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Dr. iur. '''Friedrich''', auch Fritz '''Rigele''' (* [[12. August]] [[1878]] in Wolkersdorf, [[NÖ]]; † [[10. Oktober]] [[1937]] in [[Bad Reichenhall]])<ref name="ÖBL-Vierhaus">Eintrag „Rigele, Friedrich“ in Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL), Band 9, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1988, (Lfg. 42, 1985), ISBN 3-7001-1483-4, [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_R/Rigele_Friedrich_1878_1937.xml S. 161]; etwas knapper der Eintrag „Rigele, Friedrich“ in Vierhaus, Rudolf (Hrsg.), Deutsche biographische Enzyklopädie 8 (S. 74), 2. Aufl. Walter de Gruyter 2007. ISBN 359825038X, ISBN 9783598250385 [http://books.google.at/books?id=fGXU6_Wqg60C&pg=PA419&lpg=PA419&dq=%22Rigele,+Friedrich%22 S.&nbsp;419]</ref> war [[Notar]] in [[Saalfelden]] sowie hervorragender Alpinist und Obmann des [[Österreichischer Alpenverein Sektion Saalfelden|Alpenvereins]].
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Dr. iur. '''Friedrich''', auch Fritz '''Rigele''' (* [[12. August]] [[1878]] in Wolkersdorf, [[NÖ]]; † [[10. Oktober]] [[1937]] in [[Bad Reichenhall]])<ref name="ÖBL-Vierhaus">Eintrag "Rigele, Friedrich" in Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL), Band 9, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1988, (Lfg. 42, 1985), ISBN 3-7001-1483-4, [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_R/Rigele_Friedrich_1878_1937.xml S. 161]; etwas knapper der Eintrag "Rigele, Friedrich" in Vierhaus, Rudolf (Hrsg.), Deutsche biographische Enzyklopädie 8 (S. 74), 2. Aufl. Walter de Gruyter 2007. ISBN 359825038X, ISBN 9783598250385 [http://books.google.at/books?id=fGXU6_Wqg60C&pg=PA419&lpg=PA419&dq=%22Rigele,+Friedrich%22 S.&nbsp;419]</ref> war [[Notar]] in [[Saalfelden]] sowie hervorragender Alpinist und Obmann der örtlichen Sektion des [[Österreichischer Alpenverein Sektion Saalfelden|Alpenvereins]].
    
== Leben ==
 
== Leben ==
 
=== Jurist und Bergsteiger ===
 
=== Jurist und Bergsteiger ===
Der Sohn des Notars Gustav Rigele und seiner Frau Gabriele, geborene Ritter<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/wolkersdorf/01-07/?pg=10 Taufbuch der Pfarre Wolkersdorf, Band G, S. 8.]</ref> besuchte die Mittelschule in [[Linz]] und studierte an der Universität Wien Rechtswissenschaften. Schon als Schüler gehörte er der Burschenschaft Germania in [[Oberösterreich]] an und war Vorsitzender der Skivereinigung Linz. [[1909]] kam er als Notar nach [[Oberndorf bei Salzburg]]<ref>[[Salzburger Amtskalender]]</ref>, gründete mit [[Georg Bilgeri]] am [[9. November]] [[1910]] den [[Skiclub Salzburg]] und wurde zu dessen erstem Obmann gewählt.
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Friedrich Rigele war der Sohn des [[Linz]]er Notars Dr. Gustav Rigele und seiner Frau Gabriele, geborene Edle von Kraus<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/wolkersdorf/01-07/?pg=10 Taufbuch der Pfarre Wolkersdorf, Band G, S. 8.]</ref>. Er besuchte die Mittelschule in [[Linz]] und studierte an der Universität [[Wien]] Rechtswissenschaften. Schon als Schüler gehörte er der Burschenschaft Germania in [[Oberösterreich]] an und war Vorsitzender der Skivereinigung Linz. [[1909]] kam er als Notar nach [[Oberndorf bei Salzburg]], gründete mit [[Georg Bilgeri]] am [[9. November]] [[1910]] den [[Skiclub Salzburg]] und wurde zu dessen erstem Obmann gewählt.
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[[1912]] wurde er Obmann des neu gegründeten [[Salzburger Skiverband]]es. Außerdem saß er im Vorstand des [[Österreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenvereins]].<ref>Praher, Andreas: ''„Skifahren ist für uns Deutsche in den Alpenländern mehr als nur ein Sport.“ Der österreichische Skisport als politische Kampfzone der 1930er-Jahre'', in: Marschik, Matthias u.a. (Hrsg.): ''Images des Sports in Österreich. Innensichten und Außenwahrnehmungen''. Göttingen (V&R unipress) 2018, S. 208.</ref> Während des [[Ersten Weltkrieg]]s war er als Alpiner Referent in der Ortler- und der Adamello-Gruppe und später als Schulungsoffizier bei den Gebirgsgruppen der Deutschen Reichswehr eingesetzt.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/> Noch im Krieg wurde er als Notar nach [[Saalfelden]] versetzt.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/>
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[[1912]] wurde er Obmann des neu gegründeten [[Salzburger Landes-Skiverband]]es. Außerdem saß er im Vorstand des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]]. Während des [[Ersten Weltkrieg]]s war er als alpiner Referent in der Ortler- und der Adamello-Gruppe und später als Schulungsoffizier bei den Gebirgsgruppen der Deutschen Reichswehr eingesetzt.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/> [[1914]] wurde er als Notar nach Saalfelden versetzt.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/>
 
