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Kurfürst Ferdinand eilte ein ausgezeichneter Ruf als Staatsmann und Landesfürst voraus, den er sich als Großherzog der Toskana erworben hatte. Daher schöpften die Salzburger Hoffnung, nach den Franzosen zu einem ruhigeren Leben zu kommen. Nachdem [[Heinrich Freiherr von Crumpipen]] 1803 als Besitznahmskommissär am [[15. Februar]] in Salzburg eintraf, folgte am [[29. April]] Ferdinand nach  Salzburg. Die Salzburger, die dem in Wien residierenden Fürsterzbischof Colloredo keine Träne nachweinten, begrüßten ihn mit Jubel.
 
Kurfürst Ferdinand eilte ein ausgezeichneter Ruf als Staatsmann und Landesfürst voraus, den er sich als Großherzog der Toskana erworben hatte. Daher schöpften die Salzburger Hoffnung, nach den Franzosen zu einem ruhigeren Leben zu kommen. Nachdem [[Heinrich Freiherr von Crumpipen]] 1803 als Besitznahmskommissär am [[15. Februar]] in Salzburg eintraf, folgte am [[29. April]] Ferdinand nach  Salzburg. Die Salzburger, die dem in Wien residierenden Fürsterzbischof Colloredo keine Träne nachweinten, begrüßten ihn mit Jubel.
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Der Großherzog brachte viele Reformen aus seiner Heimat Toskana mit nach Salzburg. [[1804]] wurde eine [[Benediktineruniversität Salzburg|Medizinische Fakultät an der Universität Salzburg]] gegründet. Der ehemalige Leibarzt von Colloredo, [[Johann Jakob Hartenkeil]], setzte sich sehr dafür ein.
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Der Großherzog brachte viele Reformen aus seiner Heimat Toskana mit nach Salzburg. [[1804]] wurde eine [[Medizinische Fakultät in Salzburg]] gegründet. Der ehemalige Leibarzt von Colloredo, [[Johann Jakob Hartenkeil]], setzte sich sehr dafür ein.
    
Reformen im Schulwesen, begonnen unter Fürsterzbischof Colloredo, wurden nun unter der Leitung des bekannten Salzburger Pädagogen [[Franz Michael Vierthaler]] fortgesetzt. So konnte Salzburg und das Fürstentum Berchtesgaden am Ende des Kurfürstentums auf insgesamt 301 Schulen mit 9 600 Schülern (von insgesamt 15.094 schulfähigen Kindern, was einer Unterrichtsrate von 60 Prozent entsprochen hatte!) schauen. Ein großartiger Erfolg von Ferdinand.
 
Reformen im Schulwesen, begonnen unter Fürsterzbischof Colloredo, wurden nun unter der Leitung des bekannten Salzburger Pädagogen [[Franz Michael Vierthaler]] fortgesetzt. So konnte Salzburg und das Fürstentum Berchtesgaden am Ende des Kurfürstentums auf insgesamt 301 Schulen mit 9 600 Schülern (von insgesamt 15.094 schulfähigen Kindern, was einer Unterrichtsrate von 60 Prozent entsprochen hatte!) schauen. Ein großartiger Erfolg von Ferdinand.