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'''Niditinea fuscella''' (''Tinea fuscella'' Linné, 1758: 539) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (Echte Motten).
 
'''Niditinea fuscella''' (''Tinea fuscella'' Linné, 1758: 539) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (Echte Motten).
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Volkstümlicher Name: Nestermotte
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== Volkstümlicher Name ==
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Nestermotte
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''N. fuscella'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] weit verbreitet und nicht selten. Nachweise sind bisher aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia, ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Salzburger Kalkalpen|Nördliche Kalkalpen]]), III ([[Schieferalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al. (2024)]] bekannt, die Funde in Zone II und IV liegen allerdings schon vor 1970. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung erstreckt sich über einen Bereich von 400 bis 1050 m (Kurz & Kurz 2024). Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg liegen keine Angaben vor, dokumentiert sind lediglich Nachweise aus Wohnräumen, in denen die Art gelegentlich immer wieder auftritt. Hier können sich die Tiere offensichtlich das ganze Jahr hindurch entwickeln und wurden auch schon im Jänner sowie von März bis September angetroffen. Im Freien dürften die Tiere in vermutlich zwei Generationen pro Jahr von April bis August auftreten (Hannemann 1977). Die Entwicklungsdauer ist jedenfalls nicht erblich fixiert. Unter Mangelbedingungen (N&#8209;Mangel [Stickstoffmangel] durch Haferflocken als Raupenfutter und trockene Haltung bei e.o.<ref>e.o. = ''ex ovo'' (lateinisch) = Aufzucht aus einem Ei.</ref>-Zucht) kann diese bis zu zwei Jahre dauern.
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''N. fuscella'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] weit verbreitet und nicht selten. Nachweise sind bisher aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia, ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Salzburger Kalkalpen|Nördliche Kalkalpen]]), III ([[Schieferalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al. (2024)]] bekannt, die Funde in Zone II und IV liegen allerdings schon vor 1970. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung erstreckt sich über einen Bereich von 400 bis 1&nbsp;050 [[m ü. A.]] (Kurz & Kurz 2024). Über den natürlichen Lebensraum der Art in Salzburg liegen keine Angaben vor, dokumentiert sind lediglich Nachweise aus Wohnräumen, in denen die Art gelegentlich immer wieder auftritt. Hier können sich die Tiere offensichtlich das ganze Jahr hindurch entwickeln und wurden auch schon im Jänner sowie von März bis September angetroffen. Im Freien dürften die Tiere in vermutlich zwei Generationen pro Jahr von April bis August auftreten (Hannemann 1977). Die Entwicklungsdauer ist jedenfalls nicht erblich fixiert. Unter Mangelbedingungen (N&#8209;Mangel [Stickstoffmangel] durch Haferflocken als Raupenfutter und trockene Haltung bei e.o.<ref>e.o. = ''ex ovo'' (lateinisch) = Aufzucht aus einem Ei.</ref>-Zucht) kann diese bis zu zwei Jahre dauern.
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
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==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Über die Lebensweise der [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] praktisch nichts bekannt. Sie fliegen am Abend und in der ersten Nachthälfte (20 bis 24 Uhr MEZ nach Kurz & Kurz 2024, in einem Fall auch zwischen 10 und 11 Uhr MEZ). Nach Hannemann (1977) fliegen die Tiere am Abend. Eine Kopula wurde gegen 22 Uhr MEZ beobachtet. Die Eiablage erfolgte erst drei Tage später. Unter Zuchtbedingungen wurden 30 bis 40 Eier abgelegt, aus denen nach 17 Tagen die Räupchen schlüpften. Die Raupen leben in Gespinströhren, primär in Vogelnestern, sowie in Erdnestern von [[Nagetiere]]n, aber auch von [[Biene]]n und [[Wespe]]n. Sekundär fressen sie auch an verschiedensten getrockneten pflanzlichen Materialien.
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Über die Lebensweise der [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] praktisch nichts bekannt. Sie fliegen am Abend und in der ersten Nachthälfte (20 bis 24 Uhr MEZ nach Kurz & Kurz 2024, in einem Fall auch zwischen 10 und 11 Uhr MEZ). Nach Hannemann (1977) fliegen die Tiere am Abend. Eine Kopula wurde gegen 22 Uhr MEZ beobachtet. Die Eiablage erfolgte erst drei Tage später. Unter Zuchtbedingungen wurden 30 bis 40 Eier abgelegt, aus denen nach 17 Tagen die Räupchen schlüpften. Die Raupen leben in Gespinströhren, primär in Vogelnestern, sowie in Erdnestern von [[Nagetiere]]n, aber auch von [[Biene]]n und [[Wespe]]n. Sekundär fressen sie auch an verschiedensten getrockneten pflanzlichen Materialien (Hannemann 1977, Gaedike 2019).
    
''N. fuscella'' ist in Salzburg nicht gefährdet, als Schädling ist sie in unserem Land bisher aber ebenfalls nicht in Erscheinung getreten (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
 
''N. fuscella'' ist in Salzburg nicht gefährdet, als Schädling ist sie in unserem Land bisher aber ebenfalls nicht in Erscheinung getreten (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
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{{NKIS | taxonid=1030}}
 
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{{Fauna und Flora Projekt}}
 
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
{{Quelle Embacher et al. 2024}}
 
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*Gaedike, R. 2019. Tineidae II (Myrmecozelinae, Perissomasticinae, Tineinae, Hieroxestinae, Teichobiinae and Stathmopolitinae). In: Karsholt, O., Mutanen, M. & M. Nuss (2019): Microlepidoptera of Europe 9, Leiden, Boston (Brill): I-XXIII, 1-248.
 
*GBIF Austria 2024. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2024.11.20].
 
*GBIF Austria 2024. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2024.11.20].
 
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
 
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). – In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
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*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
 
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
 
*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.20].
 
*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem.  URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.20].
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== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
<references />
 
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