   
 
   
 
Saalfelden war Ausgangspunkt zahlreicher seiner Bergtouren, die ihn vor allem in das [[Steinerne Meer]] und in die [[Glocknergruppe]] führten.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/>
 
Saalfelden war Ausgangspunkt zahlreicher seiner Bergtouren, die ihn vor allem in das [[Steinerne Meer]] und in die [[Glocknergruppe]] führten.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/>
    
=== Eispionier ===
 
=== Eispionier ===
Im Jahr [[1924]] gelang ihm gemeinsam mit dem [[München|Münchner]] Alpinisten [[Wilhelm Weizenbach]] die Erstbegehung der Nordwestwand des [[Großes Wiesbachhorn|Großen Wiesbachhorns]] ([[Glocknergruppe]]), wobei er erstmals Eishaken einsetzte.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/>  
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Im Jahr [[1924]] gelang ihm gemeinsam mit dem [[München|Münchner]] Alpinisten [[Wilhelm Welzenbach]] die Erstbegehung der Nordwestwand des [[Großes Wiesbachhorn|Großen Wiesbachhorns]] in der Glocknergruppe, wobei er erstmals Eishaken einsetzte.<ref name="ÖBL-Vierhaus"/>  
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Am Beginn des Eishakeneinsatzes stand ein Missverständnis: Sein Tourenfreund Hermann Angerer hatte Rigele erzählt, dass er mit seiner Partie in einer Felswand in die Dunkelheit geraten sei und, um weiterhin ungehindert Stufen ins Eis schlagen zu können, die Laterne an eingetriebene Haken gehängt habe. Rigele war der Meinung, Angerer hätte diese Haken ins Eis geschlagen, in Wirklichkeit hatte er sie aber in Risse der flankierenden Felsen getrieben. Die Idee bewog Rigele, mit Eishaken zu experimentieren. Als er zusammen mit dem Skipionier [[Georg Bilgeri]] in den Eisbrüchen des [[Krimmler Kees]] Haken einschlug, froren diese fest, und die beiden Bergsteiger konnten sich sogar an ihnen abseilen.<ref name="Höfler">Höfler, Horst: [http://www.bergsteiger.de/zeitschriftenartikel-4098.html?nav=0&show=seite1 Fragwürdigkeiten im Alpinismus, Teil 7, S.1 bis 3]</ref>
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Am Beginn des Eishakeneinsatzes stand ein Missverständnis: Sein Tourenfreund Hermann Angerer hatte Rigele erzählt, dass er mit seiner Partie in einer Felswand in die Dunkelheit geraten sei und, um weiterhin ungehindert Stufen ins Eis schlagen zu können, die Laterne an eingetriebene Haken gehängt habe. Rigele war der Meinung, Angerer hätte diese Haken ins Eis geschlagen, in Wirklichkeit hatte er sie aber in Risse der flankierenden Felsen getrieben. Die Idee bewog Rigele, mit Eishaken zu experimentieren. Als er zusammen mit dem Skipionier Georg Bilgeri in den Eisbrüchen des [[Krimmler Kees]] Haken einschlug, froren diese fest, und die beiden Bergsteiger konnten sich sogar an ihnen abseilen.<ref name="Höfler">Höfler, Horst: [http://www.bergsteiger.de/zeitschriftenartikel-4098.html?nav=0&show=seite1 Fragwürdigkeiten im Alpinismus, Teil 7, S.1 bis 3]</ref>
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An der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns war zu jener Zeit ein Eiswulst ausgebildet, der angesichts der damaligen Ausrüstung – Zwölfzacker-Steigeisen gab es noch nicht – als unbezwingbar erschien. In solch steiles Eis hatte sich noch keine Seilschaft gewagt. Als nun Welzenbach im Jahr 1924 zur Wiesbachhorn-Nordwestwand drängte, ließ Rigele beim Saalfeldner Schlossermeister [[Hilzensauer]] drei neue „Eishaken“ schmieden: 18 bis 20 Zentimeter lang, schmal, rechteckiger Querschnitt mit Widerhaken und eingelassenem, beweglichem Ring. Als Reserve nahm er normale Fels- und sogar Bilderhaken mit.<ref name="Höfler"/>
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An der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns war zu jener Zeit ein Eiswulst ausgebildet, der angesichts der damaligen Ausrüstung – Zwölfzacker-Steigeisen gab es noch nicht – als unbezwingbar erschien. In solch steiles Eis hatte sich noch keine Seilschaft gewagt. Als nun Welzenbach im Jahr 1924 zur Wiesbachhorn-Nordwestwand drängte, ließ Rigele beim Saalfeldner Schlossermeister [[Hilzensauer]] drei neue "Eishaken" schmieden: 18 bis 20 Zentimeter lang, schmal, rechteckiger Querschnitt mit Widerhaken und eingelassenem, beweglichem Ring. Als Reserve nahm er normale Fels- und sogar Bilderhaken mit.<ref name="Höfler"/>
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Am [[15. Juli]] [[1924]] brachen die beiden um vier Uhr früh vom [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] auf, stiegen vom [[Kaindlgrat]] zum Wandfuß ab und kletterten im einfallenden Nebel hinan. Tatsächlich konnten sie die 500 Meter hohe Eiswand mit den Haken überwinden, die sie noch während des Aufstiegs bargen, mit einer Reepschnur hinaufzogen und wiederverwendeten.
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Am [[15. Juli]] 1924 brachen die beiden um vier Uhr früh vom [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] auf, stiegen vom [[Kaindlgrat]] zum Wandfuß ab und kletterten im einfallenden Nebel hinan. Tatsächlich konnten sie die 500 Meter hohe Eiswand mit den Haken überwinden, die sie noch während des Aufstiegs bargen, mit einer Reepschnur hinaufzogen und wiederverwendeten.
    
