| − | Aus der [[Steinzeit]], vor 10 000 Jahre v. Chr., 5 000 Jahre nach dem Rückzug der [[Gletscher]] des Bühlstadiums vom Raum Pichler Schanz - Steinbach - Mellecker Berg, konnte Mag. [[Helmut Adler]] in einer Halbhöhle am [[Oberrainer Knogel]] ([[Abri von Unken]]) Steinklingen von Jägern finden. Sie sind mit den Zeichen der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] die ältesten Funde der Humangeschichte des Landes Salzburg und sind im Museum [[Festung Kniepass]] zu sehen. | + | Aus der Zeit des [[Steinzeit#Spätpaläolithikum|Spätpaläolithikum]], etwa 5 000 Jahre nach dem Rückzug der [[Gletscher]] im Zuge des des Spätglazialen Eiszerfalls, vom Raum Pichler Schanz - Steinbach - Mellecker Berg, konnten durch Mag. [[Helmut Adler]] im Verlauf von Grabungsarbeiten in den Jahren 1968 und 1969 in einer Halbhöhle am [[Oberrainer Knogel]] ([[Abri von Unken]]) Steinwerkzeuge von Jägern, Reste einer Feuerstelle, Knochenmaterial, eine ausgebrannte Adlerklaue, sowie das Fragment einer Geweihharpune geborgen werden.<ref>Helmut Adler/ Manfred Menke, Das Abri von Unken an der Saalach. ein spätpaläolithischer Fundplatz der Alpenregion, Wiesbaden 1978, 8.</ref><ref>Manuel Windisch, Die Steingeräte aus der Halbhöhle von Oberrain in Unken, Bachelorarbeit, Innsbruck 2014, 5.</ref> Sie sind mit den [[Steinzeit|steinzeitlichen]] [[Schlenken-Durchgangshöhle#Geschichte|Funden in der Schlenken-Durchgangshöhle]] die ältesten Artefakte der Humangeschichte des Landes Salzburg.<ref>[[Roland Floimair]] / [[Heinz Dopsch]], Daten + Fakten Bundesland Salzburg, Salzburg 1990, 27.</ref> Einzelne Fundstücke des Abri von Unken sind im [[Museum Festung Kniepass]] zu besichtigen. |
| | + | Die Auffindung von bronzenen Lappenbeilen, einem Bronzedolch und der Belegfund einer Kleinsiedlung am Maislknogl<ref>Helmut Adler, Die Urgeschichtlichen Funde im Unteren Saalachtal, Chronikbeitrag, Dorfarchiv Unken, Hängeregister Nr. 3</ref> weisen darauf hin, dass das Unkener Tal auch während der [[Bronzezeit|Bronze-]] und [[Hallstattzeit]] als wichtiges Durchzugs- und Siedlungsgebiet gegolten haben dürfte.<ref>[[Ludwig Hohenwarter]], Bei uns in Unken. Vergangenes und Gegenwärtiges aus einem Dorf inner Gebirg, Unken 2000, 32ff.</ref> Geräte aus der Zeit der [[Kelten]] und [[Römer]] wurden bislang im Gebiet Unken noch nicht nachgewiesen. Im [[Saalfeldener Becken]] siedelten nachweislich die [[Kelten]] und im [[Loferer Becken]] konnten römische Gefäße aus ''Terra Sigillata'' aufgefunden werden.<ref>[[Stefan Ecker]], Chronik des Marktes und Gerichtsbezirkes Lofer, Lofer 1900, 16.</ref> |
| − | Artefakte aus der [[Bronzezeit]], der Hügelgräber Kultur 1 200 v. Chr., Tonscherben vom Meislknogel, der [[Hallstattzeit]] 800 v. Chr. verdanken wir auch H. Adler. Geräte aus der Zeit der [[Kelten]] und [[Römer]] mit dem Fundort Unken fehlen noch. Im [[Saalfeldener Becken]] siedelten nachweislich die [[Kelten]] und im [[Loferer Becken]] konnte wieder Adler römische Gefäße aus ''Terra Sigillata'' finden.
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