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'''Johann Matthias Wurzer''' (* [[1760]] in Siegsdorf, [[Oberbayern]],  [[19. April]] [[1838]] in [[Salzburg]]) war ein bayrisch-salzburgischer Maler.
'''Johann Matthias Wurzer''' (* [[1760]] in Siegsdorf, [[Oberbayern]]; † [[19. April]] [[1838]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein Salzburger Maler.


==Leben und Werk==
==Leben und Werk==


Wurzer kam im Alter von 16 Jahren nach Salzburg zu dem Maler Zirker oder Zircher<ref>Thieme/Becker/Vollmer nennen [[Karl Anton Zircher|''K.&nbsp;A.''&nbsp;Zircher]], der aber nach demselben Nachschlagwerk schon im Jahr 1773 verstorben war. Statt an ''Karl Anton'' Zircher ist daher etwa an dessen Sohn [[Franz Karl|Franz Karl Zircher]] zu denken.</ref> in die Lehre und arbeitete bei diesem sechs Jahre und einige Monate (also ungefähr von 1776 bis 1782).
Wurzer kam im Alter von 16 Jahren nach Salzburg zu dem Maler Zirker oder Zircher<ref>Franz Martin (aaO) nennt [[Karl Anton Zircher|''K.&nbsp;A.''&nbsp;Zircher]], der aber nach demselben Nachschlagwerk schon im Jahr 1773 verstorben war. Statt an ''Karl Anton'' Zircher ist daher etwa an dessen Sohn [[Franz Karl Zircher|Franz Karl]] zu denken.</ref> in die Lehre und arbeitete bei diesem sechs Jahre und einige Monate (also ungefähr von 1776 bis 1782).


Bei dem besagten Meister, den der [[Gurk]]er Fürstbischof Franz&nbsp;II. Xaver Altgraf von Salm-Reifferscheidt-Krautheim beschäftigte, lernte dieser den jungen Wurzer kennen und fand Gefallen an ihm. Er sandte ihn an die [[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]]&nbsp;Akademie der bildenden Künste in Wien und bezahlte für ihn den Lehrer, Professor Drexler<ref>Thieme/Becker/Vollmer nennen den „Porzellanmaler Josef Drexler“, während dessen Sohn Johann Baptist Drexler der Professor für Blumenmalerei war; vgl. den [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Baptist_Drechsler „Johann Baptist Drexler“.]</ref>, damit sich der junge Künstler in seinem Lieblingsfach, der Blumen- und Fruchtmalerei, ganz besonders ausbilde. Nachdem Wurzer neun Jahre an der Akademie zugebracht hatte, wurde er vom Fürsten Salm nach Klagenfurt berufen, wo er sechs bis sieben Jahre verblieb, beschäftigt mit der Aufnahme der Pflanzen der dortigen und der benachbarten Alpengegenden.
Bei dem besagten Meister, den der [[Gurk]]er Fürstbischof Franz&nbsp;II. Xaver Altgraf von Salm-Reifferscheidt-Krautheim beschäftigte, lernte dieser den jungen Wurzer kennen und fand Gefallen an ihm. Er sandte ihn an die [[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]]&nbsp;Akademie der bildenden Künste in Wien und bezahlte für ihn den Lehrer, Professor Drexler<ref>Franz Martin (aaO) nennt den "Porzellanmaler Josef Drexler", während dessen Sohn Johann Baptist Drexler der Professor für Blumenmalerei war; vgl. den [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Baptist_Drechsler "Johann Baptist Drexler".]</ref>, damit sich der junge Künstler in seinem Lieblingsfach, der Blumen- und Fruchtmalerei, ganz besonders ausbilde. Nachdem Wurzer neun Jahre an der Akademie zugebracht hatte, wurde er vom Fürsten Salm nach Klagenfurt berufen, wo er sechs bis sieben Jahre verblieb, beschäftigt mit der Aufnahme der Pflanzen der dortigen und der benachbarten Alpengegenden.


Ca. 1795 kehrte er nach Salzburg zurück, wo er [[1797]] das Bürgerrecht erwarb. Er heiratete Theresia Starchl (* ca. 1762, †&nbsp;1837), Gärtnerstochter von [[Gnigl]]. Er malte nicht nur, sondern erteilte auch Unterricht in seiner Kunst.
Ca. 1795 kehrte er nach Salzburg zurück, wo er [[1797]] das Bürgerrecht erwarb. Er heiratete Theresia Starchl (*&nbsp;ca.&nbsp;1762; †&nbsp;1837), Gärtnerstochter von [[Gnigl]]. Er malte nicht nur, sondern erteilte auch Unterricht in seiner Kunst.


