Swammerdamia caesiella: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Swammerdamia caesiella''' (''Tinea caesiella'' Hübner, 1796: 64, Taf. 25, Fig. 172) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] ([[Schmetterling]]e), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Yponomeutidae]] (Gespinst- und Knospenmotten).
 
==Diagnose==
Die Art ist habituell oft nicht mit Sicherheit von den verwandten Arten zu unterscheiden. Die Tegulae sind kontrastierend bräunlich und weiß gefärbt, die Spannweite der Tiere beträgt weniger als 14 mm und vor dem Apex des Vorderflügels befindet sich ein verwaschener, aber deutlicher weißer Fleck am Vorderrand. Eindeutig ist dagegen die Genitaluntersuchung.
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''S. caesiella'' wurde zunächst nur einmal in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] festgestellt. Am 20.06.2006 fanden Peter Huemer und Siegfried Erlebach vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum mehrere Raupen im [[Obersulzbachtal]] bei der Berndlalm zwischen 1400 und 1500 m Höhe (Zone IV, Zentralalpen nach Embacher et al. 2025, siehe auch Embacher & Kurz 2008). Aus den Raupen wurden auch [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] gezüchtet, die im Juli 2006 schlüpften. Über den Lebensraum am Fundort liegen keine näheren Daten vor. Ein weiteres, allerdings nicht genitaluntersuchtes Exemplar fand dann noch Heimo Nelwek am 20.06.2012 in Bürmoos (Zone I, [[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]). Dieser Fundort liegt in rund 435 m Höhe, über den Lebensraum ist auch hier nichts bekannt.
 
==Nachbarfaunen==
Nach Huemer (2013) ist ''S. caesiella'' in [[Österreich]] nur aus [[Kärnten]] noch nicht nachgewiesen. In Oberösterreich sind Funde aus allen Landesteilen bekannt (Klimesch 1991, GBIF 2026). Dasselbe gilt auch für [[Bayern]], wo rezente Angaben aus allen vier Naturräumen vorliegen (Haslberger & Segerer 2021).


'''Swammerdamia caesiella''' (''Tinea caesiella'' Hübner, 1796) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Yponomeutidae]].
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
''S. caesiella'' wurde bisher nur einmal in Salzburg festgestellt. Am 20.6.2006 fanden Peter Huemer und Siegfried Erlebach vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum mehrere Raupen im [[Obersulzbachtal]], bei der Berndlalm zwischen 1400 und 1500 m Höhe (Zone IV, Zentralalpen nach Embacher et al. 2011, siehe auch Embacher & Kurz 2009). Aus den Raupen wurden auch [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] gezüchtet, die im Juli 2006 schlüpften. Über den Lebensraum am Fundort liegen keine näheren Daten vor.
==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==
Die Raupen wurden im [[Obersulzbachtal]] an einer Birke (vermutlich ''[[Betula pendula]]'') gefunden. Darüber hinaus kennen wir keine weiteren Informationen zur Biologie der Art im Land. Aus diesem Grund ist es zur Zeit auch nicht möglich, eine eventuelle Gefährdung der Art in Salzburg zu beurteilen.
Die Raupen wurden im [[Obersulzbachtal]] an einer [[Birke]] (vermutlich ''[[Betula pendula]]'') gefunden. Darüber hinaus kennen wir keine weiteren Informationen zur Biologie der Art im Land. Aus diesem Grund ist es zur Zeit auch nicht möglich, eine eventuelle Gefährdung der Art in Salzburg zu beurteilen (Einstufung DD nach Embacher et al. 2025).
 
==Weiterführende Informationen==
==Weiterführende Informationen==
{{NKIS | taxonid=2705}}
{{NKIS | taxonid=2705}}
[[Salzburgwiki:Projekt_Fauna_und_Flora|Projekt:  Fauna und Flora von Salzburg]]
{{Fauna und Flora Projekt}}
 
==Quellen==
==Quellen==
*Embacher, G. & M. Kurz 2009. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
*Embacher, G. & [[Michael Kurz (Wissenschafter)|M. A. Kurz]] 2008. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
{{Quelle Embacher et al.}}
*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2012. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 24 Juli 2012].
*GBIF Austria 2025. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2026.01.04].
*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum [[Linz]]: 1-301.
*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2026.01.04].
 
== Einzelnachweis ==
<references />
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Fauna]]
[[Kategorie:Fauna]]
[[Kategorie:Insekt]]
[[Kategorie:Insekt]]
[[Kategorie:Schmetterling]]
[[Kategorie:Schmetterling]]
[[Kategorie:Kleinschmetterling]]
[[Kategorie:Kleinschmetterling]]