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==Abstammung und Familie==
 
==Abstammung und Familie==
Otto Spängler war der Sohn von [[Franz Xaver Gregor Spängler]] (* [[1793]]; † [[1854]]) und ein Nachkomme des [[1729]] nach Salzburg gekommenen Tirolers [[Franz Anton Spangler]], der als Ahnherr die Salzburger Kaufmanns- und Bankiersfamilie [[Familie Spängler|Spängler]] begründete, und seiner Frau [[Antonia Spängler|Antonia]], geborene [[Lürzer von Zechenthal]] (* [[1803]]; † [[1882]]).
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Otto Spängler war der Sohn von [[Franz Xaver Gregor Spängler]] (* [[1793]]; † [[1852]]) und ein Nachkomme des [[1729]] nach Salzburg gekommenen Tirolers [[Franz Anton Spangler]], der als Ahnherr die Salzburger Kaufmanns- und Bankiersfamilie [[Familie Spängler|Spängler]] begründete, und seiner Frau [[Antonia Spängler|Antonia]], geborene [[Lürzer von Zechenthal]] (* [[1803]]; † [[1882]]).
    
Spängler war verheiratet mit Aloisia (Luise), geborene Duregger (* [[1846]]; † [[1915]]), Tochter des [[Alois Johann Duregger]], der [[1851]] in Besitz des Hauses [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] 4 ("Dureggerhaus" oder [[Antretterhaus]]) kam und dort [[1858]] ein "Bank- und Expeditionsgeschäft" gründete. [[Carl Spängler]], der Alois Dureggers Tochter Leopoldine heiratete, erweiterte das Duregger-Unternehmen, und daraus wurde das heutige [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG]]. Otto Spängler und Familie wohnten ebenfalls im Haus am Mozartplatz 4.
 
Spängler war verheiratet mit Aloisia (Luise), geborene Duregger (* [[1846]]; † [[1915]]), Tochter des [[Alois Johann Duregger]], der [[1851]] in Besitz des Hauses [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] 4 ("Dureggerhaus" oder [[Antretterhaus]]) kam und dort [[1858]] ein "Bank- und Expeditionsgeschäft" gründete. [[Carl Spängler]], der Alois Dureggers Tochter Leopoldine heiratete, erweiterte das Duregger-Unternehmen, und daraus wurde das heutige [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG]]. Otto Spängler und Familie wohnten ebenfalls im Haus am Mozartplatz 4.
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* Rudolf Anton Otto (* [[3. Juni]] [[1879]]; † [[8. November]] [[1949]] ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXIV/?pg=434 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XIV, S. 431.]</ref>, verheiratet mit Aurelie, geborene von Schleiss (* [[6. Juni]] [[1887]]<ref>im Trauungseintrag, Pfarre Salzburg-Mülln, vom 19. Oktober 1916 = geboren 1889</ref>; † [[5. September]] [[1947]]),
 
* Rudolf Anton Otto (* [[3. Juni]] [[1879]]; † [[8. November]] [[1949]] ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXIV/?pg=434 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XIV, S. 431.]</ref>, verheiratet mit Aurelie, geborene von Schleiss (* [[6. Juni]] [[1887]]<ref>im Trauungseintrag, Pfarre Salzburg-Mülln, vom 19. Oktober 1916 = geboren 1889</ref>; † [[5. September]] [[1947]]),
 
* Elisabeth Henriette Maria (* [[22. Mai]] [[1881]]; † [[25. Februar]] [[1911]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=45 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 41.]</ref>, verheiratet mit Otto Trammer (* 26. Juli 1878 in München; † 27. Oktober 1914 in Saint-Laurent-Blangy, Nordfrankreich),
 
