Maria Lichtmess: Unterschied zwischen den Versionen
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''' | [[File:1501 Holbein d.Ä. Presentation of Jesus at the Temple anagoria.JPG|thumb|Darstellung des Herrn (Hans Holbein der Ältere, 1501, Hamburger Kunsthalle).]] | ||
'''Mariä (Maria) Lichtmess''', eigentlich ''Darstellung des Herrn'',lateinisch ''Praesentatio Jesu in Templo'', altertümlich ''Jesu Opferung im Tempel'', früher auch ''Mariä Reinigung'', lateinisch ''Purificatio Beatae Mariae Virginis'', ist volkstümlich unter Mariä Lichtmess oder (veraltet) ''Unser Lieben Frauen Lichtweihe'' ein kirchlicher Gedenktag, das am [[2. Februar]], dem vierzigsten Tag nach Weihnachten, gefeiert wird. Im bäuerlichen Leben ist er als Bauernfeischtag ein wichtiger Bauernfeiertag. | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
''Zu Lichtmess'' war in der Regel früher Zahltag der [[Dienstbote]]n, die dann bis ''St. Agatha'' ([[5. Februar]]) frei hatten (→[[Schlenkern]]). Der letzte allgemein so gehaltene Zahltag dürfte der 2. Februar [[1938]] gewesen sein, da er durch den [[Nationalsozialismus]], der nach dem [[12. März]] 1938 installiert wurde, | ''Zu Lichtmess'' war in der Regel früher Zahltag der [[Dienstbote]]n, die dann bis ''St. Agatha'' ([[5. Februar]]) frei hatten (→[[Schlenkern]]). Der letzte allgemein so gehaltene Zahltag dürfte der 2. Februar [[1938]] gewesen sein, da er durch den [[Nationalsozialismus]], der nach dem [[12. März]] 1938 installiert wurde, "verschwand". | ||
An diesem Tag wird das Fest der ''Darstellung des Herrn'' gefeiert. Es sind vierzig Tage nach Weihnachten und es stellt den Abschluss des weihnachtlichen Festes dar. Früher war auch die Bezeichnung ''Mariä Purificatio'', ''Reinigung'', gebräuchlich. Dieser Name erinnerte an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht. Eine Mutter galt nach den Vorschriften des Alten Testaments vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Zur Reinigung musste eine Frau ein Reinigungsopfer darbringen. Dieses bestand wahlweise in einer oder zwei Tauben oder in besonders gravierenden Fällen ein Schaf. | An diesem Tag wird das Fest der ''Darstellung des Herrn'' gefeiert. Es sind vierzig Tage nach Weihnachten und es stellt den Abschluss des weihnachtlichen Festes dar. Früher war auch die Bezeichnung ''Mariä Purificatio'', ''Reinigung'', gebräuchlich. Dieser Name erinnerte an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht. Eine Mutter galt nach den Vorschriften des Alten Testaments vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Zur Reinigung musste eine Frau ein Reinigungsopfer darbringen. Dieses bestand wahlweise in einer oder zwei Tauben oder in besonders gravierenden Fällen ein Schaf. | ||