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| | [[Datei:Burg Finstergrün 2.jpg|thumb|Burg Finstergrün]] | | [[Datei:Burg Finstergrün 2.jpg|thumb|Burg Finstergrün]] |
| − | [[Datei:Ramingstein_Finstergruen.jpg|thumb|Der alte Backofen und die Burg Finstergrün sind zwei jener Bauwerke, die den Fotografen dieses Bildes am meisten fasziniert haben. Der fünfeckige Trum rechts ist 800 Jahre alt, der Teil links ist eine [[Mittelalter|mittelalterliche]] Burg aus dem 20. Jahrhundert (1900 - 1910)]] | + | [[Datei:Ramingstein_Finstergruen.jpg|thumb|Der alte Backofen und die Burg Finstergrün sind zwei jener Bauwerke, die den Fotografen dieses Bildes am meisten fasziniert haben. Der fünfeckige Turm rechts ist 800 Jahre alt, der Teil links ist eine im Stil des [[Mittelalter]]s im 20. Jahrhundert errichtete Anlage.]] |
| − | Die '''Burg Finstergrün''' liegt im südöstlichen Teil vom [[Lungau]] bei [[Ramingstein]]. | + | [[Datei:Burg Finstergrün 1937.jpg|thumb|Burg Finstergrün, [[Historische Ansichtskarten von Salzburg|historische Ansichtskarte]] 1937.]] |
| | + | Die '''Burg Finstergrün''' liegt im Südosten des [[Lungau]]s in [[Ramingstein]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Ramingstein|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Die Burg wurde [[1138]] erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter trug sie noch andere Namen wie "Hous ze Ramungestein" oder "Veste Ramingstein". Der Name ''Finstergrün'' taucht dann erst im [[17. Jahrhundert]] auf, wobei sie als "uralt Schlössel Finstergrün" bezeichnet wurde. Zu dieser Zeit war die Burg bereits stark verfallen. | + | Die Burg wurde [[1139]] erstmals in einer Bestätigungsurkunde für das [[Benediktinerstift Admont]] erwähnt. Der Edle Wilhelm von Ramnstein wird darin als Zeuge dokumentiert. Das Geschlecht der Ramnstein saß auf der damaligen Burg Ramingstein, aus der später dann die Burg Finstergrün wurde. Die Burg kam gegen Ende des [[12. Jahrhundert]]s an das Salzburger [[Domkapitel]], dem später auch das [[Schloss Wintergrün]] in Ramingstein gehörte. Im [[Mittelalter]] trug sie noch andere Namen wie "Hous ze Ramungestein" oder "Veste Ramingstein". Der Name Finstergrün taucht dann erst im [[17. Jahrhundert]] auf, wobei die Burg als "uralt Schlössel Finstergrün" bezeichnet wurde. Zu dieser Zeit war sie bereits stark verfallen. |
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| − | [[1841]] verwüstete ein furchtbarer Waldbrand Ramingstein. Er richtete nicht nur im Ort schwere Schäden an, sondern es verbrannten auch alle Holzteile der ''Feste Finstergrün'', die dadurch zur Ruine wurde. Von [[Ramingstein]] ausgehend, brannten die Wälder vier bis fünf Wegstunden bis nach [[St. Margarethen im Lungau]]; Ramingstein wurde dabei völlig vernichtet, ebenso die Burg Finstergrün, nur die Kirche bleibt unversehrt; 1.300 Joch Gemeindehochwald sind dabei den Flammen zum Opfer gefallen. | + | [[1841]] verwüstete ein furchtbarer Waldbrand Ramingstein. Er richtete nicht nur im Ort schwere Schäden an, sondern es verbrannten auch alle Holzteile der Feste Finstergrün, die dadurch zur Ruine wurde. Von Ramingstein ausgehend, brannten die Wälder vier bis fünf Wegstunden bis nach [[St. Margarethen im Lungau]]; Ramingstein wurde dabei völlig vernichtet, ebenso die Burg Finstergrün, nur die [[Pfarrkirche zum hl. Achatius]] blieb unversehrt; 1 300 Joch Gemeindehochwald fielen dabei den Flammen zum Opfer. |