* Elisabeth Henriette Maria (* [[22. Mai]] [[1881]]; † [[25. Februar]] [[1911]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=45 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 41.]</ref>, verheiratet mit Otto Trammer (* 26. Juli 1878 in München; † 27. Oktober 1914 in Saint-Laurent-Blangy, Nordfrankreich),
* Maria Henriette Emilie (* [[11. Jänner]] [[1883]]; † [[28. August]] [[1979]] ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=113 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 107.]</ref>, verheiratet mit Konrad Planck von Planckburg (* [[5. Juni]] [[1878]] in [[Linz]], [[OÖ]].; † [[9. März]] [[1955]] in der Stadt Salzburg), den Sohn des Gründers der [[Bank für Oberösterreich und Salzburg]] (Oberbank). Ihr gemeinsamer Sohn [[Kurt Planck|Kurt]] bekleidete später den Posten des [[Sicherheitsdirektor]]s für Salzburg.
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* Maria Henriette Emilie (* [[11. Jänner]] [[1883]]; † [[28. August]] [[1979]] ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBXV+/?pg=113 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band XV, S. 107.]</ref>, verheiratet mit Konrad Planck von Planckburg (* [[5. Juni]] [[1878]] in [[Linz]], [[OÖ]]; † [[9. März]] [[1955]] in der Stadt Salzburg), den Sohn des Gründers der [[Bank für Oberösterreich und Salzburg]] (Oberbank). Ihr gemeinsamer Sohn [[Kurt Planck|Kurt]] bekleidete später den Posten des [[Sicherheitsdirektor]]s für Salzburg.
 
[[Datei:Brief Otto Spängler und Ehefrau Luise Louise 1870.JPG|thumb|Brief von Otto und Luise 1870.]]
 
[[Datei:Brief Otto Spängler und Ehefrau Luise Louise 1870.JPG|thumb|Brief von Otto und Luise 1870.]]
 
Das Verhältnis zum älteren Bruder [[Franz II. Xaver Gregor Spängler|Franz Spängler]], zuerst u. a. in [[Wien]], später in Krems an der Donau, war ein Leben lang eng und herzlich; die Brüder wechselten viele Briefe. Siehe dazu auch [[Kobler-Spängler-Briefe]]. Zum Beispiel die Briefe von 1862 belegen, dass bei Otto als junger Mann die Geselligkeit groß geschrieben war. Immer wieder berichtete er dem Bruder, wie er ein beliebter Tanz- und Gesprächspartner war. Im geselligen Kreis wurden Theaterstücke mit verteilten Rollen gelesen, und er schrieb offenbar selbst Gedichte. Noch vor der Matura interessierte er sich für Börsennachrichten; für den Bruder Franz verwaltete er Geldangelegenheiten, auch die der Mutter, welche zuerst beide Brüder im Studium finanziell unterstützte, später dann von ihnen ein regelmäßiges Monatsgeld bzw. "Quartiergeld" erhielt. Die entsprechenden Briefe an den Bruder Franz enthalten genaueste Abrechnungen. Die meisten der vorliegenden Briefe stammen von Otto an den Bruder Franz. In einem Brief vom 21. August 1870 sind Otto (unten) und seine Ehefrau Luise bzw. Louise (oben) vereint (Ausschnitt; gesamter Brief bei [[Kobler-Spängler-Briefe von 1870]]).
 
Das Verhältnis zum älteren Bruder [[Franz II. Xaver Gregor Spängler|Franz Spängler]], zuerst u. a. in [[Wien]], später in Krems an der Donau, war ein Leben lang eng und herzlich; die Brüder wechselten viele Briefe. Siehe dazu auch [[Kobler-Spängler-Briefe]]. Zum Beispiel die Briefe von 1862 belegen, dass bei Otto als junger Mann die Geselligkeit groß geschrieben war. Immer wieder berichtete er dem Bruder, wie er ein beliebter Tanz- und Gesprächspartner war. Im geselligen Kreis wurden Theaterstücke mit verteilten Rollen gelesen, und er schrieb offenbar selbst Gedichte. Noch vor der Matura interessierte er sich für Börsennachrichten; für den Bruder Franz verwaltete er Geldangelegenheiten, auch die der Mutter, welche zuerst beide Brüder im Studium finanziell unterstützte, später dann von ihnen ein regelmäßiges Monatsgeld bzw. "Quartiergeld" erhielt. Die entsprechenden Briefe an den Bruder Franz enthalten genaueste Abrechnungen. Die meisten der vorliegenden Briefe stammen von Otto an den Bruder Franz. In einem Brief vom 21. August 1870 sind Otto (unten) und seine Ehefrau Luise bzw. Louise (oben) vereint (Ausschnitt; gesamter Brief bei [[Kobler-Spängler-Briefe von 1870]]).
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== Biografie ==
 
