Dürnbachgraben: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Der '''Dürnbachgraben''', auch Dürnbachtal genannt, ist ein nördliches Seitental des [[Oberpinzgau]]er [[Salzachtal]]s | + | [[Datei:P1150468 Steinerhinteralm.jpg|thumb|[[Steiner Hinteralm]].]] |
| − | + | Der '''Dürnbachgraben''', auch Dürnbachtal genannt, ist ein nördliches Seitental bzw. nördlicher [[Graben|Seitengraben]] des [[Oberpinzgau]]er [[Salzachtal]]s in der Gemeinde [[Neukirchen am Großvenediger]]. | |
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| + | Der Dürnbachgraben ist im unteren Talbereich bis zur Steineralm, die etwa auf halbem Weg zum Talschluss liegt, bewaldet. Im oberen Teil dieses Bergwaldes befinden sich ausnehmend viele schön gewachsene [[Zirbe]]n. Oberhalb der Steineralm liegt die [[Steiner Hinteralm]]. Beide [[Alm]]en werden [[Alpines Lexikon#B|bestoßen]] und bieten zudem einen Gastbetrieb an. Im Osten des Dürnbachgrabens erheben sich der [[Braunkogel]] und der [[Frühmesser]], im Westen das Trattenbacheck und der Hüttenkopf. Der untere Talbereich weist am orografisch linken Ufer gefährliche Hangrutschungen auf und es ist daher nicht verwunderlich, dass der [[Dürnbach]], der das Tal entwässert, am Eintritt in das Haupttal massiv mit Sperren verbaut ist. | ||
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| + | Am [[2. März]] [[2012]] brach eine Gruppe von 13 Schneeschuhwanderern, geführt von einer Pinzgauer Bergwanderführerin, zu einer Wanderung in das Dürnbachtal auf. In der Mittagszeit löste sich oberhalb der Gruppe von der Südwestflanke des [[Braunkogel]]s eine mächtige Gleitschnee[[lawine]], die sechs Wanderer – darunter auch die Wanderführerin selbst – verschüttete. Ein deutscher Tourist verstarb, die übrigen Verschütteten wurden leicht verletzt. Ein Jahr später, im März 2013, wurde die Wanderführerin, die eingestand, dass sie die Lage falsch eingeschätzt hatte und die Gruppe unter ihrer Verantwortung zu spät am Vormittag aufgebrochen war, am [[Landesgericht Salzburg]] zu zehn Monaten bedingter Haft und zu einem Teilschmerzensgeld von € 2.000,00 verurteilt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/nach-lawinenabgang-47-jaehrige-schuldig-gesprochen-5085748 www.sn.at], 26. März 2013</ref> | ||
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| + | * {{Quelle dieses Artikels|[[Christina Nöbauer]]}} | ||
* Topografische Österreichische Karte, 1:25 000, 3219 – Ost Neukirchen am Großvenediger, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien, 2008 | * Topografische Österreichische Karte, 1:25 000, 3219 – Ost Neukirchen am Großvenediger, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien, 2008 | ||
| + | * [[Andreas Widmayer (Journalist)|Andreas Widmayer]]: "Tödliches Ende einer Wanderung", "[[Salzburger Nachrichten]]", 27. März 2013, Seite 23 | ||
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Aktuelle Version vom 14. Juli 2024, 13:06 Uhr
Der Dürnbachgraben, auch Dürnbachtal genannt, ist ein nördliches Seitental bzw. nördlicher Seitengraben des Oberpinzgauer Salzachtals in der Gemeinde Neukirchen am Großvenediger.
Geografie
Der etwa sechs Kilometer lange Dürnbachgraben verläuft auf Höhe der Venedigersiedlung (~ 870 m ü. A.) in Neukirchen am Großvenediger vom Salzachtal exakt nach Norden. Der Talschluss befindet sich unterhalb der Geige (2 84 m ü. A.) und der Geigenscharte (2 028 m ü. A.).
Der Dürnbachgraben ist im unteren Talbereich bis zur Steineralm, die etwa auf halbem Weg zum Talschluss liegt, bewaldet. Im oberen Teil dieses Bergwaldes befinden sich ausnehmend viele schön gewachsene Zirben. Oberhalb der Steineralm liegt die Steiner Hinteralm. Beide Almen werden bestoßen und bieten zudem einen Gastbetrieb an. Im Osten des Dürnbachgrabens erheben sich der Braunkogel und der Frühmesser, im Westen das Trattenbacheck und der Hüttenkopf. Der untere Talbereich weist am orografisch linken Ufer gefährliche Hangrutschungen auf und es ist daher nicht verwunderlich, dass der Dürnbach, der das Tal entwässert, am Eintritt in das Haupttal massiv mit Sperren verbaut ist.
Lawinenkatastrophe
Am 2. März 2012 brach eine Gruppe von 13 Schneeschuhwanderern, geführt von einer Pinzgauer Bergwanderführerin, zu einer Wanderung in das Dürnbachtal auf. In der Mittagszeit löste sich oberhalb der Gruppe von der Südwestflanke des Braunkogels eine mächtige Gleitschneelawine, die sechs Wanderer – darunter auch die Wanderführerin selbst – verschüttete. Ein deutscher Tourist verstarb, die übrigen Verschütteten wurden leicht verletzt. Ein Jahr später, im März 2013, wurde die Wanderführerin, die eingestand, dass sie die Lage falsch eingeschätzt hatte und die Gruppe unter ihrer Verantwortung zu spät am Vormittag aufgebrochen war, am Landesgericht Salzburg zu zehn Monaten bedingter Haft und zu einem Teilschmerzensgeld von € 2.000,00 verurteilt.[1]
Weblink
- Lage auf AMap aktualisierter Datenlink 14. Juli 2024
Quellen
- Quelle(n) dieses Artikels sind persönliche Erinnerungen oder Kenntnisse von Christina Nöbauer, die nicht mit Einzelnachweisen belegt sind
- Topografische Österreichische Karte, 1:25 000, 3219 – Ost Neukirchen am Großvenediger, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien, 2008
- Andreas Widmayer: "Tödliches Ende einer Wanderung", "Salzburger Nachrichten", 27. März 2013, Seite 23
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.