Engelmar Chrel: Unterschied zwischen den Versionen
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Er entstammte dem Rittergeschlecht der Chrel, die in der Oststeiermark belegt sind. Engelmar studierte beide Rechte an den Universitäten Bologna, Prag (1383) und Wien (1384/85), danach verbrachte er einige Zeit an der römischen Kurie. In Salzburg wurde er [[Domherr]] und [[1396]] Dekan. In diesem Amt überbrachte er [[1396]] dem Papst die Bitte des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Gregor Schenk von Osterwitz]] um die Verleihung des [[ | Er entstammte dem Rittergeschlecht der Chrel, die in der Oststeiermark belegt sind. Engelmar studierte beide Rechte an den Universitäten Bologna, Prag (1383) und Wien (1384/85), danach verbrachte er einige Zeit an der römischen Kurie. In Salzburg wurde er [[Domherr]] und [[1396]] Dekan. In diesem Amt überbrachte er [[1396]] dem Papst die Bitte des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Gregor Schenk von Osterwitz]] um die Verleihung des [[Pallium]]s. Da die Rechtmäßigkeit seiner Wahl zum Dekan bezweifelt wurde, wurde ihm [[1397]] von Papst Bonifaz IX. das Amt erneut auf kanonische Weise übertragen. Für die Jahre 1398 und 1399 ist er als Offizial und Generalvikar des Salzburger Erzbischofs belegt. | ||
[[1398]] wurde er vom Papst zum Koadjutor des betagten Chiemseer Bischofs [[Eckart von Pernegg]] ernannt. Nachdem dieser im Oktober 1399 verstarb, wurde Chrel am [[22. Dezember]] [[1399]] von Fürsterzbischof Gregor Schenk von Osterwitz zum Bischof von Chiemsee ernannt. Am [[25. Jänner]] [[1400]] erteilte ihm der Fürsterzbischof die Bischofsweihe. | [[1398]] wurde er vom Papst zum Koadjutor des betagten Chiemseer Bischofs [[Eckart von Pernegg]] ernannt. Nachdem dieser im Oktober 1399 verstarb, wurde Chrel am [[22. Dezember]] [[1399]] von Fürsterzbischof Gregor Schenk von Osterwitz zum Bischof von Chiemsee ernannt. Am [[25. Jänner]] [[1400]] erteilte ihm der Fürsterzbischof die Bischofsweihe. | ||
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[[1403]] wurde Engelmar von Fürsterzbischof Gregor Schenk von Osterwitz zu seinem [[Kanzler (Geistlicher)|Kanzler]] ernannt und kurze Zeit später verdächtigt, zusammen mit weiteren Gesinnungsgenossen den Fürsterzbischof vergiftet zu haben. Dieses Gerücht wurde jedoch durch eine päpstliche Untersuchung entkräftet. | [[1403]] wurde Engelmar von Fürsterzbischof Gregor Schenk von Osterwitz zu seinem [[Kanzler (Geistlicher)|Kanzler]] ernannt und kurze Zeit später verdächtigt, zusammen mit weiteren Gesinnungsgenossen den Fürsterzbischof vergiftet zu haben. Dieses Gerücht wurde jedoch durch eine päpstliche Untersuchung entkräftet. | ||
Nach dem Tod des Fürsterzbischofs wurde am [[20. Mai]] [[1403]] den sogenannten [[Igelbund]] gegründet. Sein Ziel war, den künftigen Fürsterzbischof in seiner Eigenschaft als Landesherr zu verpflichten, ihre Beschwerden ernst zu nehmen. Dem Igelbund trat neben den Städten | Nach dem Tod des Fürsterzbischofs wurde am [[20. Mai]] [[1403]] den sogenannten [[Igelbund]] gegründet. Sein Ziel war, den künftigen Fürsterzbischof in seiner Eigenschaft als Landesherr zu verpflichten, ihre Beschwerden ernst zu nehmen. Dem Igelbund trat neben den Städten Salzburg, [[Laufen an der Salzach|Laufen]], [[Tittmoning]], [[Hallein]] und [[Radstadt]] auch Engelmar Chrel am [[15. Juni]] bei. Nach der Wahl des Fürsterzbischofs [[Eberhard III. von Neuhaus]] erwuchsen ihm aus der Mitgliedschaft aber keinerlei Nachteile. | ||
Wie seine Vorgänger war er [[Weihbischof]] in Salzburg und nahm als solcher mehrere Amtshandlungen außerhalb seines Bistums wahr. So weihte er z. B. die [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Werfen)|Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren]] in [[Werfen]]. [[1419]] fand unter ihm die erste nachweisbare chiemseeische Diözesansynode in Kitzbühel statt. Von Juli bis September 1422 nahm er als Vertreter seines Fürsterzbischofs am Reichstag in Nürnberg teil. | Wie seine Vorgänger war er [[Weihbischof]] in der [[Erzdiözese Salzburg]] und nahm als solcher mehrere Amtshandlungen außerhalb seines Bistums wahr. So weihte er z. B. die [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Werfen)|Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren]] in [[Werfen]]. [[1419]] fand unter ihm die erste nachweisbare chiemseeische Diözesansynode in [[Kitzbühel]] statt. Von Juli bis September 1422 nahm er als Vertreter seines Fürsterzbischofs am Reichstag in Nürnberg teil. | ||
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|AMT= [[Bischof von Chiemsee]] | |AMT= [[Bischof von Chiemsee]] | ||
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