So revolutionierte Fritz Rigele die Eistechnik. Um elf Uhr standen sie auf dem Gipfel. Beim Abstieg, eine knappe Stunde später, hörten sie, wie eine Eislawine die Wand hinwegfegte, die sie wenige Stunden zuvor durchklettert hatten.<ref name="Höfler"/>
 
So revolutionierte Fritz Rigele die Eistechnik. Um elf Uhr standen sie auf dem Gipfel. Beim Abstieg, eine knappe Stunde später, hörten sie, wie eine Eislawine die Wand hinwegfegte, die sie wenige Stunden zuvor durchklettert hatten.<ref name="Höfler"/>
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Fritz Rigele war ein begeisterter Skifahrer, hielt Skikurse ab und fuhr bei einigen Wettrennen mit. Von [[1926]] bis [[1928]] war er zweiter Vorsitzender des Österreichischen Skiverbandes, dann bis [[1931]] erster Vorsitzender.<ref>Praher, Andreas: ''„Skifahren ist für uns Deutsche in den Alpenländern mehr als nur ein Sport.“ Der österreichische Skisport als politische Kampfzone der 1930er-Jahre'', in: Marschik, Matthias u.a. (Hrsg.): ''Images des Sports in Österreich. Innensichten und Außenwahrnehmungen''. Göttingen (V&R unipress) 2018, S. 208.</ref>
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Fritz Rigele war ein begeisterter Skifahrer, hielt Skikurse ab und fuhr bei einigen Wettrennen mit. Von [[1926]] bis [[1928]] war er zweiter Vorsitzender des Österreichischen Skiverbandes, dann bis [[1931]] erster Vorsitzender.
    
