Hermann Struber: Unterschied zwischen den Versionen
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''' | '''Hermann Struber''' (* [[31. März]] [[1905]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[3. Jänner]] [[1945]] in Wesel, [[Deutschland]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-nonntal/TFB8/?pg=264 Taufbuch der Pfarre Salzburg-Nonntal, Band VIII, S. 261.]</ref> war ein Arbeitnehmerfunktionär der [[Zwischenkriegszeit]] aus [[Gnigl]] bei Salzburg<ref name="Burcel"> Enderle-Burcel, Gertrude: ''Mandatare im Ständestaat: Christlich – ständisch – autoritär, 1934–1938. Biographisches Handbuch der Mitglieder des Staatsrates, Bundeskulturrates, Bundeswirtschaftsrates und Länderrates sowie des Bundestages''. Hrsg. durch das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes und die Österreichische Gesellschaft für Historische Quellenstudien, Wien 1991, ISBN 3-901142-00-2. S. 238.</ref>. | ||
==Leben== | == Leben == | ||
Hermann Josef Struber war der Sohn des [[Obergäu (Gemeinde)|Obergäuer]] Hafnergehilfen Simon Struber und seiner Frau Maria, geborene Luber. Nach der Volksschule und einer Tätigkeit als Landwirtschafts- und Industriearbeiter wurde Struber [[1928]] Sekretär der [[FCG|christlichen Gewerkschaften]] in Salzburg. Von [[1929]] bis [[1932]] war er Obmann des Überwachungsausschusses der [[Landwirtschaftskrankenkasse Salzburg]].<ref name="AK-FS">[https://media.arbeiterkammer.at/sbg/pdf/AK_Chronik_70_Jahre_web.pdf ''70 Jahre [[Salzburger Arbeiterkammer|Arbeiterkammer Salzburg]] 1946–2016'']</ref> Von [[1928]] bis [[1934]] war er Obmann-Stellvertreter, dann bis [[1938]] Obmann der [[Salzburger Vereinskrankenkasse]]. | |||
Nach der | Nach dem Übergangs zur autoritären Regierungsform und der Auflösung der demokratischen Selbstverwaltung in der [[Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg|Kammer für Arbeiter und Angestellte]] wurde Struber, als 29-Jähriger, mit [[1. Jänner]] [[1934]] zum Vorsitzenden (Präsidenten) der durch Verordnung ernannten Verwaltungskommission und später des Landeskartells des Gewerkschaftsbundes der österreichischen Arbeiter und Angestellten bestellt.<ref name="AK-FS"/> 1936 initiierte er die Errichtung des alten Kammergebäudes.<ref name="AK-FS"/> Außerdem war er während der [[Ständestaat]]<nowiki>zeit</nowiki> | ||
: von 1934 bis 1938 Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes der Österreichischen Arbeiter und Angestellten Salzburg; | |||
: Präsident der Gewerkschaft der Angestellten im Gewerbe<ref>[[Siegfried Göllner|Göllner, Siegfried]], [http://www.stadt-salzburg.at/pdf/zeitungsdokumentation_1938.pdf ''Die Stadt Salzburg im Jahr 1938. Zeitungsdokumentation''.]</ref>; | |||
: Jänner 1934 bis 1968 (ernannter) Vorsitzender der Verwaltungskommission der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Salzburg und des Landeskartells des als Einheitsgewerkschaft organisierten Gewerkschaftsbundes; | |||
: von [[1. November]] [[1934]] bis zum [[12. März]] [[1938]] war er Mitglied des Bundeswirtschaftsrates als vom [[Landeshauptmann]] von Salzburg nominierter Vertreter der Unselbständigen in der Gruppe B "Industrie und Bergbau"; Mitglied des Finanzpolitischen Ausschusses; | |||
: Obmann der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen und der Sozialen Arbeitsgemeinschaft (einer Initiative der Einheitspartei "[[Vaterländische Front]]" zur Gewinnung der Arbeiterschaft). | |||
Nach dem | Nach dem ''[[Anschluss]]'' wurde er am [[12. März]] [[1938]] aller seiner Funktionen enthoben, entlassen und vorübergehend verhaftet.<ref name="Burcel"/> Seit 1938 war er Landesleiter der Wiederstandsbewegung ''Österreichische Kampffront'' in Salzburg. Ab [[1939]] leistete er seinen [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsdienst]]. Er starb am [[3. Jänner]] [[1945]] infolge eines Kriegseinsatzes in Holland oder Belgien.<ref name="AK-FS"/> | ||
== Werke == | |||
==Werke== | |||
* ''Österreich's Wiederaufbau''. Herausgeber: Luegerbund, Verein zur Förderung des wirtschaftlichen Wiederaufbaues in Österreich. 1932. | * ''Österreich's Wiederaufbau''. Herausgeber: Luegerbund, Verein zur Förderung des wirtschaftlichen Wiederaufbaues in Österreich. 1932. | ||
==Quellen == | == Quellen == | ||
* [[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart.'' Wien – Köln – Weimar (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek]], [http://books.google.at/books?id=aSi3wcMZ414C&printsec=frontcover Band 32.] S. 231 | |||
== Einzelnachweise == | |||
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[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]] | |||
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[[Kategorie:Gestorben 1945]] | |||