg-Orgel aus dem Jahre 1701, Zustand 2012.
Datei: Orgel mit offener Windlade, 17. Jahrhundert, St. Martin, St. Michael i. Lungau.jpg|geöffneter Ventilkasten (Windlade), Wellenbrett mit Wellen aus Metall
Datei: Orgel mit offener Windlade, 17. Jahrhundert, St. Martin, St. Michael i. Lungau.jpg|geöffneter Ventilkasten (Windlade), Wellenbrett mit Wellen aus Metall
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* ''Die Kirche von St. Michael im Lungau'', [[Verlag St. Peter]], 2018
* ''Die Kirche von St. Michael im Lungau'', [[Verlag St. Peter]], 2018
* [[Benutzer:Pemoto]]
* [[Benutzer:Pemoto]]
==== Einzelnachweise ====
== Einzelnachweise ==
<references />
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