==Werk==
==Werk==
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Überhaupt tat sich Wurzer auf dem Gebiete der Stilllebenmalerei – mit Blumen und Fruchtstücken, dann Moos-, Rinden- und (damals sehr beliebt) Spinngewebstücken – ganz besonders hervor.
Überhaupt tat sich Wurzer auf dem Gebiete der Stilllebenmalerei – mit Blumen und Fruchtstücken, dann Moos-, Rinden- und (damals sehr beliebt) Spinngewebstücken – ganz besonders hervor.


Bekanntheit erlangte Wurzer durch die 1806 angefertigten Deckenfresken für die Kirche in [[St. Johannes am Imberg]].
Bekanntheit erlangte Wurzer durch die [[1806]] angefertigten Deckenfresken für die Kirche in [[St. Johannes am Imberg]].


Im [[SMCA|Salzburger Museum]] befinden sich von seiner Hand (laut Wurzbach [1890])
Im [[SMCA|Salzburger Museum]] befinden sich von seiner Hand (laut Wurzbach [1890])
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* zwei große Blumenstücke, mit Deckfarben gemalt;
* zwei große Blumenstücke, mit Deckfarben gemalt;
* Bildnis des [[Erzbischof]]s [[Hieronymus Graf Colloredo|Hieronymus Grafen Colloredo]], Öl;
* Bildnis des [[Erzbischof]]s [[Hieronymus Graf Colloredo|Hieronymus Grafen Colloredo]], Öl;
* Bildnis des Dr. [[Sylvester von Barisani|Dr. Sylvester Barisani]] (* [[1719]], † [[1810]]), erzbischöflichen Leibarztes, Öl;
* Bildnis des [[Sylvester von Barisani|Dr. Sylvester Barisani]] (*&nbsp;[[1719]]; &nbsp;[[1810]]), erzbischöflichen Leibarztes, Öl;
* Selbstbildnis des Malers, auf einem Stuhl (unter dem ein großer Bierkrug sichtbar ist) sitzend und malend, Öl;
* Selbstbildnis des Malers, auf einem Stuhl (unter dem ein großer Bierkrug sichtbar ist) sitzend und malend, Öl;
* 33 große Blätter mit Aquarellen exotischer Blumen.
* 33 große Blätter mit Aquarellen exotischer Blumen.
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==Literatur==
==Literatur==
* Heinrich Fuchs, ''Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts'', Wien, 1974.
* Heinrich Fuchs, ''Die österreichischen Maler des 19.&nbsp;Jahrhunderts'', Wien 1974.


==Quellen==
==Quellen==
* [[Constant von Wurzbach]], ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich'' (59. Teil, 1890), [http://de.wikisource.org/wiki/BLK%C3%96:Wurzer,_Johann_Matthias#cite_note-0 S.&nbsp;27&nbsp;f,] gestützt hauptsächlich auf handschriftliche Nachrichten [[Alexander Petter]]s, Direktors des [[SMCA|Salzburger Museum]]s
* [[Constant von Wurzbach]], ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich'' (59. Teil, 1890), [http://de.wikisource.org/wiki/BLK%C3%96:Wurzer,_Johann_Matthias#cite_note-0 S.&nbsp;27&nbsp;f,] gestützt hauptsächlich auf handschriftliche Nachrichten [[Alexander Petter]]s, Direktors des [[SMCA|Salzburger Museum]]s
*Österreichischen Nationalbibliothek, ''Verzeichnis der künstlerischen, wissenschaftlichen und kulturpolitischen Nachlässe in Österreich'', ''Personenlexikon'', Eintrag [http://data.onb.ac.at/nlv_lex/perslex/W/Wurzer_Johann_Matthias.htm „Johann Matthias Wurzer“]
*Österreichischen Nationalbibliothek, ''Verzeichnis der künstlerischen, wissenschaftlichen und kulturpolitischen Nachlässe in Österreich'', ''Personenlexikon'', Eintrag [http://data.onb.ac.at/nlv_lex/perslex/W/Wurzer_Johann_Matthias.htm "Johann Matthias Wurzer"]
* Ulrich Thieme, Felix Becker, Hans Vollmer (Hg.): ''Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart'', Sechsunddreißigster Band, S.&nbsp;316.
* [[Franz Martin]], Eintrag ''"Wurzer, Johann Matthias"'' in Ulrich Thieme, Felix Becker, Hans Vollmer (Hg.): ''Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart'', Sechsunddreißigster Band (Leipzig, Verlag von E.&nbsp;A.&nbsp;Seemann, 1947), S.&nbsp;316.


==Fußnoten==
==Einzelnachweise==
<references/>
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[[Kategorie:Person|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Person|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Künstler|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Person (Kunst)|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Maler|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Maler|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Zuagroaste|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Zuagroaste|Wurzer, Johann Matthias]]
[[Kategorie:Geboren 1760|Wurzer, Johann Matthias]]