== Biografie ==
 
=== Berufliche Tätigkeiten ===
 
=== Berufliche Tätigkeiten ===
Spängler promovierte nach seinem Studium an der juridischen Fakultät der Universität Wien zum Doktor der Jurisprudenz. [[1872]] folgte seine Berufung zum Direktor der Salzburger Sparkasse, an deren Entwicklung er maßgeblichen Anteil hatte. Diese Position füllte er bis zum Antritt seines Ruhestands im Jahr [[1900]] aus. Weitere Stationen auf seinem beruflichen Lebensweg waren die [[Eisengewerke Achthal]] in [[Teisendorf]] im [[Bayern|bayerischen]] [[Rupertiwinkel]], (Präsident), die [[Sternbrauerei|A. G. Sternbräu]] (Präsident) und die [[Salzkammergut-Lokalbahn Aktiengesellschaft]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19191127&query=%22Otto+Sp%c3%a4ngler%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 27. November 1919, Seite 2</ref> (Vize-Präsident).  
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Spängler begann ein Jurastudium in Innsbruck im Mai 1862; er promovierte nach seinem Studium an der juridischen Fakultät der Universität Wien zum Doktor der Jurisprudenz. [[1872]] folgte seine Berufung zum Direktor der Salzburger Sparkasse, an deren Entwicklung er maßgeblichen Anteil hatte. Diese Position füllte er bis zum Antritt seines Ruhestands im Jahr [[1900]] aus. Weitere Stationen auf seinem beruflichen Lebensweg waren die [[Eisengewerke Achthal]] in [[Teisendorf]] im [[Bayern|bayerischen]] [[Rupertiwinkel]], (Präsident), die [[Sternbrauerei|A. G. Sternbräu]] (Präsident) und die [[Salzkammergut-Lokalbahn Aktiengesellschaft]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19191127&query=%22Otto+Sp%c3%a4ngler%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 27. November 1919, Seite 2</ref> (Vize-Präsident).
    
=== Politische Laufbahn ===
 
=== Politische Laufbahn ===
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Anlässlich seines 25jährigen Jubiläums als Direktor der Salzburger Sparkasse ernannte ihn die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadtgemeinde]] auf Antrag des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]] [[Gustav Zeller]] aufgrund seiner großen Verdienste für dieses Institut, "''das geradezu ein Lebensnerv der Stadt Salzburg sei und es fast durch seine bedeutenden Überweisungen aus reinen Rentenüberschüssen allein ermögliche, dass die wohltätigen Anstalten usw. immer in ausgiebiger Weise unterstützt und lebensfähig erhalten werden können...''" am [[4. Mai]] [[1897]] zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]. Ein Bericht zu dieser Ehrung erschien in der [[Salzburger Chronik]] Nr. 1897/101.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18970506&query=%22Otto+Sp%c3%a4ngler%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 6. Mai 1897, Seite 2</ref>  
 
Anlässlich seines 25jährigen Jubiläums als Direktor der Salzburger Sparkasse ernannte ihn die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadtgemeinde]] auf Antrag des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]] [[Gustav Zeller]] aufgrund seiner großen Verdienste für dieses Institut, "''das geradezu ein Lebensnerv der Stadt Salzburg sei und es fast durch seine bedeutenden Überweisungen aus reinen Rentenüberschüssen allein ermögliche, dass die wohltätigen Anstalten usw. immer in ausgiebiger Weise unterstützt und lebensfähig erhalten werden können...''" am [[4. Mai]] [[1897]] zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]. Ein Bericht zu dieser Ehrung erschien in der [[Salzburger Chronik]] Nr. 1897/101.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18970506&query=%22Otto+Sp%c3%a4ngler%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 6. Mai 1897, Seite 2</ref>  
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[[1901]] erfolgte seine Ernennung zum k. k. Regierungsrat.  
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Mit Entschließung von Kaiser [[Franz Joseph I.]] vom [[27. August]] [[1901]] wurde Otto Spängler "taxfrei" der Titel eines Regierungsrates verliehen.
    
== Ableben ==
 
== Ableben ==