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| − | [[1899]] kaufte der ungarische Graf Sandor Szápáry und seine Frau [[Margit Gräfin Szápáry]], die verfallene und ausgebrannte Ruine. [[1901]] entstand ein Neubau im Stile des [[13. Jahrhundert]]s unter Verwendung derselben Materialien wie damals, die an die Reste der alten Burg angebaut wurden. Der Turm wurde [[1903]] fertig gestellt. | + | [[1899]] kauften der ungarische Graf Sándor Szápáry und seine Frau [[Margit Gräfin Szápáry|Margit]] die verfallene und ausgebrannte Ruine. [[1901]] entstand ein Neubau im Stile des [[13. Jahrhundert]]s unter Verwendung derselben Materialien wie damals, die an die Reste der alten Burg angebaut wurden. Der Turm wurde [[1903]] fertig gestellt. Nach dem überraschenden Tod des Grafen Szápáry im Jahre [[1904]] setzte seine Gattin, Margit Gräfin Szápáry, den Bau der Burg fort. Etwa [[1908]] erhielt die Burganlage ihr heutiges Aussehen. Das Innere der Burg wurde jedoch niemals fertig gestellt. |
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| − | Nach dem überraschenden Tod von Graf Szápáry im Jahre [[1904]] setzte seine Gattin, Margit Gräfin Szápáry, den Bau der Burg fort. Etwa [[1908]] hatte dann die Burganlage ihr heutiges Aussehen erhalten. Das Innere der Burg wurde jedoch niemals fertig gestellt.
| + | In den späten [[1920er]]- und frühen [[1930er]]-Jahren wurde die Burg als Nobelhotel geführt. Man kam hier her, um gesehen zu werden, um zu fischen oder um zu jagen. Auch Besucher der [[Salzburger Festspiele]] waren Gäste der Burg. |
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| − | In den späten [[1920er]] und frühen [[1930er]] Jahren wurde die Burg als Nobelhotel geführt. Man kam hier her, um gesehen zu werden, um zu fischen oder um zu jagen. Auch Besucher der [[Salzburger Festspiele]] waren Gäste der Burg. [[1939]] wurde die Burg Lazarett für rekonvaleszente Soldaten und dann Erholungsheim für Jugendgruppen und Schulen. Dann diente sie den Pfadfindern von [[1946]] bis [[1949]] als Heim und ab [[1949]] wurden Teile der Burg vom Evangelischen Jugendwerk in Österreich für Kinder- und Jugendfreizeiten, aber auch für Seminare für Erwachsene und Veranstaltungen angemietet.
| + | [[1939]] wurde die Burg Lazarett für rekonvaleszente Soldaten und dann Erholungsheim für Jugendgruppen und Schulen. Dann diente sie den Pfadfindern von [[1946]] bis [[1949]] als Heim, und ab [[1949]] wurden Teile der Burg vom Evangelischen Jugendwerk in Österreich für Kinder- und Jugendfreizeiten, aber auch für Seminare für Erwachsene und Veranstaltungen angemietet. |
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| − | [[1972]] erwarb schließlich die Evangelische Jugend Österreich die Burg. [[1986]] brannte das Turmdach ab, das aber wieder erneuert wurde. | + | [[1972]] erwarb schließlich die Evangelische Jugend Österreichs die Burg. [[1986]] brannte das Turmdach ab, das aber wieder erneuert wurde. |
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| − | ==Weblinks== | + | == Bildergalerie == |
| − | {{homepage|http://www.burg-finstergruen.at/}}
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| | + | Datei:Burg Finstergrün 1 (12).jpg|Im Inneren der Burganlage. |
| | + | Datei:Burg Finstergrün 1 (21).jpg |
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| | + | Datei:Burg Finstergrün 1 (39).jpg |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | {{homepage|http://www.burg-finstergruen.at/}} | + | {{homepage|https://www.burg-finstergruen.at}} |
| | + | * [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''Burgen und Schlösser in Salzburg'', 1. Band, ''Pongau, Pinzgau, Lungau'', Birken-Verlag, Wien [[1978]], Seite 58f |
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