=== Familie und Ideologie ===
 
=== Familie und Ideologie ===
Im Jahr [[1912]] heiratete Fritz Rigele Olga Göring (* [[1889]]; † [[1970]]), Schwester des angehenden Offiziers und späteren [[NS]]-Granden [[Hermann Göring]]. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, darunter [[Klaus Rigele|Klaus]]<ref>Knopp, Guido: ''Göring: Eine Karriere''. München: Bertelsmann 2006. ISBN 3-5700-0891-6 [http://books.google.at/books?id=h-9cdYZGCLsC&pg=PT156&lpg=PT156&dq="klaus+rigele" S. 156]</ref>. Bei Rigele war Dr. [[Franz Hueber|Franz Hueber]] als Konzipient beschäftigt, lernte so auch Olgas Schwester Paula Göring kennen und heiratete sie schließlich.<ref>Slapnicka, Harry: ''[[Linz]] und „Oberdonau“ – wie es nationalsozialistische Spitzenpolitiker sahen'', in: [http://www.ooegeschichte.at/uploads/tx.../hjstl_1990_0017-0033.pdf Historisches Jahrbuch der Stadt Linz 1990, S. 17 (S. 31)]</ref>
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Im Jahr [[1912]] heiratete Fritz Rigele Olga Göring (* [[1889]]; † [[1970]]), die Schwester des angehenden Offiziers und späteren [[NS]]-Granden [[Hermann Göring]]. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor:
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* Hans Jörg (* [[1917]] in [[München]]; † [[2007]] in [[Linz]]) und
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* [[Klaus Rigele|Klaus]] (* [[1921]] in [[Saalfelden]]; † [[1997]] in [[Tweng]])<ref>Knopp, Guido: ''Göring: Eine Karriere''. München: Bertelsmann 2006. ISBN 3-5700-0891-6 [http://books.google.at/books?id=h-9cdYZGCLsC&pg=PT156&lpg=PT156&dq="klaus+rigele" S. 156]</ref>.
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Rigele hing dem Antisemitismus an und unterstützte z. B. den Agitator <span style="color:green">Eduard Pichl</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Eduard Pichl]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> bei seinem Kampf um den Ausschluss der jüdischen ''Sektion Donauland'' aus dem [[Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenverein]].<ref name="Höfler"/> [[1933]] übersiedelte er nach [[Deutschland]], wo er in engem Kontakt mit seinem Schwager Hermann Göring stand.
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Bei Fritz Rigele war sein Neffe Dr. [[Franz Hueber]] als Konzipient beschäftigt, der Sohn seiner Schwester Gabriele Hueber, geborene Rigele. Dieser lernte bei ihm Olgas Schwester Paula Göring kennen und heiratete sie schließlich.<ref>Slapnicka, Harry: ''[[Linz]] und "Oberdonau" – wie es nationalsozialistische Spitzenpolitiker sahen'', in: [http://www.ooegeschichte.at/uploads/tx.../hjstl_1990_0017-0033.pdf Historisches Jahrbuch der Stadt Linz 1990, S. 17 (S. 31)]</ref>
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Am [[17. Juli]] [[1936]] wurde im nationalsozialistischen Deutschen Reich der „Reichsdeutsche Sektionentag“ mit Fritz Rigele an der Spitze geschaffen. Dessen Aufgabe war es, die reichsdeutschen Interessen des nationalsozialistisch ausgerichteten Deutschen Bergsteigerverbandes gegenüber dem [[Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenverein]] zu vertreten.<ref> Welsch, Walter: [http://www.alpenverein-bayerland.de/module_requirements/geschichte/die_zeit_des_dritten_reiches/pdf/001-064%20Vorspann,%20Inhalt,%20Kap.%201.pdf ''Geschichte der Sektion Bayerland des Deutschen Alpenvereins e.V., Die Zeit des Dritten Reiches 1933-1945''.] EOS-Verlag und Druck, St. Ottilien, München 2013. ISBN 978-3-00-042387-1. S.24, 41</ref>
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Rigele war seit [[1921]] Gauführer im [[Pinzgau]] und Mitglied der Landesleitung des Heimatschutzes. Er hing dem Antisemitismus an und unterstützte z. B. den Agitator <span style="color:green">Eduard Pichl</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Eduard Pichl]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> bei seinem Kampf um den Ausschluss der jüdischen ''Sektion Donauland'' aus dem Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein.<ref name="Höfler"/> [[1925]] wurde er Notar in Linz. [[1933]] übersiedelte er nach [[Deutschland]], wo er in engem Kontakt mit seinem Schwager Hermann Göring stand. Dieser war seit 1932 Deutscher Reichstagspräsident. Das ihm zustehende Berliner Reichstagspräsidentenpalais überließ er Rigele, der dort mit seiner Familie einzog. Auch versorgte Göring seinen Schwager in Berlin mit mehreren Aufsichtsratsposten.<ref>Bayr, Hanno: ''Berlin trifft Mauterndorf. Eine Reise mit Epenstein und Göring''. Mariapfarr (Peter Klammer) 2017, S. 167.</ref>
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Am [[17. Juli]] [[1936]] wurde im nationalsozialistischen Deutschen Reich der "Reichsdeutsche Sektionentag" mit Fritz Rigele an der Spitze geschaffen. Dessen Aufgabe war es, die reichsdeutschen Interessen des nationalsozialistisch ausgerichteten Deutschen Bergsteigerverbandes gegenüber dem Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein zu vertreten.<ref>Welsch, Walter: [http://www.alpenverein-bayerland.de/module_requirements/geschichte/die_zeit_des_dritten_reiches/pdf/001-064%20Vorspann,%20Inhalt,%20Kap.%201.pdf ''Geschichte der Sektion Bayerland des Deutschen Alpenvereins e.V., Die Zeit des Dritten Reiches 1933-1945''.] EOS-Verlag und Druck, St. Ottilien, München 2013. ISBN 978-3-00-042387-1. S.24, 41</ref>
    
