Walchen: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Walchen mit Naglköpfl.jpg|thumb|Walchen mit Naglköpfl]]
[[Datei:Walchen.jpg|thumb|Walchen vor den [[Kitzbüheler Alpen]]]]
[[Datei:Walchen 8 klein.jpg|thumb|Walchen mit [[Salzachtal]], vom Naglköpfl fotografiert. Im Hintergrund liegt Piesendorf]]
[[Datei:Walchen Piesendorf 1930.jpg|thumb|Blick von Osten, Walchen rechts im Bild. Aufnahme um 1930.]]
'''Walchen''' ist eine [[Katastralgemeinde Walchen|Katastralgemeinde]] und Ortschaft im Gebiet der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Piesendorf]].


'''Walchen ist eine Ortschaft im Gemeindegebiet von [[Piesendorf]]''' und liegt westlich des Hauptortes an der Sonnseite des Salzachtals.  
== Lage ==
Er befindet sich westlich des Hauptortes an der Sonnseite des [[Salzachtal]]s.  


==Geschichte==
==Geschichte==
===Naglköpfl===
Westlich von Walchen liegt das [[Naglköpfl]], eine Rückfallkuppe, die weithin sichtbar ist und seinerseits einen grandiosen Weitblick über das [[Salzachtal]] bietet. Das dort befindliche Bauerngut, heute Naglkölpflbauer genannt, hieß eigentlich >Naglgitschn<, was sich von >gitzen< in der Bedeutung von >gutzen< und >guckezen< ableitet und auf den Ausblick Bezug nimmt. Auf dem Naglköpfl befand sich eine bronzezeitliche Siedlung, die als solche von [[Martin Hell]] durch Lesefunde identifiziert, jedoch bisher archäologisch nicht näher untersucht wurde.


=====Naglköpfl=====
===Die Walcher===
Westlich von Walchen liegt das [[Naglköpfl]], eine Rückfallkuppe, die weithin sichtbar ist und seinerseits einen grandiosen Weitblick über das [[Salzachtal]] bietet. Das dort befindliche Bauerngut, heute Naglkölpflbauer genannt, hieß eigentlich >Naglgitschn<, was sich von >gitzen< in der Bedeutung von >gutzen< und >guckezen< ableitet und auf den Ausblick Bezug nimmt. Auf dem Naglköpfl befand sich eine bronzezeitliche Siedlung, die als solche von [[Martin Hell]] durch Lesefunde identifiziert, jedoch bisher archäologisch nicht näher untersucht wurde.
"''Nach dem Ort Walchen nannte sich das letzte hochfreie Geschlecht im Gebiete von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]].''" Die Walcher gingen Mitte des [[13. Jahrhundert]] in die [[Ministerialen|Ministerialität]] über und starben in der zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]] aus. Dieser Adelsfamilie entstammte der Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]] ([[1270]]–[[1284]]). Er war der tätigste Verbündete von König Rudolf von Habsburg (* [[1218]]; † [[1291]]) im Kampf gegen Ottokar II. Přemysl († [[1278]]).
 
=====Die Burg Walchen=====
:''Hauptartikel [[Burg Walchen]]''
Die Burgstelle der Walcher, d. h. des Walcherturms befand sich auf einer Rückfallkuppe nördlich des Dorfes Walchen nahe dem noch heute bestehenden Bauerngut [[Guthunden]]. Sie ist leider im Jahr [[1976]] Bauarbeiten zum Opfer gefallen. Bei den im Jahr [[1974]] erfolgten Grabungen konnten nördlich davon die Reste eines Vorgängerbaues aufgefunden und dokumentiert werden. Bei diesem handelte es sich um den wohl ältesten Sitz derer von Walchen, die eigentliche Burg Walchen.


=====Die Walcher=====
== Bauten ==
„Nach dem Ort Walchen nannte sich das letzte hochfreie Geschlecht im Gebiete von [[Salzburg]].“ Die Walcher gingen Mitte des [[13. Jahrhundert]] in die Ministerialität über und starben in der zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]] aus. Dieser Adelsfamilie entstammte der Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]] ([[1270]] – [[1284]]). Er war der tätigste Verbündete von [[König Rudolf von Habsburg]] im Kampf gegen Otakar II. Premisl.
* [[Filialkirche Walchen]]


=====Die Walcherburg=====
== Weblink ==
Die Burgstelle der Walcher, d.h. des Walcherturms befand sich auf einer Rückfallkuppe nördlich des Dorfes Walchen. Sie ist leider im Jahr [[1976]] Bauarbeiten zum Opfer gefallen. Bei den im Jahr [[1974]] erfolgten Grabungen konnten nördlich davon die Reste eines Vorgängerbaues aufgefunden und dokumentiert werden. Bei diesem handelte es sich um den wohl ältesten Sitz derer von Walchen.
* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/12.6977,47.2907/zoom/15.2 AMap], aktualisierter Datenlink, 20. Dezember 2023


==Quellen==
==Quellen==
* „Handbuch der Historischen Stätten Österreich, Alpenländer und Südtirol, Zweiter Band, Alfred Kröner Verlag Stuttgart, Kröners Taschenausgabe279, Hrsg. DDr. Franz Huter, 2. überarb. Auflage 1978
* "Handbuch der Historischen Stätten Österreich, Alpenländer und Südtirol, Zweiter Band, Alfred Kröner Verlag Stuttgart, Kröners Taschenausgabe279, Hrsg. DDr. Franz Huter, 2. überarb. Auflage 1978
* Leopold Ziller, „Die Salzburger Familiennamen“, S. 96 – 97, Hrsg. Ges. f. Sbg. Landeskunde, Salzburg 1986
* [[Franz Hörburger]]: "[[Salzburger Ortsnamenbuch]]", S. 43, Hrsg. [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg, 1982
* [[Leopold Ziller (St. Gilgen)|Leopold Ziller]]: "Die Salzburger Familiennamen", S. 96 – 97, Hrsg. Gesellschaft für Salzburger Landeskundee, Salzburg, 1986


[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Historische Gebäude]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Piesendorf]]
[[Kategorie:Piesendorf]]
[[Kategorie:Ort (Pinzgau)]]