=== Tod in den Bergen ===
 
=== Tod in den Bergen ===
Im Herbst 1937 stürzte Fritz Rigele in den [[Berchtesgadener Alpen]] zu Tode, als er auf dem Blaueishüttenweg (im [[Hochkalterstock]]) einem Muli ausweichen wollte.<ref name="Höfler"/>
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Als die [[Deutsche Wehrmacht]] eine Gebirgsbrigade aufstellte, stellte sich Fritz Rigele am [[1. Juni]] [[1935]] zu deren Ausbildung zur Verfügung. Bei einer Übung des 100. Gebirgsjägerregiments stürzte er am [[9. Oktober]] [[1937]] in den [[Berchtesgadener Alpen]] schwer, als er auf dem Blaueishüttenweg (im [[Hochkalterstock]]) einem Muli ausweichen wollte.<ref name="Höfler"/> Tags darauf verstarb er im Krankenhaus von Bad Reichenhall an seinen schweren Kopfverletzungen. Bestattet wurde er im Parkfriedhof in Berlin-Lichterfelde, im Beisein von Göring, der ''Wachstandarte Feldherrnhalle'' sowie mehreren deutschen Ministern, des stellvertretenden Gauleiters von Berlin, Staatsrat Artur Görlitzer, des Berliner Oberbürgermeisters Dr. Julius Lippert und des [[Italien]]ischen Botschafters Bernardo Attolico.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tpt&datum=19371016&seite=6&zoom=33 (Linzer) Tages-Post vom 16. Oktober 1937, S. 6: ''Notar Fritz Rigeles letzte Fahrt'']</ref>
    
== Werke ==
 
== Werke ==
* ''50 Jahre Bergsteiger. Erlebnisse und Gedanken.'' „Sport und Spiel“ Verlags- & Vertriebs- G.m.b.H., Berlin 1935.
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* ''50 Jahre Bergsteiger. Erlebnisse und Gedanken.'' "Sport und Spiel" Verlags- & Vertriebs- G.m.b.H., Berlin 1935.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
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* Praher, Andreas: ''"Skifahren ist für uns Deutsche in den Alpenländern mehr als nur ein Sport." Der österreichische Skisport als politische Kampfzone der 1930er-Jahre'', in: Marschik, Matthias u. a. (Hrsg.): ''Images des Sports in Österreich. Innensichten und Außenwahrnehmungen''. Göttingen (V&R unipress) 2018, S. 208f.
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* [[Hanno Bayr|Bayr, Hanno]]: ''Berlin trifft Mauterndorf. Eine Reise mit Epenstein und Göring. Mariapfarr (Peter Klammer) 2017, S. 119 und S. 168.
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* [[Joachim Glaser|Glaser, Joachim]]: Das bizarre Leben des ersten Skipräsidenten'', in: [[Salzburger Nachrichten]], Lokalausgabe, 22. November 2021, S. 19.
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* [[Salzburger Amtskalender]]
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== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Justiz]]
 
[[Kategorie:Justiz]]
 
[[Kategorie:Notar]]
 
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[[Kategorie:Sport]]
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[[Kategorie:Ski alpin]]
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[[Kategorie:Skisportler alpin]]
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[[Kategorie:Sportfunktionär]]
 
[[Kategorie:Zuagroaste]]
 
[[Kategorie:Zuagroaste]]
 
[[Kategorie:Niederösterreich]]
 
[[Kategorie:Niederösterreich]]
 
[[Kategorie:Geboren 1878]]
 
[[Kategorie:Geboren 1878]]
 
[[Kategorie:Gestorben 1937]]
 
[[Kategorie:Gestorben 1937]]